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Fachbegriffe

Bauproduktenverordnung BauPVO

Die Bauproduktenverordnung (englisch "Construction Products Regulation" - CPR) legt fest, dass für Bauprodukte einheitliche europaweit gültige Regeln, zum Beispiel europäische Normen, gelten sollen. Wenn ein Bauprodukt einer solchen Regel entspricht, wird es mit dem CE-Zeichen gekennzeichnet. Bauprodukte ohne diese Kennzeichnung dürfen in Europa nicht verwendet werden. Ausgenommen sind nur solche Produkte, für die es noch keine europäischen Normen gibt. Die Bauproduktenverordnung enthält Pflichten für Hersteller und Händler, nicht jedoch für die Verwender der Bauprodukte. Für die Verarbeiter ergeben sich die Pflichten aus der jeweiligen Landesbauordnung und natürlich den Vertragsgrundlagen und Ausführungsregeln. Die konkreten Anforderungen an den Bauprodukten stehen nicht in der Bauproduktenverordnung, sondern in den geltenden Normen, zum Beispiel für Putze in der EN 998-1. In Ausnahmefällen kann es vorkommen, dass ein Bauprodukt mit dem CE-Zeichen gekennzeichnet ist und dennoch in Deutschland nur eingeschränkt verwendet werden kann, wenn nicht zusätzliche nationale Anforderungen erfüllt werden. Das gilt zum Beispiel für Dämmstoffe. Solche "Zusatzanforderungen" sind in der sogenannten "Bauregelliste B" zu finden, die vom Deutschen Institut für Bautechnik veröffentlicht wird. Die BauPVO wurde am 9. März 2011 vom Europäischen Parlament in Kraft gesetzt und ist für alle Mitgliedsstaaten der EU verbindlich. Um allen Beteiligten die Möglichkeit der Umstellung zu geben, wurde ein stufenweises Inkrafttreten vereinbart. Seit dem 1. Juli 2013 gilt die BauPVO in ganzer Länge auch in Deutschland.



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