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CERES-Tower, Pratteln

Konkaves Wohn- und Bürogebäude mit Fernwirkung.

Bautafel

Standort Hohenrainstrasse 24, Pratteln

Bauherr Credit Suisse Real Estate Fund Living Plus, CreditSuisse AG, Real Estate Investment Management, Zürich, CH

Planung atelier ww Architekten SIA AG, Zürich

Ausführung Vocat AG, Zürich

  • <p>Ein Blick in das helle und offene Treppenhaus des Gewerbe-Sockels.</p>

    Ein Blick in das helle und offene Treppenhaus des Gewerbe-Sockels.

  • <p>Die Innenausstattung wurde mit hochwertigen Materialien ausgeführt.</p>

    Die Innenausstattung wurde mit hochwertigen Materialien ausgeführt.

  • <p>Sämtliche Farben innerhalb des Wohnbereichs bewegen sich in dezenten, erdigen Tönen.</p>

    Sämtliche Farben innerhalb des Wohnbereichs bewegen sich in dezenten, erdigen Tönen.

  • <p>Die lichtdurchfluteten Wohnungen sind sehr beliebt.</p>

    Die lichtdurchfluteten Wohnungen sind sehr beliebt.

  • <p>Ceres ist die römische Göttin des Ackerbaus, der Fruchtbarkeit und der Ehe.</p>

    Ceres ist die römische Göttin des Ackerbaus, der Fruchtbarkeit und der Ehe.

  • <p>Der CERES-Tower bietet 136 Wohnungen in ganz unterschiedlichen Größen an.</p>

    Der CERES-Tower bietet 136 Wohnungen in ganz unterschiedlichen Größen an.

Die Ästhetik des Wohn- und Büroturms, der im vergangenen Sommer am Standort Pratteln fertiggestellt wurde, weckt Assoziationen mit bester 50er-Jahre-Gestaltung: feingliedrig, elegant, zeitlos und trotzdem enorm spannungsvoll.

Der Basler Vorort Pratteln war lange als Industriemetropole durch weltweit bekannte Hersteller wie Henkel oder Schindler geprägt gewesen. Nachdem viele der Firmen den Standort verlassen oder ganz geschlossen hatten, war es zunächst zu einem gewissen Stillstand in der Gemeinde gekommen. Doch seit einigen Jahren tut sich wieder etwas. Der CERES-Tower ist bereits das dritte Hochhaus in Pratteln, was für einen 16.000-Einwohner-Ort beachtlich ist. Entstanden war die Idee des CERES-Towers bereits vor einigen Jahren, als der damalige Investor und Kunstsammler Hermann A. Beyeler die Idee hatte, ein Hochhaus unter anderem als würdigen Rahmen für das Gemälde der Göttin Ceres, gemalt von Peter Paul Rubens, zu bauen.

Über einem quadratischen Grundriss mit nach innen gewölbten Fassadenflächen erhebt sich das 24-geschossige Gebäude bis zu einer Höhe von 81,33 Metern. Den oberen Abschluss bildet ein durch Schwerter aufgestellter, quadratischer Kranz. Die metallene, vorgehängte Fassade tritt durch einen dunklen Anthrazitton sehr wertig in Erscheinung. Gleichzeitig wurde der Farbe ein leichter Perlglimmer beigefügt, der die Ansicht auflockert und das Gebäude je nach Lichteinfall und Perspektive farblich differenziert. Zudem wurden die schmalen Lisenen, die die Fenster mittig teilen, in einem hellen Beigegrau ausgeführt. Diese vertikalen, quasi gestrichelten, weil durch horizontale Achsen unterbrochenen Linien scheinen den Turm zusätzlich in die Höhe zu strecken. Interessant an der Fassade ist auch die Alternative, die die Architekten zur Verhinderung des Brandüberschlages gewählt haben: Während häufig – und so auch zunächst in diesem Projekt – die Fensterbrüstungen entsprechend ausgeführt werden sollten, entschied man sich hier schließlich dafür, den Fenstersturz zur Einhaltung der Vorschriften in Trockenbauweise auszubilden und so den Blick nach unten, dem in einem Hochhaus deutlich mehr Beachtung zukommt, freizuhalten.

Während sich der auch auf weite Sicht angelegte Wohnturm über dem beschriebenen quadratischen Grundriss erhebt, bilden die unteren Bürogeschosse einen breiten Sockel, in dem sich das Gebäude über die Ecken des Quadrates hinaus verlängert und ihm so eine starke Basis verleiht. Im Gebäudeinneren sind die drei Nutzungszonen (Wohnen, Büros und Untergeschosse) auch farblich voneinander abgehoben, indem die Kernzonen in drei verschiedenen Farbtönen angelegt sind. Dabei ist der Blauton der Untergeschosse, der auch noch einmal im Technikgeschoss unter dem Dach auftaucht, der kräftigste Ton, mit einer erstaunlichen Tageslichtwirkung. In den Büroetagen sind die Wände und Türen der Kern- und Kernvorzone in einem hellen und einem dunklen warmen Grau angelegt. Der zunächst für den Wohnbereich vor gesehene Rotton wurde am Ende jedoch nur an den Türen realisiert, da die Wirkung des hellen Rots, insbesondere in Verbindung mit den gewählten Leuchtmitteln, nicht den Vorstellungen von Architekten und Bauherren entsprach. Sämtliche Farben innerhalb des Wohnbereichs bewegen sich in dezenten, erdigen Tönen zwischen Weiß, Grau sowie verschiedenen Brauntönen.

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