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4. Juli 2018 Nachmittagsarchitektur in Maastricht

Das Stadtbild und Image von Maastricht wird nicht nur durch die historische Innenstadt, sondern auch durch die verschiedenen neuen Entwicklungen der letzten Jahrzehnte entscheidend geprägt. Durch besonderes Qualitätsmanagement soll sich Maastricht als attraktiver Handels- und Wohnstandort neu positionieren.

Mittlerweile sind in und um die Innenstadt viele Leuchtturmprojekte entstanden, die Ihnen Hans Hoorn, ehemals stellvertretender Direktor des Stadtentwicklungsamtes und zugleich Vorsitzender der Stadtgestaltungskommission von Maastricht, zeigen möchte.

Den Abschluss findet die Tour im Lumière Cinema, ein neu gestalteter Kulturcluster in denkmalgeschützten Hallen, der neben Kinos auch ein Restaurant mit einzigartiger Atmosphäre bietet.

Die Stationen der Tour

Centre Céramique und Céramique Viertel (Jo Coenen, 1999–2003)

Das 22 ha große Céramique-Viertel zeichnet sich durch ein Nebeneinander von Wohnen, Arbeiten und Freizeitgestaltung aus. Entwickelt wurde es von dem bekannten niederländischen Architekten und Stadtplaner Jo Coenen auf dem ehemaligen Gelände der Keramikfabrik – Societe Céramique –, die bis 1987 in Betrieb war.

Die einzelnen Gebäude wurden von international namhaften Architekten wie Aldo Rossi, Luigi Snozzi, Alvaro Siza Viera, Mario Botta u.a. entworfen. Den Mittelpunkt bildet der Plein 1992 – Platz 1992 –, an dem sich das Centre Céramique und das Derlon Theater befinden. Die filigrane De Hoge Brug von Greisch und Jo Coenen (2003) führt vom Platz auf die andere Seite der Maas.

Foto: Kim Zwarts

Buchhandlung Selexyz Dominicanen (Innenbesichtigung) (Merkx + Girod Architecten, 2006)

Typisch für Maastricht sind die gelungenen Kombinationen aus Alt und Neu. Einige der zahlreichen Klöster und Kirchen wurden mit neuen Funktionen versehen. Nicht nur das Stadtarchiv und einige Fakultäten der Universität befinden sich in einer historischen Hülle, auch studentisches Wohnen hat sich in ehemals sakralen Räumen etabliert. Eines der bekanntesten Projekte ist sicherlich die Buchhandlung Selexyz Dominicanen, die auf die Architekten Merkx + Girod zurückgeht.

Foto: Roos Aldershoff

The Student Hotel – Eiffelgebouw (Innenbesichtigung) (Braaksma + Roos Architecten BV, 2012–2018)

Von 1928 bis 1941 war das Eiffelgebouw Teil der Sanitärfabrik "De Koninglijke Sphinx". Nach über sechs Jahren Leerstand des gesamten Fabrikgeländes entwickelte die Stadt Maastricht einen ambitionierten Plan für dieses "Sphinxquartier" mit wichtiger kultureller Funktion. Im Eiffelgebouw sollen flexible Flächen für teilweise unbekannte Nutzer entstehen. Einer der Nutzer ist das "Student Hotel", das mit 378 Zimmern, Restaurant und Konferenzräumen eine hohe Anforderung an die Planer stellt.

Foto: Hans Hoom

Lumière Cinema (Innenbesichtigung) (JHK Architecten, Verlaan & Bouwstra Architecten, 2016)

Im Auftrag des Maastrichter Stadtrates hat JHK Architecten in Zusammenarbeit mit Verlaan & Bouwstra Architecten das ehemalige Elektrizitätswerk und die Kesselhäuser der Sphinx-Fabrik in Maastricht zu einem Kulturcluster umgebaut.

Der Komplex von 1910 besteht aus vier Gebäuden: der denkmalgeschützten Maschinenhalle an der Bassin-Ecke, zwei Kesselhäusern direkt dahinter und einer Schreinerei. In den ehemaligen Kesselhäusern sind sechs Kinos mit einer Gesamtkapazität von 500 Plätzen untergebracht. Die neu gestaltete Anlage kombiniert das industrielle Erbe der Sphinx mit "State of the art"-Kinos und schafft somit einen ganz besonderen Ort in einzigartiger Lage.

Foto: Marcel van der Burg

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