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DAfStb

Deutscher Ausschuss für Stahlbeton. Adresse: Burggrafenstr. 6, 10787 Berlin -Tiergarten, Tel. +49 (0)30 2601-2039, Fax +49 (0)30 2601-1723.

Deckvermögen

Früher auch als "Deckkraft" oder "Deckfähigkeit" bezeichnet, ist gemäß DIN EN 971-1 das Vermögen eines Beschichtungsstoffes, die Farbe oder Farbunterschiede eines Untergrundes zu verdecken. Das Deckvermögen wird durch die Art und Menge der Pigmente in Kombination mit den Bindemitteln und Füllstoffen bestimmt. Farben mit hohem Füllstoffanteil weisen generell ein schlechteres Deckvermögen auf. Klarlacke und Lasuren besitzen kein bzw. ein nur sehr geringes Deckvermögen. Zur Beurteilung des Deckvermögen wird bei unbunten Beschichtungen das >> Kontrastverhältnis zwischen den schwarzen und weißen Feldern des mit einer bestimmten Menge des betreffenden Anstrichstoffes versehenen Untergrundes gemessen. Bei bunten Beschichtungen wird stattdessen der Farbabstand ermittelt.

Dehnbarkeit

Gemäß DIN EN 971-1: Eigenschaft einer trockenen Beschichtung, Formveränderungen des Untergrundes, auf den sie aufgetragen wurde, ohne Beschädigung zu folgen.

Dekontaminierbarkeit

Die Dekontaminierbarkeit (nach DIN 25415, Teil 1) ergibt sich aus der Überlagerung zweier entgegengesetzter Materialeigenschaften: a) der Fähigkeit, radioaktive Substanzen oberflächlich festzuhalten sowie b) der Bereitwilligkeit, diese Substanzen im Zuge von Reinigungsprozessen wieder abzugeben. Dekontamination ist die vollständige bzw. teilweise Beseitigung von Radionukliden auf der Oberfläche bzw. in geringer Tiefe unter der Oberfläche, möglichst ohne Veränderung der Oberflächeneigenschaften.

Depassivierung

Verlust des Korrosionsschutzes der Bewehrung, bedingt durch die Carbonatisierung des Betons oder durch Belegung der Stahloberfläche mit Chloridionen.

Desinfektionsmittelbeständigkeit

Die Beständigkeit (nach ISO 2812-4) von Anstrichen gegenüber flüssigen Chemikalien. Hierbei wird unterschieden zwischen zeitlich begrenzter Beständigkeit und langzeitiger Beständigkeit. Die Bestimmung der Beständigkeit gegen Flüssigkeiten wird z. B. nach ISO 2812, Teil 4, im Tropf-/Fleckverfahren durchgeführt.

Detachur

Fachbegriff für das Entfernen von Flecken aus Geweben mithilfe verschiedener chemischer Mittel.

DIBt - Deutsches Institut für Bautechnik

Durch ein Abkommen zwischen Bund und Ländern ist das Deutsche Institut für Bautechnik die zuständige Stelle für Allgemein bauaufsichtliche Zulassungen. Das DIBt ist außerdem die deutsche Stelle zur Erteilung Europäischer Technischer Zulassungen. Adresse: Deutsches Institut für Bautechnik, Kolonnenstraße 30 B, 10829 Berlin, Tel.+49 (0)30 78730-0, Fax +49 (0)30 78730-320.

Dichte

Die Dichte (griechisch: rho), Einheit kg/m³, ist eine physikalische Eigenschaft eines Materials. Sie ist über das Verhältnis der Masse M eines Körpers zu seinem Volumen V definiert. Bei der Dichte steht das Volumen im Verhältnis zur Masse. Das Verhältnis der Dichte eines Stoffes zur Dichte im Normzustand wird als Relative Dichte bezeichnet.

Dichtstoffe

Dichtstoffe sind Dichtungsmassen (auch Fugendichtungsmassen genannt) zum Abdichten bzw. Füllen von Anschluss- oder Bauteilfugen. Unterschieden wird zwischen plastischen, plastoelastischen, elastoplastischen und elastischen Dichtstoffen. Näheres in der DIN 18540 bzw. DIN 52452.

Diffusion

Unter Diffusion versteht man die Durchmischung von verschiedenen, sich miteinander in Berührung befindenden gasförmigen, flüssigen oder festen Stoffen. Dabei kommt die Vermischung durch die Relativbewegung der Teilchen zustande und wird zum Beispiel durch Konzentrations-, Temperatur- oder Druckunterschiede hervorgerufen. Die Diffusion führt zu einem Dichte- oder Konzentrationsausgleich. Beispiel für die Diffusion von gasförmigen Molekülen ist z. B. die Wanderung von Wasserdampf durch Bauteile (z. B. Wände, Decken) oder Anstrichstoffe. Die Strömung der Diffusion ist immer in Richtung der geringeren Konzentration gerichtet.

Diffusionswiderstandszahl

Die Diffusionswiderstandszahl µ ist dimensionslos und gibt an, um wie viel größer der Widerstand eines Baustoffes gegenüber diffundierendem Wasserdampf im Vergleich zum Widerstand einer gleich dicken Luftschicht von gleicher Temperatur ist. Um die einzelnen Bauteilschichten bezüglich ihres Diffusionswiderstandes miteinander vergleichen zu können, muss diese Widerstandszahl µ mit der jeweiligen Schichtdicke s multipliziert werden. Dadurch erhält man den tatsächlichen Diffusionswiderstand, den sd-Wert (= diffusionsäquivalente Luftschichtdicke) in m.

DIN

DIN Deutsches Institut für Normung e. V., nationale Normenorganisation in Deutschland mit Sitz in Berlin. Hier werden Normen, die der Rationalisierung, der Sicherheit, der Qualitätssicherung u. a. in Wirtschaft, Technik und Wissenschaft dienen, in Ausschüssen erarbeitet. Die Arbeitsergebnisse werden als DIN-Normen in das Deutsche Normenwerk aufgenommen. Nach Ursprung und Wirkungsbereich der DIN-Normen wird unterschieden in DIN EN (deutsche Ausgabe einer europäischen Norm), DIN EN ISO (nationale, europäische und weltweite Wirkungsebene) und DIN ISO (unveränderte ISO-Norm als nationale Norm).

DIN 1045 Tragwerke aus Beton, Stahlbeton und Spannbeton

Teil 1: Bemessung und Konstruktion - Teil 2: Beton Festlegung, Eigenschaften, Herstellung und Konformität - Teil 3: Bauausführung - Teil 4: Ergänzende Regeln für die Herstellung und die Konformität von Fertigteilen

DIN 1048 Prüfverfahren für Beton

Teil 1: Frischbeton - Teil 2: Festbeton in Bauwerken und Bauteilen - Teil 4: Bestimmung der Druckfestigkeit von Festbeton in Bauwerken und Bauteilen; Anwendung von Bezugsgeraden und Auswertung mit besonderen Verfahren - Teil 5: Festbeton, gesondert hergestellte Probekörper.

DIN 1053 Mauerwerk

Teil 1: Berechnung und Ausführung - Teil 2: Mauerwerksfestigkeitsklassen aufgrund von Eignungsprüfungen - Teil 3: Bewehrtes Mauerwerk; Berechnung und Ausführung - Teil 4: Bauten aus Ziegelfertigbauteilen - Teil 4: (Norm-Entwurf) Fertigbauteile.

DIN 18164 Schaumkunststoffe als Dämmstoffe für das Bauwesen

Teil 1: Dämmstoffe für die Wärmedämmung

Teil 2: Zusatzmodul Dämmstoffe für die Trittschalldämmung. Polystyrol-Partikelschaumstoffe

DIN 18165 Faserdämmstoffe für das Bauwesen

Teil 1: Dämmstoffe für die Wärmedämmung

Teil 2: Dämmstoffe für die Trittschalldämmung

DIN 18195 Bauwerksabdichtungen

Die DIN-Norm DIN 18195 Bauwerksabdichtungen regelt den Schutz von Bauwerken gegen Feuchtigkeit und Wasser. Die Norm besteht aus den Teilen:

Teil 1: Grundsätze, Definitionen, Zuordnung der Abdichtungsarten - Teil 2: Stoffe - Teil 3: Anforderungen an den Untergrund und Verarbeitung der Stoffe - Teil 4: Abdichtungen gegen Bodenfeuchte (Kapillarwasser, Haftwasser) und nicht stauendes Sickerwasser an Bodenplatten und Wänden, Bemessung und Ausführung - Teil 5: Abdichtungen gegen nichtdrückendes Wasser auf Deckenflächen und in Nassräumen, Bemessung und Ausführung - Teil 6: Abdichtungen gegen von außen drückendes Wasser und aufstauendes Sickerwasser, Bemessung und Ausführung - Teil 7: Abdichtungen gegen von innen drückendes Wasser, Bemessung und Ausführung - Teil 8: Abdichtungen über Bewegungsfugen - Teil 9: Durchdringungen, Übergänge, An- und Abschlüsse - Teil 10: Schutzschichten und Schutzmaßnahmen - Beiblatt 1: Beispiele für die Anordnung der Abdichtung

DIN 18201 Maßtoleranzen im Bauwesen

Die Normen DIN 18201- Ausgabe 1997-04 und die DIN 18202 - Ausgabe 1997-04 wurden zur Vereinfachung in der Norm 18202 - Ausgabe 2005-10 zusammengefasst.

DIN 18202 Toleranzen im Hochbau

Die Norm besteht nur aus einem Teil: Toleranzen im Hochbau - Bauwerke

DIN 18299 Allgemeine Regelungen für Bauarbeiten jeder Art

VOB - Teil C (ATV); Allgemeine Regelungen für Bauarbeiten jeder Art - DIN 18299.

DIN 18345 Wärmedämm-Verbundsysteme

VOB - Teil C (ATV); DIN 18345 Wärmedämm-Verbundsysteme

DIN 18349 Betonerhaltungsarbeiten

VOB - Teil C (ATV); DIN 18349 Betonerhaltungsarbeiten

DIN 18352 Fliesen- und Plattenarbeiten

VOB - Teil C (ATV); DIN 18352 Fliesen- und Plattenarbeiten