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Nachbehandlung von Beton bzw. Mörtel

Schutz einer jungen Beton- oder Mörteloberfläche vor vorzeitigem Austrocknen, zum Beispiel durch längeres Feuchthalten, Abdecken mit Folie oder Auftragen eines verdunstungshemmenden Sprühfilms.

Nadelteilung

Bei der Teppichbodenherstellung ist in der Tuftingmaschine der Abstand der Nadeln entscheidend für den Abstand der Noppenreihen. Die Teilungsbreiten werden in englischen Zoll angegeben. Die Bezeichnung 1/10 bedeutet also, dass auf 1 Zoll (= 2,54 cm) 10 Nadeln stehen. Teilungsbreiten in Zoll: 1/16, 5/64, 1/10, 1/8, 5/32. Nadelabstand in mm 1,59 - 1,98 - 2,54 - 3,18 - 3,98.

Nadelvlies

Als Nadelvlies bezeichnet man textile Bodenbeläge, die aus einem mechanisch durch Nadeln und zusätzlich adhäsiv verfestigtem Faservlies bestehen.

Nassabriebbeständigkeit DIN EN 13300

Eines der wichtigsten Kriterien einer qualitativ hochwertigen Farbe ist die Reinigungsfähigkeit, im Normen-Deutsch als "Nassabriebbeständigkeit" beschrieben. Die Nassabriebbeständigkeit nach DIN EN 13300 ist in 5 Klassen unterteilt und kann nur bei Beschichtungen mit einer maximalen Korngröße unter 100 µm, die auf einer glatten Oberfläche aufgetragen wurden, gemessen werden. Sie wird nach dem Verfahren der DIN EN ISO 11998 bestimmt und wie folgt eingeteilt: Klasse 1 = < 5 µm bei 200 Hüben, Klasse 2 = > 5 µm und < 20 µm bei 200 Hüben, Klasse 3 = > 20 µm und < 70 µm bei 200 Hüben, Klasse 4 = < 70 µm bei 40 Hüben, Klasse 5 = > 70 µm bei 40 Hüben. Ermittelt werden die Werte durch maschinelles Scheuern auf einem genormten Scheuerprüfgerät. Dabei entspricht ein Scheuerzyklus zwei Hüben, d. h. jeweils einer Hin- und Herbewegung des Scheuermediums bei gleichbleibender Geschwindigkeit.

Nassfilmdeckung

Bezeichnet die Tatsache, dass in einem nicht trockenen Anstrich bereits Deckvermögen vorliegt.

NEH

Abkürzung für --> Niedrigenergiehaus

Neutralisation

Aufhebung von basischen oder alkalischen Eigenschaften durch Säuren und umgekehrt. Die alkalischen Eigenschaften von Kalk- oder Zementputzflächen werden z. B. durch Fluate neutralisiert. Das Einstellen auf den Neutralpunkt (pH 7) geschieht mittels flüchtiger Basen (Ammoniak, Amine), mit Laugen (Natronlauge, Kalklauge, Ätzkalk) oder, falls das betreffende Medium sauer reagiert, mit Säuren (Ameisensäure, Essigsäure, Salzsäure). Zur Messung werden elektrische pH-Messgeräte, Indikator-Lösungen wie z. B. Phenolphthalein oder Indikatorpapiere verwendet, wobei letztere durch einen bei einem bestimmten pH-Wert erfolgenden Farbumschlag bzw. durch die Stärke eines Farbumschlags den jeweiligen pH-Wert anzeigen.

Nicht brennbare Baustoffe nach DIN 4102

Nach der DIN 4102 werden Baustoffe entsprechend ihrem Brandverhalten in zwei Baustoffklassen eingeteilt: A = nicht brennbare Baustoffe oder B = brennbare Baustoffe. Durch die Kennzeichnung mit Großbuchstaben und zusätzlicher Ziffer werden die Baustoffe nach deren Entflammbarkeit wie folgt unterteilt:

A1 = ohne brennbare Bestandteile

A2 = mit geringen brennbaren Bestandteilen (diese Materialien dürfen nur kurzfristig über kleinere Flächen entflammen und weder Rauch noch giftige Gase in gefährlichen Mengen entstehen lassen) >> schwer entflammbare Baustoffe

Nicht maßhaltige Bauteile

Gemäß DIN EN 972-1: Holzbauteile mit nicht begrenzter Maßänderung, z. B. überlappende Verbretterungen, Zäune, Gartenschuppen.

Niederdruck-Spritzverfahren

Für das Spritzen von Lacken, aber auch für Dispersionen auf überwiegend kleineren Flächen geeignet. Die erreichten Oberflächen sind durch die grobe Zerstäubung strukturiert, und es entsteht beim Spritzen wenig Overspray. Die Materialien werden mit einem Druck von 0,2 bis 0,5 bar und einem Luftvolumen bis ca. 2.000 Liter pro Minute gespritzt.

Niedrigenergiehaus

Unter Niedrigenergiehaus versteht man einen Energiestandart für Neubauten und sanierte Altbauten die spezielle energetische Anforderungen unterschreiten. Dies wird durch eine optimale Wärmedämmung erzielt. Heizwärmebedarf (bis 2002) um 30 % besser als nach WSVO 95 zulässig. Im Prinzip alle Gebäude auf Neubauniveau nach EnEV 2002.

Niedrigstenergiehaus

Maximaler Heizwärmebedarf von 30 kWh/m²a (auch 3-Liter-Haus genannt).

Noppe

Im Teppichgrund verankerte Garnschlinge, die bei Velourswaren am freien Ende aufgeschnitten wird.

Noppenzahl

Anzahl der Noppen pro Quadratmeter und entscheidend für das Oberflächenbild des Teppichs. Der Einsatz von dicken Polygarnen erfordert eine geringe Noppendichte, feinfädige Polgarne machen jedoch eine dichtere Einstellung notwendig.

Normreinheitsgrad

Alte Bezeichnung für >> Oberflächenvorbereitungsgrad

Nullemissionshaus

Ein Gebäude, das kein Kohlenstoffdioxid »produziert«. Dies wird durch den ausschließlichen Einsatz von erneuerbarer Energien erreicht. Eine Aussage über den tatsächlichen Energieverbrauch ist nicht direkt definiert. Es muss daher nicht unbedingt ein Passivhaus sein.

Nullenergie(bilanz)haus

Besseres Passivhaus, das u. a. mithilfe von Solaranlagen rechnerisch keine zusätzliche Heizenergie benötigt.

Nutzschichtdicke

Als Nutzschichtdicke bezeichnet man die Dicke der Verschleißschicht bei Bodenbelägen; geprüft wird bei Polteppichen und zweischichtigen Nadelvliesbelägen nach DIN 54345, bei elastischen Bodenbelägen nach DIN 51964.