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Lack

Beschichtungsstoff zur Oberflächenveredlung oder zu deren Schutz. Eine echte oder kolloide Lösung von festen Stoffen in flüchtigen organischen Lösemitteln oder in Wasser, die nach der Applikation und Trocknung einen geschlossenen, fest haftenden Film bildet. Lacke oder Lackfarben werden z. B. nach Rohstoff oder Bindemittel (z. B. Alkyd-, Naturharzlack), dem Lösemittel (Spiritus-, Wasserlack) oder dessen chemischer Verbindung (Esterbeschichtung) nach Art der Filmbildung (Reaktions-, Einbrennlack oder lufttrocknend), bezeichnet. Werden dem Lack bunte oder unbunte Pigmente zugegeben, so spricht man von einer Lackfarbe.

Lastklasse (WDVS)

Wird bei WDV-Systemen benötigt zur Ermittlung der notwendigen Dübelanzahl pro Quadratmeter. Man unterscheidet zwischen WDVS-Lastklasse und Dübellastklasse. Die WDVS-Lastklasse ist abhängig von der Dämmstoffart und -dicke sowie dem Tellerdurchmesser des zu verwendenden Dübels. Sie ist gewissermaßen ein Maß für den Widerstand der verdübelten Dämmstoffplatte gegen den Windsog. Die Dübellastklasse beschreibt die Auszugslast eines Dübels aus dem jeweiligen Wandbaustoff (Widerstand eines einzelnen Dübels gegen Windsog).

Lasur

Gemäß DIN 55945: Beschichtungsstoff für Holz oder mineralische Untergründe, der eine transparente --> Beschichtung ergibt. Es wird unterschieden zwischen Imprägnierlasuren (Schichtdicke < 5 µm) und schichtbildenden Lasuren (Lacklasuren), die entweder lösemittelbasiert oder wasserbasiert sein können. Weitere Informationen hierzu im BFS-Merkblatt Nr. 18.

Latexfarbe

Im täglichen Sprachgebrauch verwendeter Ausdruck für Kunststoffdispersionsfarben mit besonders strapazierfähiger und glänzender Oberfläche. Dieser Begriff ist nicht definiert und gibt keine Auskunft über das Bindemittel oder die Qualitätseigenschaften. Latex ist eigentlich der Name für den Kautschuksaft des Gummibaumes. Chemisch gesehen ist Latex eine natürliche Kautschukemulsion, die beim Trocknen einen elastischen, wasserbeständigen, sauerstoffaufnehmenden Film gibt. In den heutigen "Latexfarben" bzw. Kunststoffdispersionsfarben ist allerdings kein Latex enthalten.

Leimfarbe

Anstrichstoff mit Leim als wasserlöslichem Bindemittel, der seine Löslichkeit im Wasser nach dem Trocknen nicht verliert. Der Anstrich bleibt also empfindlich gegen Nässe und Feuchtigkeit und kann durch Abwaschen entfernt werden.

Lichtbeständigkeit

Ist definiert als die Widerstandsfähigkeit von Anstrichen gegen Veränderungen, die durch Einwirkung von Globalstrahlung in Anwesenheit von Feuchtigkeit bedingt sind.

Lichtechtheit

Die Lichtechtheit beschreibt die Konstanz von Farben, Lacken aber auch sonstigen Oberflächen bei längerer Beleuchtung. Insbesondere Sonnenlicht mit seinem hohen UV-Licht-Anteil hat auf viele Materialien eine stark zersetzende Wirkung, was zu einer sichtbaren Farbveränderung führen kann. In der Lack- und Textilindustrie wird der Grad der Lichtechtheit mit dem Blaumaßstab nach DIN 53952 gemessen. Letztendlich entscheidet die Lichtechtheit mit über die Verwendbarkeit von Materialien im Freien.

Lignin

Lignin ist ein Hauptbestandteil des Holzes. Es sorgt dafür, dass pflanzliches Gewebe versteift (verholzt) und zu Holz wird. Beim Verwitterungsprozess des Holzes wird das Lignin zerstört, und das Holz vergraut. Dieses vergraute Holz besitzt keine ausreichende Festigkeit mehr und ist für eine Beschichtung ungeeignet, es muss zuvor bis auf die tragfähige intakte Holzschicht entfernt werden.

Lösungsmittel

Aus einer oder mehreren Komponenten bestehende Flüssigkeit, die Bindemittel ohne chemische Umsetzung aufzulösen vermag. Lösungsmittel müssen unter den jeweiligen Trocknungsbedingungen flüchtig sein.

Luftfeuchte

Wasserdampfgehalt der Luft. Absolute Luftfeuchte = Gramm Wasser pro m³ Luft. Sättigungsfeuchte oder max. Luftfeuchte = Höchstmenge an absoluter Luftfeuchte ohne Ausfall von Wasser in flüssiger Form. Je nach Temperatur unterschiedliche relative Luftfeuchte = Verhältnis zwischen absoluter und maximaler Feuchte. Beispiele für maximale Luftfeuchte: 0 °C = 4,8 g/m³ Luft / 10 °C = 9,4 g/m³ Luft / 20 °C = 17,3 g/m³ Luft / 30 °C = 30,3 g/m³ Luft. Bei Anstrichmaterialien beeinflusst der Feuchtigkeitsgehalt der Luft die Trocknungsvorgänge. Bei Anstrichuntergründen kann mikroskopisch fein verteilte Feuchtigkeit, durch z. B. Tau oder Nebel, Anstrichfehlresultate ergeben.

Luftschallverbesserungsmaß (WDVS)

Korrekturfaktor für das bewertete Schalldämm-Maß durch Aufbringen des WDV Systems. Einheit: dB.