Nach oben scrollen
Effektlackierung

Lackierung, bei der eine gewollte visuell erfassbare Unregelmäßigkeit gleichmäßig über die Oberfläche verteilt ist, z. B. Hammerschlageffektlack, Strukturlack, Metalleffektlack usw.

Egalisationsanstrich

Auch "Ausgleichsfarbe" genannt; ist ein zusätzlicher Schlussanstrich zum Ausgleichen optischer Unregelmäßigkeiten. In der Regel immer erforderlich bei farbiger Beschichtung mit mineralischen Putzen (Edelputz-Fassaden) aufgrund typischer Oberflächenschattierungen und Scheckigkeiten, bedingt durch den chemischen Abbindeprozess und die jeweiligen Objektbedingungen. Siehe auch Merkblatt "Egalisationsanstrich auf Edelputzen", vom Industrieverband WerkMörtel e.V.

Eigenfeuchte

Feuchte eines porösen Baustoffes infolge kapillarer Aufnahme von Wasser bzw. infolge Sorption von Wasserdampf.

Eignungsbereiche

Textile Bodenbeläge werden entsprechend der Deklaration der Europäischen Teppichgemeinschaft (ETG) durch Kennzeichen, einschließlich Zusatzeignungen, klassifiziert, z. B. Ruhebereich, Wohnbereich oder Arbeitsbereich. Bei den Zusatzeignungen unterscheidet man z. B. Stuhlrolleneignung, Treppeneignung, Feuchtraumeignung, Antistatik oder Fußbodenheizungseignung.

Einkomponentig

Materialien sind einkomponentig, wenn ihre Erhärtung ohne Mischung mit einer zweiten Lieferkomponente über physikalische und/oder chemische Vorgänge erfolgt, z. B. durch Verdunstung der Lösemittel, durch UV-Strahlung oder durch Reaktion mit der Luftfeuchtigkeit.

Einschichtige Wandkonstruktion

Massive Außenwand, die gleichzeitig statisch trägt und allein durch ihre Dicke dämmt.

Elastizitätsmodul (N/mm²)

"Verformungswilligkeit" eines durch Druck oder Zug beanspruchten Werkstoffes. Das Elastizitätsmodul wird definiert durch das Verhältnis zwischen einwirkender Spannung und sich ergebender Dehnung.

EN

Europäische Normung, abgekürzt EN. Das Europäische Komitee für Normung CEN und das Europäische Komitee für elektrotechnische Normung CEN ELEC bilden die gemeinsame europäische Normenorganisation CEN-CEN ELEC mit Sitz in Brüssel. Das DIN Deutsches Institut für Normung ist Mitglied im CEN. Zu den vordringlichsten Zielen der Europäischen Union gehört die Vollendung des europäischen Binnenmarktes, das Ziel von CEN ist die technische Harmonisierung und Normung in der EU.

Energiebilanzverfahren

Durch das Energiebilanzverfahren kann der Jahres-Heizwärmebedarf errechnet werden. Hierbei werden die Wärmeverluste und Wärmegewinne gegenübergestellt.

Energieeinsparverordnung (EnEV)

Verordnung über energiesparenden Wärmeschutz und energiesparende Anlagentechnik bei Gebäuden. Die Energieeinsparverordnung (EnEV) ist ein Teil des deutschen Baurechts. In ihr werden, auf rechtlicher Grundlage, bautechnische Standardanforderungen zum effizienten Betriebsenergieverbrauch von Gebäuden oder Bauprojekten vorgeschrieben. Sie gilt für Wohngebäude, Bürogebäude und gewisse Betriebsgebäude. Die EnEV hat die Wärmeschutzverordnung (WSVO) und die Heizungsanlagenverordnung (HeizAnlV) abgelöst und fasst diese zusammen. Die erste Fassung trat am 1. Februar 2002 in Kraft, die zweite Fassung (EnEV 2004) 2004. Zur Umsetzung der EG-Richtlinie über die Gesamtenergieeffizienz von Gebäuden wurde eine Neufassung erstellt, die seit dem 1. Oktober 2007 gültig ist. Die letzte Änderung zur EnEV ist seit 1. Oktober 2009 in Kraft getreten. Novellierter Entwurf (EnEV 2012) soll bis Ende 2012 fertig gestellt sein.

Entfetten

Von Anstrichuntergründen, meistens Metallflächen, werden Fett, Öl- und Wachsreste gründlich entfernt. Geeignete Entfettungsmittel sind entweder Gemische aus Alkalien und Phosphaten mit Netzmitteln oder Gemische organischer Lösungsmittel.

Epoxidharze (EP)

Epoxidharze werden durch Kondensation von Epichlorhydrin und Bisphenol A oder F hergestellt. Als 2K-Systeme werden Epoxidharze mit geeigneten Härtern vernetzt. Sie liefern Anstrichfilme von außergewöhnlicher Haftfestigkeit sowie hoher mechanischer und chemischer Beständigkeit auf nahezu allen Untergründen. Aufgrund ihrer relativ geringen Licht- und Wetterbeständigkeit sind sie hauptsächlich für den Innenbereich geeignet. Das Mischungsverhältnis muss unbedingt eingehalten werden, da der Überschuss einer Komponente zu einem Festigkeitsverlust und einer Herabsetzung der Beständigkeit gegen Chemikalien führt.

EPS (Polystyrolhartschaum, Styropor)

Expandierter Polystyrol-Hartschaum nach DIN 13163 besteht aus kleinen Kugeln (Partikeln), in denen sich mit Luft gefüllte Poren befinden. Dies mach EPS bei sehr guten Dämmeigenschaften extem leicht. Der überwiegend geschlossenzellige Dämmstoff enthält einen Luftporenanteil bis zu 98 %. Beim expandierten Polystyrolpartikelschaum (EPS) wird Polystyrolgranulat, in welches das Treibmittel Pentan einpolymerisiert ist, mit Temperaturen von über + 90 °C vorgeschäumt. Durch die Temperatur verdampft das Treibmittel und bläht das thermoplastische Grundmaterial bis auf das 20- bis 50-fache im Vergleich zu PS-Schaumpartikeln auf. Aus diesem werden dann in diskontinuierlich oder kontinuierlich arbeitenden Anlagen durch eine zweite Heißdampfbehandlung zwischen + 110 °C und + 120 °C Blöcke, Platten oder Formteile hergestellt. EPS besitzt eine Wabenstruktur, ist unverrottbar und feuchtebeständig. Die Wasseraufnahme beträgt < 5 % (DIN 53428).

EPS-Hartschaum-Dämmplatten

Wärmedämmstoff für Gebäude gemäß DIN EN 13163: 2001-10 aus werkmäßig hergestelltem =>EPS. Die Dämmplatten sind für WDVS in Dicken von 1 bis 40 cm erhältlich und haben in der Regel das Format 100 x 50 cm. Die Baustoffklasse nach DIN 4108 ist "schwer entflammbar" und sie entsprechen der Euroklasse E nach DIN EN 13501-1. Sie werden in der Regel dort eingesetzt, wo nach bauaufsichtlichen Vorschriften die Anforderung "schwer entflammbar" oder "normal entflammbar" gestellt wird. Aufgrund ihres günstigen Preises und der leichten Verarbeitbarkeit werden sie überwiegend (über 80 %) in WDVS eingesetzt.

Estrich (Sorten)

Ein Estrich ist eine Nutzschicht, welche im Wohnungs- und Industriebau auf einem tragfähigen Untergrund (z. B. Rohbetondecke, Betonsohle) direkt oder auf einer zwischenliegenden Trennlage oder Dämmschicht in gleichmäßiger Dicke aufgetragen wird. Ein Estrich ist unmittelbar nutzfähig und kann nach Aushärtung mit einem Beschichtungssystem oder Oberbodenbelag versehen werden. Estrichsorten (Einteilung nach Bindemittel bzw. Zusammensetzung): >> Zementestrich, >>Betonestrich, >> Magnesiaestrich, >> Anhydritestrich, >> Gussasphaltestrich.

Euro-Tapetenrolle

Festgelegtes Rollenmaß für Standard-Tapetenrollen; Rollenbreite 0,53 m x Rollenlänge 10,05 m.

Europäische Technische Zulassung (ETA)

Europäische Technische Zulassungen (ETA = European Technical Approval) dokumentieren die Brauchbarkeit von Bauprodukten oder Bausätzen (Systemen) im Sinne der EU-Bauprodukterichtlinie. in Deutschland sind für WDV-Systeme zusätzlich Allgemeine bauaufsichtliche Zulassungen (sog. Verwendungszulassungen) erforderlich.