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Farbechtheit

Die Farbechtheit bezeichnet die Eigenschaft eines Materials, seine Färbung unter äußeren Einflüssen zu behalten. Die Farbechtheit hängt dabei stark vom gewählten Farbstoff für das jeweilige Material ab. Dabei unterscheidet man unter anderem: Reibechtheit (trocken/nass), Waschechtheit, Schweißechtheit, Lichtechtheit und Speichelechtheit.

Faservlies

Bei Faservlies handelt es sich um ein Flächengebilde aus Fasern in Wirrlage. Faservliese dienen in der Regel der rationellen Untergrundglättung für nachfolgende Arbeiten wie z.B. Anstriche oder Kreativtechniken

Feinspachtelung

auch Ausgleichs- bzw. Kratzspachtelung genannt. Ausgleichs- und Kratzspachtelungen werden als Untergrundvorbehandlung eingesetzt um Poren-, Lunker und Unebenheiten vor dem Anstrich zu glätten und auszugleichen. Dies kann im Bodenbereich mit bestimmten quarzsandgefüllten Beschichtungen, im Betonbereich mit speziell zugelassenen Feinspachtelmassen oder im Innenbereich mit Dispersions- oder Füllstoffen geschehen.

Festigkeitsklassen für Beton

Die Festigkeitsklassen gemäß DIN 1045 geben die Betongüte bzw. die Mindestdruckfestigkeit in Newton (N) pro mm² an. Die DIN 1045 "Tragwerke aus Beton, Stahlbeton und Spannbeton" wurde überarbeitet (europäisch harmonisiert). Die bekannten Festigkeitsklassen (B15, B25,...), die die Würfeldruckfestigkeit angeben, wurden durch neue Bezeichnungen (C8/10 - C100/115) ersetzt. "C" steht für "concrete" (engl. Beton), der erste Wert gibt die Zylinderdruckfestigkeit an und der zweite die Würfeldruckfestigkeit. Beispiel: C20/25 (früher B25) gibt eine Zylinderdruckfestigkeit von 20 N/mm² und eine Würfeldruckfestigkeit von 25 N/mm² an. Da über beide Versuche die Druckfestigkeit ermittelt werden kann, werden beide Werte angegeben. Zuordnung der alten Bezeichnung zu den neuen Bezeichnungen: B15 = C12/15, B25 = C20/25, B35 = C30/37, B45 = C35/45, B55 = C45/55.

Festkörper

Anteil eines Stoffes, der nach dem Verdunsten aller flüchtigen Anteile (Lösemittel) unter festgelegten Prüfbedingungen zurückbleibt.

Filmbildung

Übergang einer organischen Beschichtung vom flüssigen in den festen Zustand, durch z. B. chemische Härtung oder physikalische Trocknung (Abgabe von Lösemitteln) unter Ausbildung einer zusammenhängenden Schicht.

Filmdicke

Dicke (nass oder trocken) eines Beschichtungsfilms, gemessen in Mikrometer (µm). Die Trockenschichtdicke (Filmdicke nach der Trocknung des aufgebrachten Materials) nimmt häufig, z. B. bei Außenanstrichsystemen, Einfluss auf die Haltbarkeit. Daher werden oft Mindesttrockenschichtdicken vorgeschrieben.

Floating-Buttering-Verfahren

Besondere Form des Kleberauftrages, z. B. bei keramischen Belägen und Fassadenprofilen. Hierbei wird der Kleber sowohl auf den Untergrund als auch auf die Rückseite der anzubringenden Materialien aufgetragen.

Flor

Siehe >> Pol (Textiltechnik)

Fluatieren

Oder auch Fluatierung ist die Neutralisation und Härtung alkalischer Untergründe durch Aufbringen eines Fluats, einem Salz der Kieselfluorwasserstoffsäure. Fluatiert werden z. B. Neuputzstellen bei Putzausbesserungen im Rahmen von Renovierungen, um deren hohe Alkalität zu reduzieren und diese den vorhandenen Putzflächen anzugleichen. Auf lehm- und gipshaltigen sowie bei früher schon mehrfach fluatierten Flächen sind Fluate unwirksam. Fluatierte Stellen sind vor der Weiterbehandlung gründlich mit Wasser nachzuwaschen.

Fogging

Als Fogging-Effekt, auch Schwarzstaub oder magic-dust genannt, bezeichnet man plötzlich auftretende Schwarzverfärbung in Gebäudeinnenräumen. Der Effekt tritt in Wohnungen überwiegend zur Winterzeit auf. Das Wort Fogging kommt aus dem Englischen und bedeutet so viel wie Vernebelung. Im Allgemeinen sind Neubauten oder kürzlich renovierte Wohnungen betroffen. Dies wird vom Umweltbundesamt damit erklärt, dass schwerflüchtige organische Stoffe, z. B. Weichmacher, aus Baustoffen und Einrichtungsgegenständen entweichen und sich mit Staub- und Rußpartikeln zu einem schmierigen Film verbinden. Die Ursachen von Schwarzstaub oder des Fogging-Effekts sind nach wie vor nicht eindeutig geklärt. Um den Effekt weitgehend zu reduzieren, müssen Temperaturunterschiede zwischen der Raumluft und kalten Flächen möglichst klein gehalten werden. Weitere Informationen in der Broschüre "Attacke des schwarzen Staubes" vom Umweltbundesamt.

Frischmörtelrohdichte (kg/dm³)

Die Frischmörtelrohdichte ist das Verhältnis der Masse des verdichteten frischen Mörtels zu seinem Volumen.

Füllgrad

Das Mengenverhältnis 1 : x Gewichtsteile zwischen einem Bindemittel und den ihm beigemischten, nicht reaktiven Komponenten, z. B. feuergetrockneter Quarzsand in Bodenbeschichtungen.

Fungizide/Algizide Ausrüstung

Spezielle Ausrüstung von Dispersions-, Silicon- und Silikatfarben sowie Putzen (Protect). Zum vorbeugenden Schutz gegen Algen und Pilze im Außenbereich. Die innovativen, verkapselten Wirkstoffe von "Brillux Protect" sorgen für einen möglichst langen Schutz der Fächen vor Algen und Pilzen. Dennoch ist die Beständigkeit zeitlich begrenzt, sodass nach einiger Zeit eine Erneuerung des Schutzes, z. B. durch Reinigung und Beschichtung notwendig ist.