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Sanden (Beton)

Versagen der Haftung des Feinstkorns an der Oberfläche des Betons.

Saugfähigkeit

Fähigkeit eines Untergrundes oder einer Anstrichschicht, die flüssigen Anteile eines darauf aufgetragenen Anstriches aufzusaugen.

Scheuerbeständig nach DIN 53778

Alte Klassifizierung zur Einteilung von Innendispersionen. Wurde in 2001 abgelöst duch die ---> DIN EN 13300.

Scheuerbeständigkeit

Gemäß der ehemaligen DIN 53778 die Eigenschaft eines Dispersionsfarbenanstriches, bei Belastung in einem festgelegten Scheuerprüfverfahren mit bis zu 5.000 Scheuerzyklen nicht durchgescheuert zu werden. Wurde ersetzt durch die Nassabriebbeständigkeit nach >> DIN EN 13300.

Schlingenware

Teppiche mit einem Pol aus geschlossenen Noppen (Schlingenflor).

Schlussbeschichtung

Auch Deckbeschichtung genannt, bezeichnet gemäß DIN EN 971-1 die letzte Schicht einer Beschichtung.

Schwer entflammbare Baustoffe nach DIN 4102

Nach der DIN 4102 werden Baustoffe entsprechend ihrem Brandverhalten in zwei Baustoffklassen eingeteilt: A = nicht brennbare Baustoffe oder B = brennbare Baustoffe. Durch die Kennzeichnung mit Großbuchstaben und zusätzlicher Ziffer werden die Baustoffe nach deren Entflammbarkeit wie folgt unterteilt: B1 = schwer entflammbare Baustoffe (bei diesen Materialien muss das Feuer verlöschen, sobald die Flammenquelle entfernt wurde), B2 = normal entflammbare Baustoffe (einmal entflammte Baumaterialien dieser Gruppe brennen nach Erlöschen der Flammenquelle selbstständig weiter), B3 = leicht entflammbare Baustoffe. >> nicht brennbare Baustoffe

Sd-Wert

Der sd-Wert bezeichnet den Wasserdampf-Diffusionswiderstand eines Materials (in m). Jeder Baustoff besitzt ein unterschiedlich hohes Vermögen, für Wasserdampf durchlässig zu sein. Maßgeblich für die Berechnung des Diffusionsverhaltens von Bauteilen ist die Wasserdampf-Diffusionswiderstandszahl µ (My) der Bau- und Dämmstoffe. Der »µ-Wert« ist eine dimensionslose Größe. Er gibt an, um wie viel der Wasserdampfdurchlasswiderstand eines Bauteils bzw. Baustoffs größer ist als der einer gleich dicken Luftschicht (µ Luft = 1). Er ist im Wesentlichen von der Dichte des Baustoffes und der Art und Struktur der Poren, Zellen oder Luftzwischenräume abhängig. Wie diffusionsfähig ein Bauteil (Wand, Decke, Dach) ist, hängt ganz entscheidend von den verwendeten Materialien und deren Dicke ab. Als Diffusionswiderstand einer Schicht gibt man die Luftschichtdicke in Metern an, die der Diffusion denselben Widerstand entgegensetzen würde wie die betreffende Schicht. Je niedriger der sd-Wert, desto weniger wird der Wasserdampf auf dem Weg von der warmen zur kalten Seite gebremst. Für die Berechnung wird die Schichtdicke des Stoffes mit dem zugehörigen Diffusionswiderstandsfaktor µ multipliziert.

Shading

Als Shading bezeichnet man bleibende Schattierungseffekte, die während des Gebrauchs, bedingt durch bleibende Florverwerfungen mit Hell-Dunkel-Effekt, auf samtartigen Oberflächen, z. B. Velours, entstehen. Daraus entwickeln sich inselartige Flächenkonturen. Dieses Phänomen konnte bis jetzt weder wissenschaftlich, textiltechnologisch noch bearbeitungstechnisch aufgeklärt werden.

Sheeneffekt

Bezeichnet das Phänomen matt beschichtete Wand- und Deckenflächen bei bestimmten Lichtbedingungen und Betrachtungswickel glänzend wirken zu lassen. Der Sheeneffekt stellt sich nur bei Streiflicht und seitlicher Beobachtung ein, nicht bei direkter Aufsicht. Derartige Glanzspiegelungen werden durch z. B. hohen Lichteinfall über decken- oder wandbündigen Fenstern und Türen, Oberlichtfenstern in Deckenkonstruktionen oder auch Wandstrahler begünstigt.

Siliconharzfarben

Wasser abweisend wirkende Anstrichfarben auf Siliconharz-Emulsionsbasis in Kombination mit Dispersionsbindemitteln. Siliconharzfarben vereinen die positiven Eigenschaften von mineralischen und kunstharzgebundenen Werkstoffen. Sie sind wie >> Dispersionsfarben ausgesprochen wasserabweisend und gleichzeitig ähnlich wie >> Silikatfarben sehr (wasser)dampfdurchlässig.

Silikatfarbe

Anstrichstoff, der als Bindemittel Kali-Wasserglas enthält. Die Härtung erfolgt durch Verkieselung (kristalline Versteinerung) mit dem Untergrund. Dispersions-Silikatfarben sind Silikatfarben mit Zusätzen von maximal 5 % Massenanteil organischer Bestandteile, bezogen auf die Gesamtmenge des Beschichtungsstoffes.

Sinterschicht

Sinterschicht, auch Sinterhaut genannt, ist eine Anreicherung von Bindemittel und Feinteilen an der Oberfläche, die eine dünne, harte Schicht bilden. Sie entsteht, wenn die Oberfläche zu lange bearbeitet, z. B. verdichtet, geglättet, wird. Sie ist erkennbar an ihrem deutlichen Glanz und stellt einen haftungsfeindlichen Untergrund dar. Daher müssen Sinterschichten vor der Ausführung von Beschichtungsarbeiten durch z. B. Abschleifen entfernt werden. Siehe hierzu auch BFS-Merkblätter 1, 8, 14 und 20.

Spachtelmasse

Pigmentierter, hochgefüllter Beschichtungsstoff, der zieh-, streich- oder spritzbar eingestellt sein kann, vorwiegend zum Ausgleich von Unebenheiten des Untergrundes und zum Schließen von Oberflächenporen.

Spezifisches Gewicht

Das spezifische Gewicht ist der Quotient aus der Gewichtskraft eines Körpers und seinem Volumen ([?] = N/m³ (Gamma = Newton pro Kubikmeter)). Das spezifische Gewicht ist, genau wie die Gewichtskraft, ortsabhängig.

Standvermögen

Eigenschaft einer Beschichtung, z. B. bezogen auf eine Lackfarbe, an senkrechten Flächen nicht abzulaufen. Der Lackfilm bildet bei ausreichendem Standvermögen keine "Läufer". Bei zu hoher Schichtdicke jedoch bilden sich auch bei Lackfarben mit hohem Standvermögen Abläufer. Diese Lacke lassen in der Regel den Auftrag höherer Schichtdicken zu, sind jedoch etwas schwerer "zäher" zu verarbeiten und unregelmäßiger im Verlauf.

Steinwolle Dämmplatten

Steinwolle ist ein anorganischer Mineralfaserdämmstoff nach DIN 18165. Sie wird aus Basalt und Diabasgestein hergestellt. Die Fasern der Dämmplatten laufen parallel zur Untergrundfläche. Ein besonderer Vorteil von Steinwolle ist ihre Nichtbrennbarkeit. ---> Mineralwolle-Dämmplatten

Steinwolle-Lamellen-Dämmplatten

Sie sind eine hochfeste Variante der Steinwolle-Dämmplatte. Das Ausgangsprodukt ist der vorgenannte Steinwolle-Dämmstoff, allerdings laufen die Fasern dieser Dämmplatten senkrecht zum Untergrund.

Streichputz

Feinkörniger Dispersionsputz, der im Gegensatz zu anderen Putzbeschichtungen in der Regel mit einer Bürste (Deckenbürste) relativ dünnschichtig aufgetragen wird. Aufgrund der geringen Schichtdicke sind Streichputze nicht in der Lage, größere Unebenheiten oder Fehlstellen auszugleichen. Oftmals bildet die feinkörnige, griffige Struktur auch die Grundlage für weitere Beschichtungen oder auch kreative Gestaltungen im sog. "mediterranen Stil".