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Tapeten-Rapport

Wiederkehrende Musterdetails im Tapetendruckbild, auf die beim Tapezieren Rücksicht genommen werden muss. Die Größe des Rapports ist auf den Einlegern der Tapetenrollen neben der Anfertigungsnummer gekennzeichnet. Die Kennzeichnung gibt die Laufrichtung sowie die Maße des Musters (Rapport-Höhe) an.

Taupunkt-Temperatur (°C)

Die Temperatur der Luft bzw. des Baustoffes, bei der die relative Luftfeuchte den Wert 100% erreicht, sodass mit überschreiten dieser Grenze Niederschlag (Tauwasser) entsteht. Somit die Temperatur, bei der die Luft mit Wasserdampf gesättigt ist. Je niedriger die Temperatur ist, desto weniger Wasserdampf kann die Luft aufnehmen. Bei Temperaturabfall auf die Taupunkt-Temperatur, zum Beispiel an kühleren Wandflächen, tritt die Kondensation von Wasserdampf ein.

Taupunkttabelle

Die Taupunkttabelle gibt an, bei welchen Oberflächentemperaturen Kondensat auftritt, in Abhängigkeit von der Lufttemperatur und der relativen Luftfeuchtigkeit. So wird z. B. bei einer Lufttemperatur von 20 °C und einer relativen Luftfeuchtigkeit von 70 % Kondensat auf nicht saugenden Oberflächen mit Oberflächentemperaturen unter 14,4 °C anfallen.

Temperaturdehnzahl

Die Temperaturdehnzahl gibt an, um wie viel mm sich ein fester Baustoff von 1 Meter Länge je 1 Kelvin Temperaturunterschied ausdehnt bzw. zusammenzieht.

Teppichboden-Rapport

Gleichmäßige Wiederkehr der Punkte in einem gemusterten Teppichboden, die beim Verlegen, besonders bei Ware mit großflächigen Rapporten, ein sorgfältiges Anpassen der einzelnen Einheiten erfordert.

Thixotropie

Ist die Eigenschaft mancher Stoffe, die im Ruhezustand gelartig und hoch viskos sind, sich bei Energiezufuhr (z. B. Rühren, Streichen, Schütteln) zu verflüssigen. Kommen sie in den Ruhezustand, nehmen sie wieder ihren ursprünglichen Zustand an. Dies kann nach Belieben wiederholt werden.

Topfzeit

Maximale Zeitspanne, in der ein in getrennten Bestandteilen gelieferter Beschichtungsstoff nach dem Vermischen zu verarbeiten ist.

Tränken von Rissen

Füllen von Rissen ohne Druck.

Transmissionswärmeverlust

Wärme, die durch Bauteile nach außen entweicht.

Treibhauseffekt

Bei dem Treibhauseffekt spricht man von der Erwärmung des Bodens und der unteren Atmosphäre der Erde. Dies geschieht durch strahlungswirksame Gase (sog.Treibhausgase wie z.B. Kohlenstoffdioxid, Ozon, Methan). Ohne den Treibhauseffekt, nur durch Sonnenstrahlung, läge die Temperatur auf der Erde bei ca. -18 C° und wäre somit ein lebensungeeigneter Raum. Durch den Treibhauseffekt liegt die durchschnittliche Temperatur derzeit bei ca. 15 C°.

Trennmittel (Beton)

Stoffe, die das Entschalen von Bauteilen erleichtern.

Trittschall

Übertragung von Gehgeräuschen über Decken in darunter liegende Räume. Decken werden gedämmt durch schwimmende Estriche, Teppichböden und elastische Verbundbeläge. Kennzeichnende Größe ist das Verbesserungsmaß, das in Dezibel [dB] angegeben wird.

Trockenmörtel (Beton)

Trockenmörtel ist das Gemenge aus Zement, Zuschlag und Zusätzen. Trockenmörtel kann Kunststoff (Polymeranteil) in Form von Pulver enthalten.

Trockenschichtdicke

>> Filmdicke

Trocknungsbedingungen

Allgemeine Bezeichnung für die zum Erreichen der Trockung einer Beschichtung notwendigen Faktoren wie z. B. Trockungsart, -zeit und -temperatur. Im Gegensatz zu lösemittelbasierten Produkten spielen die äußeren Bedingungen wie Temperatur und Luftfeuchtigkeit bei der Trocknung wässriger Beschichtungen, z. B. Dispersionsfarben und Putze, eine wesentlich bedeutendere Rolle.

TSR-Wert

Der TSR-Wert berücksichtigt das komplette von der Sonne auf die Erde auftreffende elektromagnetische Wellenspektrum, also auch den für das menschliche Auge nicht sichtbaren Infrarotbereich. TSR steht für Total Solar Reflectance, die Werte variieren wie beim HBW von 0 bis 100, wobei ein hoher Wert eine gute (geringe Aufheizung) und ein niedriger entsprechend eine schlechtere Reflexion (hohe Aufheizung) bedeutet.

Weitere Infos unter: www.brillux.de/solreflex.

Tufting (Teppichboden)

Häufigstes Herstellungsverfahren für Teppichböden. Auf der Tuftingmaschine wird das Polgarn nach dem Nähmaschinenprinzip in ein Trägermaterial eingenadelt, allerdings mit vielen hundert Nadeln gleichzeitig. Der Pol wird mit dem Produktionsgang auf der Unterseite des Grundmaterials, der späteren Nutzschicht, dadurch gebildet, dass bei jeder Nadel zwischen Polgarn und Nadel ein Greifer rückt, der nach dem Zurückgleiten der Nadel das Material festhält. Bei dem folgenden Arbeitsgang gibt der Greifer die vorher gebildete Schlinge frei, um erneut eine Schlinge zu bilden. Wird Velours-Ware produziert, arbeiten die Greifer zusätzlich mit einem Messer, das die Schlinge zu Velours aufschneidet. Die Noppenzahl pro Quadratmeter ergibt sich aus der Nadelteilung und der Wahl der Stiche. Die Stichzahl reguliert sich durch die Geschwindigkeit, mit der das Trägermaterial beim Tuftprozess durch die Maschine geführt wird. Die Polhöhe ergibt sich aus der Distanz zwischen Greifer und Trägermaterial.