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Passivhaus

Maximaler Heizwärmebedarf 15 kWh/m²a nach PHPP (Wohnflächenbezug). Berechnungen nach PHPP (Passivhaus Projektierungs Paket) ergeben allerdings abweichende Ergebnisse zum EnEV-Verfahren. Maximaler Primärenergiebedarf (Heizen und Strom) 120 kWh/m²a (Wohnflächenbezug) sowie maximaler Primärenergiebedarf 40 kWh/m²a nach EnEV 2009 bei Ausführung als KfW-Effizienzhaus 55.

Patina

Patina (italienisch) "dünne Schicht", auch Edelrost genannt. Eine durch natürliche oder künstliche Alterung entstandene Oberfläche (Struktur und Farbe). Auf Kupfer- und Bronzegegenständen, entsteht durch Oxidation z. B. in feuchter Luft ein grünlich grauer Überzug aus Kupfercarbonat und Kupfersulfat Wird an Schmuckgegenständen oft auch künstlich erzeugt.

Patinieren

Arbeitsschritt zur künstlichen Herstellung eines Überzugs auf Kupfer- und Bronzeflächen. Siehe auch >> Patina.

PC (Beton)

Kurzbezeichnung (Polymer Concrete) für Mörtel/Beton aus Zuschlagstoffen und Reaktionsharzen als Bindemittel.

PCC (Beton)

Kurzbezeichnung (Polymer Cement Concrete) für kunststoffmodifizierten Zementmörtel.

Perimeterdämmung

Nicht sichtbare Dämmung im Erdreich. Bevor die Perimeterdämmung angebracht wird, ist es notwendig, das Bauwerk abzudichten, Bauwerksabdichtung nach DIN. Die Perimeterdämmung erfolgt mit speziellen Polystyrol-Hartschaum-Dämmplatten, die für diese Anwendung bauaufsichtlich zugelassen sind.

pH-Wert

[neu-lat. potentia Hydrogenii = Stärke des Wasserstoffs] Der pH-Wert ist ein Maß für den sauren oder basischen Charakter einer wässrigen Lösung. Der pH-Wert ist eine dimensionslose Zahl. Er ist der negative dekadische Logarithmus (= "Zehnerlogarithmus") der Wasserstoffionen-Aktivität. Der pH-Werte von verdünnten wässrigen Lösungen wird eingeteilt in: pH < 7 als saure wässrige Lösung, pH = 7 als neutrale wässrige Lösung, pH > 7 als basische (alkalische) wässrige Lösung. Eine einfache Bestimmung des pH-Wertes erfolgt durch visuellen oder farbmetrische Bewertung der Farbumschläge von Indikatorfarbstoffen. >> pH-Wert-Bestimmung.

pH-Wert-Bestimmung

Die exakte Bestimmung des pH-Werts erfolgt elektrometrisch (mit Glaselektroden). Die Glaselektrode liefert im Bereich pH 2 - 12 verlässliche, gut reproduzierbare Ergebnisse. In den Grenzbereichen sind die Messfehler größer. In der Praxis erfolgt die Bestimmung meist mithilfe von >> Indikatoren.

phthalatfrei

Produkte die in der Herstellung ohne den Einsatz von Phthalaten sogenannten "Weichmachern" auskommen. Phthalate kommen in vielen verbrauchernahen Produkten vor und sind z. B. in Weich-PVC immer enthalten. Sie dienen der Verbesserung der Weichheit, Dehnbarkeit und besseren Verarbeitung, und zählen zu den so genannten schwerflüchtigen organischen Verbindungen. Sie sind chemisch nicht fest gebunden und dünsten langsam, aber dauerhaft aus den Produkten aus. Es werden kontroverse Diskussionen über die Auswirkungen von Weichmachern auf die Umwelt und Gesundheit des Menschen geführt. Eine generelle Aussage über die Auswirkungen von "Weichmachern" ist insofern nicht möglich, weil je nach Anwendung unterschiedliche Gruppen von Chemikalien so bezeichnet werden. Bestimmte Weichmacher auf Basis von Phthalaten können Gesundheitsschäden verursachen, da sie in ihrer Wirkung bestimmten Hormonen ähnlich sind. Phthalatweichmacher wurden von der Europäischen Union für Kinderspielzeug verboten.

Plusenergie(bilanz)haus

Besseres Nullenergiehaus, das rechnerisch im Mittel mehr Energie produziert als es verbraucht. Die überschüssige Energie (Solarstrom) wird ins Stromnetz eingespeist.

Pol (Textiltechnik)

Bezeichnet ein Fadenmaterial als dreidimensionale Sonderform in Flor- oder Polgewebe in der Textiltechnik. Hierbei wird das dritte Fadensystem, der Polfaden, fest in das Grundgewebe aus Kette und Schuss eingebunden und verläuft senkrecht zu Kette und Schuss. Diese Schlingen können anschließend aufgeschnitten werden, um einen Velours oder Samt zu erzeugen. Typische Florgewebe sind z. B. echte Samte, gewebte Teppiche und gewebte Möbelstoffe mit Flor.

Poleinsatzgewicht

Die Produktionsvorgabe für den Garnverbrauch bei Polteppichen bezeichnet man als Poleinsatzgewicht. Allerdings ist es nicht nachprüfbar und daher für die Beurteilung von Teppichböden nicht wesentlich.

Polgewicht

Gewicht der Polgarne über dem Grundgewebe in g/m².

Polhöhe (Poldicke)

Höhe des Pols über dem Trägermaterial.

Polystyrol-Hartschaum

>> EPS-Hartschaum-Dämmplatten (expandierter Polystyrol-Hartschaum)

Polyurethan-Hartschaum (PUR)-Dämmplatten

Dämmstoffe aus Polyurethan-Hartschaum (PUR/PIR) zeichnen sich durch ihr besonders gutes Wärmedämmvermögen aus (Wärmeleitfähigkeit < 0,28 W/mK). Die hervorragenden Wärmedämmeigenschaften der geschlossenzelligen PUR/PIR-Hartschäume werden heute hauptsächlich durch das Treibmittel Pentan (Kohlenwasserstoff) oder durch CO² erzielt. Polyurethan-Hartschaum ist die Bezeichnung für eine Dämmstoff-Familie, die PUR- und PIR-Hartschäume einschließt. Werkmäßig hergestellte Polyurethan-Hartschaum-Wärmedämmstoffe sind über die europäische Produktnorm DIN EN 13165 geregelt. Welche Anforderungen ein Dämmstoff in einer bestimmten Bauanwendung zu erfüllen hat, ist in der nationalen Anwendungsnorm DIN V 4108-10 festgeschrieben. WDVS auf Basis PUR-Dämmplatten dürfen dort eingesetzt werden, wo nach bauaufsichtlichen Vorschriften die Anforderung "schwer entflammbar" oder "normal entflammbar" gestellt wird.

PUR-Harze

Polyurethanharze werden durch Polyaddition von Polyisocyanaten und Polyolen hergestellt. Als Bindemittel liefern sie hoch beständige Anstrichfilme gegen mechanischen Abrieb und viele Chemikalien. Je nach Zusammensetzung sind die Filme hoch flexibel bis hart, die Oberflächenwirkung ist seiden- bis hochglänzend. Geeignet für mineralische Untergründe, Metallflächen und Kunststoffe, innen und außen, sowie Holzflächen in Räumen. Mineralische Untergründe, die noch alkalisch reagieren, sind mit Epoxidharzgrundanstrichstoff vorzubehandeln. Das Polyisocyanat des Härters reagiert auch mit Feuchtigkeit. Deshalb ist bei der Verarbeitung Feuchtigkeit zu vermeiden, auch Luftfeuchtigkeit wirkt sich negativ auf die Beschichtung aus.

PW (Kurzzeichen)

PW = "Außenliegende Wärmedämmung (Perimeterdämmung) von Wänden gegen Erdreich (außerhalb Abdichtung)". Kurzzeichen für das Einsatzgebiet und die Eigenschaften von Wärmedämmstoff. Im Zuge der Vereinheitlichung der nationalen Normen auf einen einheitlichen europäischen Normenkatalog, wurden auch die Anforderungen an die Wärmedämmstoffe neu definiert. Die neue Normung nach DIN 4108-10 erlaubt eine bessere Zuordnung der Dämmstoffe zu den jeweiligen Einsatzgebieten und gibt gleichzeitig Eigenschaften an.