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Brillux Digitale Nachmittagsarchitektur Begeisternd rangezoomt: Wohnen auf dem Wasser in Amsterdam

Die erste „Digitale Nachmittagsarchitektur“, veranstaltet von Brillux, war in Windeseile ausgebucht: 500 Teilnehmende erlebten am 25. Februar 2021 mit dem neuen Brillux Exkursionsformat einen kurzweiligen und kenntnisfördernden Kurztrip in die vielgestaltige Amsterdamer Welt schwimmender Wohnviertel – Historie, Zukunftsperspektive und Einblicke in die pragmatische Herangehensweise unserer niederländischen Nachbarn inklusive.

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„Dort, wo der Rhein eine Identitätskrise bekommt, beginnen die Niederlande“, stellte die Architekturjournalistin und Guide Anneke Bokern, archtour, Amsterdam, bildstark in den virtuellen Raum und setzte damit den Ton für den so unterhaltsamen wie facettenreichen digitalen Streifzug. Denn schließlich sind die gesamten Niederlande auf Rheindelta gebaut. Ohne die seit Jahrhunderten vorangetriebenen Infrastruktur- und Landgewinnungsmaßnahmen sowie ein ausgeklügeltes Wassermanagement würden, so zeigte es Bokern auf, bei Hochwasserlagen 60 Prozent des Landes „volllaufen“. Keine Nation habe sich so sehr mit Bauen und Wasser beschäftigt, keine sei deshalb so auf den Klimawandel vorbereitet und von keiner könne man folgerichtig so viel lernen wie von den Niederlanden. Anhand von vier in den letzten 30 Jahren realisierten Projekten konnten die Teilnehmenden nachvollziehen, wie pragmatisch unsere Nachbarn funktionalen, ästhetischen und nachhaltigen Wohnraum auf dem Wasser schaffen.

Ein ganzes Stadtviertel im Dialog mit dem Wasser
Was tun, wenn dafür aber in einem doppelt so dicht besiedelten Land wie in Deutschland nur eine sehr begrenzte Fläche zur Verfügung steht? Die Stadtentwicklung in Amsterdam nutzt hier Multicodierungen, um urbane Räume zu gestalten. Davon gaben die drei ersten Haltepunkte der Exkursion einen beispielhaften Eindruck. Sie alle sind verortet in IJburg. Der neue Stadtteil im Südosten Amsterdams entsteht seit den 1990er-Jahren durch Sandaufspülung im IJsselmeer und soll nach seiner Fertigstellung Wohnraum für mehr als 45.000 Menschen bieten. Ein Kai mit 34 Liegeplätzen für Wohnboote fällt sofort ins Auge und war die erste Station der Digitalen Nachmittagsarchitektur. Hier wurden alte Frachtschiffe von Architekten in bis zu 180 Quadratmeter individuellen Wohnraum verwandelt. Gleichzeitig sind sie ein Instrument des „Place Making“ in IJburg: Sie schaffen Atmosphäre für das gesamte Wohnviertel. 

Einen Steinwurf entfernt zeigte der zweite Exkursionshalt die ersten treibenden Häuser der Niederlande, die vor rund zehn Jahren realisiert worden sind. Jedes der einzelnen Wasserhäuser wurde in einer Werft mit derselben Kubatur nach demselben Konstruktionsprinzip – doppelschalige Betonwanne für den Auftrieb und zweigeschossiger Holzaufbau – gestaltet, an den Standort gebracht und dann individuell ausgebaut. Hausanschluss- und Erschließungsdetails erwiesen sich als mindestens genauso interessant wie Entwurfsvarianten. Als drittes Projekt nahmen die Teilnehmenden die Projektion des schwimmenden Hauses in deutlich verdichteter Form unter die Lupe: In einem weiteren Gebiet des neuen Stadtteils sind bis zu drei Hausmodule „aneinandergeklickt“. Hier haben sich die Planer das Seecontainer-Prinzip zum Vorbild genommen. 

Ein schwimmendes, zirkuläres Wohngebiet
Für das vierte und letzte Beispiel des neuen Wohnens auf dem Wasser fand ein schneller Ortswechsel in den Amsterdamer Norden statt. Das erst kürzlich fertiggestellte Projekt Schoonschip bezeichnet sich selbst als "nachhaltigstes schwimmendes Wohnviertel in Europa" und ist auch ein großes Experimentierfeld für radikal weitergedachtes ökologisches Wohnen. Die 46 Wohnungen auf 30 Wassergrundstücken kommen mit genau einem kommunalen Anschluss aus und sind ansonsten in ihrer Strom- und Wasserversorgung durch Maßnahmen wie Wärmepumpen, Solarpanels, Smart Grid und Duschen mit geschlossenem  Wassersystem zirkulär und fast autark aufgestellt.
 
Nächste Station: Barcelona
„Ich habe gestern an der Onlineveranstaltung „Nachmittagsarchitektur Amsterdam“ teilgenommen und war sehr begeistert! Das sind genau die Momente, an denen ich wieder weiß, warum ich Architektur studiert habe.“ 
Katrin Steinmüller, GOLDBECK Nord GmbH, Wettenberg

„Das war wirklich eine toller Vortrag heute über Amsterdam! Ein großes Lob an die Vortragende und die Moderatorin. Da bekommt man richtig Lust wieder zu verreisen. Amsterdam wäre schon ein tolles Ziel, um die heute gewonnenen Eindrücke dort mit dem Fahrrad noch einmal real nachzuvollziehen.“ 
Hasko Eschebach, eschebach  +  zander  architekten, Berlin

„Das war super gestern und hat wie immer die Erwartung eigentlich noch übertroffen. Ich habe mich gleich wieder angemeldet.“ 
Dirk Meier, Stelling & Kessemeier OHG, Hamburg

Die 90 prallvollen, inhaltlich und visuell ansprechenden Exkursionsminuten kamen bei den Gästen enorm gut an. Architektin Claudia Neeser von guiding architects munich, die die erste Digitale Nachmittagsarchitektur moderierte, konnte die Begeisterung der Teilnehmenden aus den Chatnachrichten direkt an Guide Anneke Bokern weitergeben. Die Fortsetzung des Zoom-Formats folgt übrigens in Kürze: Im Mai findet schon die nächste Digitale Nachmittagsarchitektur statt – dieses Mal geht es nach Barcelona. Mehr dazu: 
www.brillux.de/nachmittagsarchitektur-digital
 

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