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Radikalfänger

Vorrangig aus der Medizin und dem Ernährungswesen bekannt als Stoffe, die in der Lage sind, freie Radikale "abzufangen" und damit deren schädigende Wirkung zu neutralisieren. Sogenannte Radikale werden auch durch UV-Strahlung im Holz erzeugt und gelten als Auslöser für die Kettenreaktionen, die zum Ligninabbau führen. Durch den Einsatz spezieller Beschichtungsstoffe mithilfe eingesetzter Radikalfänger wird dieser Prozess unterbunden und das Holz bleibt länger geschützt.

Reaktionsharz-Estrich (Bodenbeschichtung)

Im Bodenbeschichtungssystem wird je nach Schichtdicke zwischen Imprägnierung/Grundierung, >> Versiegelung, >> Beschichtung, >> Belag und >> Reaktionsharz-Estrich unterschieden. Der Begriff Reaktionsharz-Estrich wird gemäß dem Merkblatt der --> AGI über eine Schichtdicke von 5,0 - 15,0 mm definiert, gemäß dem Merkblatt des BEB über eine Schichtdicke von mind. 5,0 mm i. d. R. 8,0 - 15,0 mm.

Reaktionsharze

Reaktionsharze sind Kunstharze, die durch Zusammenmischen ihrer Bestandteile, meistens Stammlösung und Härter, chemisch reagieren und so die Aushärtung ermöglichen.

Reprofilierung von Beton

Wiederherstellung der ursprünglichen, geometrischen Form einer Bauteiloberfläche zum Beispiel mit PCC-Mörteln.

Restfeuchte

Restfeuchte ist der Wassergehalt einer Estrichprobe, der nicht kristallin gebunden ist. Die genaueste Methode zur Bestimmung des Feuchtegehaltes ist die sog. "Darr-Methode". Hierbei wird die zu untersuchende Baustoffprobe in einem Beutel luftdicht verpackt und im Labor gewogen. Die nasse Probe wird anschließend in einem Trockenofen (bei ca. 105 °C) vollständig ausgetrocknet. Nach der Trocknung erfolgt ein Gewichtsvergleich, die Differenz ergibt die exakte Bestimmung des Feuchtegehaltes. Auf der Baustelle wird zur schnelleren Bestimmung der Restfeuchte das CM-Gerät verwendet. Hierbei wird der Gasdruck von Acetylen gemessen, das sich aus chemischer Reaktion zwischen freiem Wasser der Materialprobe und Calciumcarbid bildet. Die Feuchteermittlung erfolgt anhand einer Tabelle nach Messwertablesung vor Ort.

Reversibel

Fachbegriff für "umkehrbar" (wieder löslich). Alle physikalisch trocknenden Lacke können von dem Lösungsmittel, in dem sie gelöst waren, nach dem Trocknen wieder an- bzw. aufgelöst werden.

Rili (Beton)

Richtlinie des Deutschen Ausschusses für Stahlbeton (>> DAfStb) "Schutz und Instandsetzung von Betonbauteilen" (Instandsetzungs-Richtlinie).

Riss-Injektion

Füllen von Rissen oder Hohlräumen unter Druck. Siehe auch ---> Verdämmung von Rissen.

Risse

Gemäß BFS Merkblatt Nr. 19 werden Risse in Baukörpern in verschiedene Rissarten unterschieden:

- Putzoberflächenrisse

- durch Putzlagen gehende Risse

- Stoß- und Lagerfugenrisse

- Risse durch Formveränderung unterschiedlicher Wandbildner

- bautechnische und konstruktionsabhängige Risse

- Baugrund bedingte Risse

Siehe auch ---> Rissüberbrückung

 

Rissüberbrückung

Für die Sanierung und Rissüberbrückung kommen unterschiedliche Sanierungsmaßnahmen in Betracht:

- plastoelastische Beschichtungsstoffe (Elastik-Fassadenfarben) die den Riss an der Putzoberfläche füllen und überspannen.

- Armierung der Flächen durch Einbettung eines Gewebes in geeignete Spachtelmassen.

Risse können nicht in jedem Fall dauerhaft mit anstrichtechnischen Mitteln überbrückt werden, da sie teilweise stärkeren Bewegungen unterliegen. Zur Vermeidung hoher Oberflächentemperaturen im Außenbereich und daraus resultierenden Bewegungen wird empfehlen zur weiteren Beschichtung vorrangig helle Farbtöne auszuwählen.

Ritzprobe

Auch bekannt als Gitter-Ritzprobe oder Nagel-Probe, ist die manuelle Prüfung von Untergrundoberflächen, besonders von Estrichoberflächen, mit einem harten und spitzen Gegenstand.

Rückenausrüstung

Um die Noppen fest im Trägermaterial zu verankern, benötigt die getuftete Teppichbodenware eine Beschichtung. Mehrere Arten von Beschichtungen sind erhältlich: Neben dem Glattstrich wird der sogenannte Doppelrücken, der der Ware eine erhöhte Stabilität verleiht, angeboten. Vielfach verwendet werden sowohl geprägter Schaum aus Latex als auch Kompaktschaum. Für Teppichboden-Platten werden Schwerbeschichtungen aus PVC, Polyurethan oder ataktischem Polypropylen verarbeitet.

Rutschhemmklasse

Kurz für "Bewertungsgruppe der Rutschhemmung (R)" gemäß der --> BG-Regel 181 "Fußböden in Arbeitsräumen und Arbeitsbereichen mit Rutschgefahr" (bisher ZH 1/571). Prüfnorm und -verfahren: DIN 51130. Die Bewertungsgruppe dient als Maßstab für den Grad der Rutschhemmung, wobei Beläge mit der Bewertungsgruppe R 9 den geringsten und mit der Bewertungsgruppe R 13 den höchsten Anforderungen an die Rutschhemmung genügen.