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U-Wert (Wärmedurchgangskoeffizient)

Der U-Wert (früher k-Wert) bezeichnet die Wärmemenge, die in 1 Sekunde durch eine Bauteilfläche von 1 m² bei einem Temperaturunterschied von 1 Kelvin hindurchgeht. Zu berücksichtigen sind dabei Dicke, Material und Schichtaufbau des Materials. Je kleiner der Wärmedurchgangskoeffizient eines Bauteils, desto besser ist seine Wärmedämmung. Von der Höhe des U-Wertes hängt die erforderliche Dämmstoffdicke ab. Der U-Wert bzw. der Wärmedurchgangskoeffizient ist die gängigste Größe, die den Wärmeschutz eines Bauteils angibt. Er berechnet sich aus dem Kehrwert des Wärmedurchgangswiderstands RT. Formelzeichen: U - Maßeinheit: W/(m²×K).

Untergrundprüfung

Prüfung eines zu beschichtenden Untergrundes nach Art und Beschaffenheit. Entsprechend der DIN 18363 ist der Maler und Lackierer verpflichtet, den Untergrund auf Mängel zu überprüfen. Eine vorherige, sachgerechte Prüfung ist auch im Hinblick auf die Gewährleistung von entscheidender Bedeutung. Der Verpflichtung kann der Maler nur dann sinnvoll nachkommen, wenn er die Eigenschaften und den Zustand der Untergründe kennt. Die Prüfungen beschränken sich auf einfache Methoden unter den Bedingungen am jeweiligen Objekt, mit denen eine relativ schnelle Beurteilung möglich ist, z. B. Sichtprüfung, Kratzprobe, Spanprobe, Benetzungsprobe, Saugprüfung, Feuchtigkeitsmessung, Abrissprobe, Reaktionsprüfung (pHWert), Gitterschnitt u. Ä.

Untergrundvorbereitung

Die Oberflächen, z. B. mineralische Baustoffe, Holz, Metall, Kunststoff usw., werden bei der Ausführung von Maler- und Lackierarbeiten nach DIN 18363 für die zur Ausführung vorgesehene Beschichtung vorbereitet. Entsprechend der Vielzahl möglicher Beschichtungsstoffe, der unterschiedlichen Untergründe und dem Resultat der Untergrundprüfung varieren Umfang und Art der erforderlichen Vorbehandlungsmaßnahmen. Der Verarbeiter entscheidet nach Sachverstand, produktbezogenen und technischen Hinweisen des Herstellers, welche Vorbehandlung und Grundierung erforderlich ist. Die Sauberkeit des Untergrunds (Entstauben, Reinigen) ist eine grundlegende Voraussetzung. Aufrauen, Sandstrahlen, Glätten, Imprägnieren, Absperren, Grundieren, Hydrophobieren u. Ä. können notwendige Arbeiten vor dem Aufbringen eines Beschichtungssystems sein und sind für dessen Funktionalität und Haltbarkeit mitentscheidend.

Unterrostung

Die Bildung von Rost unter der Beschichtung, ohne dass der Rost auf der Oberfläche sichtbar sein muss. Entstehen kann eine Unterrostung durch Beschädigungen in der Anstrichoberfläche, durch die Feuchtigkeit und Sauerstoff eindringen können. Unterrostung führt letztendlich zum Abplatzen des Anstriches.

unverseifbar

Die Beständigkeit einer Beschichtung durch einen alkalischen Untergrund in Verbindung mit Feuchtigkeit nicht angegriffen (zerstört) zu werden. Siehe auch "Verseifung".

UV-Beständigkeit (Holz)

UV-beständig bei gestrichenem Holz bedeutet Schutz vor der UV-Strahlung der Sonne und damit vor dem Vergrauen des Holzes. Um Holzbauteile im Außenbereich vor Zerstörung durch UV-Strahlen zu schützen, werden z. B. Lasuren mit speziellen UV-absorbierenden Pigmenten eingesetzt. Nicht pigmentierte, farblose Anstrichstoffe sowie helle Lasuranstrichstoffe können eine Vergrauung der Holzoberfläche bei direkter Bewitterung nicht verhindern. Um einen ausreichenden UV-Schutz zu erhalten, sollten dann mittel und dunkel getönte Lasuren oder deckende Anstriche eingesetzt werden.