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K-Wert

Alte Bezeichnung für Wärmedurchgangskoeffizient. Siehe >> U-Wert.

Kapillarität

Offene Poren geringen Durchmessers heißen Kapillaren. Wegen der Oberflächenspannungen der Komponenten (Luft, Wandmaterial, Dampf bzw. Flüssigkeit) benetzt die kondensierte Flüssigkeit die Wände der Kapillare (Kapillarkondensation). Dabei steigt die Flüssigkeit gegen die Schwerkraft umso höher, je geringer der Radius der Kapillare ist. In Mauerwerk kann so Feuchte mehrere Meter aufsteigen

Karbonisation

Chem. fachspr. >> Carbonatisierung

Kationische Isolierwirkung

ka?t|io|nisch: Prozesse, die über Kationen verlaufen.

Die häufigsten Flecken und Verschmutzungen sind wasserlöslich und bewegen sich vorrangig im alkalischen Milieu. Innenwandfarben und wasserbasierte Lacke bieten mit einem pH-Wert von 8 bis 9 beste Bedingungen zur Löslichkeit dieser Verfärbungen. Dabei gilt: Je geringer der pH-Wert, desto geringer die Lösewirkung. Kationische Beschichtungen haben einen pH-Wert von etwa 5 bis 5,5, liegen somit im leicht sauren pH-Bereich. Daher kann mit diesen Produkten das Durchschlagen an die Oberfläche verhindert werden. Die Basis dieser Produkte sind Bindemittel, die mithilfe der Zugabe spezieller Additive in den Rezepturen die fleckenverursachenden Stoffe binden. Durch die spezielle Formulierung mit einem leicht sauren pH-Wert wird eine hervorragende Barrierewirkung erzielt und z. B. Nikotin, Fett, Ruß sowie Holzinhaltsstoffe haben keine Chance, in den darüberliegenden Beschichtungsfilm einzudringen.

Kennzeichnungsfarben nach DIN 2403

Die Kennzeichnung von Rohrleitungen nach ihrem Durchflussstoff ist in der DIN 2403 festgelegt. Für die Kennzeichnung ist es nicht zwingend vorgeschrieben, das gesamte Rohrsystem in den entsprechenden Farben zu streichen, sondern vielmehr ausreichend, Verteiler- und Zentralstellen bzw. Armaturen zu kennzeichnen. Hierbei sind folgende Farben dem Durchflussmaterial zugeordnet:

Wasser, Gruppe 1, Grün, RAL 6032, Scala 81.15.27 - Wasserdampf, Gruppe 2, Rot, RAL 3001, Scala 27.24.30 - Luft, Gruppe 3, RAL 7004, Scala 51.03.18 - Brennbare Gase, Gruppe 4, Gelb mit Zusatzfarbe Rot, RAL 1003 mit RAL 3001, Scala 09.21.15 mit 27.24.30 - Nichtbrennbare Gase, Gruppe 5, Gelb mit Zusatzfarbe Schwarz, RAL 1003 mit RAL 9004, Scala 09.21.15 mit 99.00.63 - Säuren, Gruppe 6, Orange, RAL 2010, Skala 21.18.24 / Laugen, Gruppe 7, Violett, RAL 4008, Scala 42.21.24 - Brennbare Flüssigkeiten und Feststoffe, Gruppe 8, Braun mit Zusatzfarbe Rot, RAL 8002 mit RAL 3001, Scala 21.09.24 mit 27.24.30 - Nichtbrennbare Flüssigkeiten und Feststoffe, Gruppe 9, Braun mit Zusatzfarbe Schwarz, RAL 8002 mit RAL 9004, Scala 21.09.24 mit 99.00.63 - Sauerstoff, Gruppe 0, RAL 5005, Sc ala 60.21.27

KfW-(Energie-)Effizienzhaus 70, 55 und 40

Ein Gebäude, dessen Primärenergiebedarf maximal 70 %, 55 % bzw. 40 % und dessen Transmissionswärmeverlust maximal 85 %, 70 % bzw. 55 % des nach der EnEV 2009 zulässigen Wertes beträgt. Den Standard eines Effizienzhauses erreicht man in der Regel nur durch den Einsatz von erneuerbaren Energien. Der Wärmeschutz muss hierbei gut sein, aber nicht unbedingt Passivhaus-Niveau erreichen. Umgekehrt muss ein Passivhaus, je nach eingesetzten Energieträgern, nicht unbedingt den Primärenergiebedarf eines Effizienzhauses 55 oder 40 erreichen. Bei einem maximalen Primärenergiebedarf von 40 kWh/m²a wird ein Passivhaus dann trotzdem wie ein Effizienzhaus 55 gefördert.

Klarlack

Transparenter Beschichtungsstoff ohne Pigmente zur Farbgebung. Gemäß DIN EN 971-1: Beschichtungsstoff, der auf einen Untergrund aufgetragen, eine transparente Beschichtung mit schützenden, dekorativen oder spezifischen technischen Eigenschaften bildet.

Kontrastverhältnis (nach DIN EN 13300)

Das Kontrastverhältnis gehört zu den optischen Eigenschaften einer unbunten (weißen) Beschichtung. Es wird zur Bestimmung des Deckvermögens von Beschichtungsstoffen, insbesondere Dispersionsfarben, als Kriterium herangezogen. In der Praxis ist das Kontrastverhältnis abhängig von Art und Höhe der Pigmentierung, der Auftragsweise, der Schichtstärke, den Trocknungsbedingungen und der Art des Untergrundes. Nach der DIN EN 13300 wird der Beschichtungsstoff in der vom Hersteller angegebenen mittleren Ergiebigkeit auf eine genormte Oberfläche aufgetragen und das Kontrastverhältnis Yb/Yw nach ISO 65043 bestimmt. Klasse 1 entspricht 99,5 / Klasse 2 entspricht 98 und < 99,5 / Klasse 3 entspricht 95 und < 98 / Klasse 4 < 95. Die Klassen müssen zusammen mit der Ergiebigkeit, mit der die Messung durchgeführt wurde, in m²/l angegeben werden. Auf dieser Basis sind Rückschlüsse auf das Deckvermögen eines Anstrichs möglich.

Korngröße (nach DIN EN 13300)

Eine Einteilung nach der maximalen Korngröße muss auf der Größe der größten Teilchen basieren, wie im Folgenden angegeben: fein bis zu 100 µm - mittel bis zu 300 µm - grob bis zu 1500 µm - sehr grob über 1500 µm

Korrosionsschutz

Alle Maßnahmen, um Werkstoffe vor der Zerstörung durch chemische und/oder physikalische Einflüsse, z. B. Feuchtigkeit, Luftsauerstoff, aggressive Stoffe usw., zu schützen. Besonders wichtig ist der Korrosionsschutz bei E-Metallen (Stahlkonstruktionen, Eisenbauteilen etc.), aber auch bei NE-Metallen und Beton. Siehe auch DIN 50900-1 und DIN EN ISO 12944.

Kratzspachtelung

Ein spezieller Arbeitsgang, in der Regel im Systemaufbau mit 2K-Bodenbeschichtungen. Das einzusetzende Material wird aus dem Beschichtungsstoff und Quarzsand im vorgegebenen Mischungsverhältnis hergestellt. Die Kratzspachtelung dient zur Herstellung gleichmäßiger, griffiger, Haft vermittelnder Oberflächen, zum Füllen von Poren und Egalisieren der Rauigkeit. Bei Durchführung der Kratzspachtelung ist über den Spitzen des Korngerüstes abzuziehen.

Kräuselvelours

Oberbegriff für Teppichböden, deren Pol aus überdrehten Garnen besteht. Aufgrund der hochgekräuselten Garne entsteht die typische feinkörnige Oberfläche.

Kunstharzputz

Siehe >> DIN 18550 Putz

Kunststoffdispersion nach DIN 55945

Auch "Polymerdispersion" oder "Kunstharzdispersion" genannt oder einfach kurz als "Dispersion" bezeichnet, ist nach DIN 55945 die feine Verteilung von Polymeren oder Kunstharzen in einer Flüssigkeit, meist Wasser.

Kunststoffdispersionsfarbe

Ist ein aus Kunststoffdispersionen und Pigmenten hergestellter Beschichtungsstoff. Im täglichen Sprachgebrauch wird anstelle der Benennung "Kunststoffdispersionsfarbe" auch die Benennung "Dispersionsfarbe" angewendet.

Kunststoffmodifizierter Mörtel/Beton

Zementmörtel/Beton, dem zur Beeinflussung der Frisch- und Festeigenschaften organische Stoffe (Kunststoffdispersionen, wasserdispergierbare Kunststoffpulver, wasseremulgierbare Reaktionsharze) bis zu 5 % seiner Gesamttrockenmasse zugesetzt werden.