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Velours

Teppichböden mit aufgeschnittenen Polschlingen.

Verdämmung von Rissen

Ist die Abdichtung, die während des Injektionsverfahrens von Rissen (Verpressen) das Austreten des Füllgutes aus dem Riss verhindert.

Verdrängungsraum

Damit pastöse oder faserig-zähe Stoffe keinen flächigen "Schmierfilm" bilden, sind für bestimmte Bereiche Beläge vorgeschrieben, die nicht nur trittsicher sind, sondern auch einen Verdrängungsraum ("V") unterhalb der sog. "Geh-Ebene" aufweisen. Ein Bodenbelag darf nur mit dem Kennzeichen "V" für Verdrängungsraum gekennzeichnet werden, wenn das Volumen des Verdrängungsraumes das Maß von 4 cm³/dm² überschreitet. In der Regel erfordern Bodenbeläge in Arbeitsräumen und -bereichen mit hoher Rutschgefahr, hervorgerufen durch große Mengen gleitfördernder Stoffe, auch größere Verdrängungsräume. Bezeichnung des Verdrängungsraumes/Mindestvolumen des Verdrängungsraumes (cm³/dm²): V4 = 4 cm³/dm², V6 = 6 cm³/dm², V8 = 8 cm³/dm², V10 = 10 cm³/dm².

Verkieselung

Die Erhärtung von Silikatfarben (Bindemittel Kaliwasserglas) erfolgt physikalisch durch verdunsten des Wassers und chemisch durch Aufnahme von CO². Diese "kristalline Versteinerung" mit dem Untergrund nennt man Verkieselung.

Vernetzung

Vernetzung ist die Bildung eines dreidimensionalen molekularen Netzwerks über Hauptvalenzen, ein chemischer Vorgang bei der Filmbildung zahlreicher Lacke. Die Vernetzung kann durch Zusatz chemischer Substanzen, durch Wärme oder durch Strahlung bzw. durch Kombination dieser Einwirkungen bewirkt werden.

Verseifung

Chemischen: Die Hydrolyse (Aufspaltung) von Estern durch die Einwirkung von Alkali (Lauge), wodurch die betreffende Verbindung wieder in die dem Ester zu Grunde liegenden Bausteine Alkohol und Säure zurückgeführt wird.

Erklärung: Durch einen feuchten, alkalisch reagierenden Untergrund, wie z.B. frischen mineralischen Putz oder neuen Beton, kann das Bindemittel einer Dispersionsfarbe oder eines Dispersionsputzes aber auch Öl- oder Alkhydharzfarbe angegriffen und bei länger Einwirkung schließlich ganz oder teilweise zerstört werden. Die Anwesenheit von Feuchtigkeit ist beim Verseifungsvorgang immer erforderlich. Die Folge dieser Reaktion ist z. B. Haftungsverlust. Die Beschichtung wird von unten, vom Untergrund her angegriffen. Ausschlaggebend dafür, ob ein Bindemittel leicht oder schwer verseifbar ist, sind die Kettenlänge, die Lage und die Anzahl der Estergruppen, die sich bei nahezu allen Dispersionsbindemitteln finden, jedoch unterschiedlich stark anfällig gegen Verseifung sind. Für Außenanwendungen werden heute praktisch nur noch schwer verseifbare bzw. gut alkalibeständige (wässrige) Bindemittel für die Anwendung auf alkalisch reagierenden Untergründen eingesetzt, so dass reine Verseifungsschäden ausgesprochen selten geworden sind.

Versiegelung (Bodenbeschichtung)

Im Bodenbeschichtungssystem wird je nach Schichtdicke zwischen >> Imprägnierung/Grundierung, >> Versiegelung, >> Beschichtung, >> Belag und >> Reaktionsharz-Estrich unterschieden. Der Begriff Versiegelung wird gemäß dem Merkblatt der --> AGI über eine Schichtdicke von 0,1 - 0,3 mm definiert, gemäß dem Merkblatt des BEB über eine Schichtdicke von mind. 0,1 mm i. d. R. 0,2 - 0,3 mm.

VG - vorgrundiert

>> Glasgewebe VG - vorgrundiert

VG K - wasseraktivierbare Kleberschicht

>> Glasgewebe VG K -

Viskosität

Bezeichnet das Fließverhalten flüssiger Systeme und somit die auf der inneren Reibung beruhende Zähigkeit einer Flüssigkeit. Diese Zähigkeit bezeichnet man auch als "Fließwiderstand". Die Viskosität von Lackfarben wird in der Regel mit einem Messbecher nach DIN 53 211 gemessen. Sie macht sich bemerkbar beim Rühren und bei der Verarbeitung.

VOB

Die Vergabe- und Vertragsordnung für Bauleistungen (VOB) ist die verbindliche Grundlage für alle öffentlichen Bauaufträge in Deutschland. Sie ist Maßstab für Bauverträge und bauvertragliche Abmachungen, häufig auch im privaten Bereich. Die VOB besteht aus drei Teilen: Teil A - DIN 1960, Allgemeine Bestimmungen für die Vergabe von Bauleistungen. Teil B - DIN 1961, Allgemeine Vertragsbedingungen für die Ausführung von Bauleistungen. Teil C - DIN 18299 ff, Allgemeine Technische Vertragsbedingungen für Bauleistungen. Herausgeber der VOB ist das DIN Deutsches Institut für Normung e. V. im Auftrag des Deutschen Vergabe- und Vertragsausschusses für Bauleistungen (DVA).

VOC

VOC ist die Abkürzung für volatile organic compounds (= flüchtige organische Substanzen). Gemäß Definition der Weltgesundheitsorganisation sind VOC organische Substanzen mit einem Siedebereich von 60 bis 250°C. Hierzu zählen z. B. Verbindungen der Stoffgruppen Alkane/Alkene, Aromaten, Terpene, Halogenkohlenwasserstoffe, Ester, Aldehyde und Ketone. >> VOC Verordnung

VOC-Verordnung

Die Chemikalienrechtliche Verordnung vom 16. Dezember 2004 dient der Begrenzung der Emissionen flüchtiger organischer Verbindungen (VOC) durch Beschränkung des Inverkehrbringens lösemittelbasierter Farben und Lacke. Ziel der Verordnung ist die Minimierung von VOC-Emissionen, um die daraus resultierende Bildung des umwelt- und gesundheitsschädlichen troposphärischen Ozons (Sommersmog) zu vermindern. Hierzu wird der Gehalt an Lösemitteln in Bautenbeschichtungen sowie Produkten der Fahrzeugreparaturlackierung durch Festlegung von Höchstwerten begrenzt, die in zwei Stufen seit 2007 bzw. 2010 einzuhalten sind.