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Oberaltenallee, Hamburg

Ein Hochhaus ohne Ecken.

Bautafel

Standort Oberaltenallee 72, 22081 Hamburg

Bauherr Baugenossenschaft FLUWOG-NORDMARK eG Hamburg

Planung KBNK Architekten GmbH Hamburg

Ausführung Goldammer + Martens GmbH Malerwerkstätten Hamburg

  • <p>Das 45 Jahre alte Laubenganghaus steht seinen jüngeren Nachbarn in nichts nach.</p>

    Das 45 Jahre alte Laubenganghaus steht seinen jüngeren Nachbarn in nichts nach.

  • <p>Eckige Balkone wichen wellenförmigen Freisitzen.</p>

    Eckige Balkone wichen wellenförmigen Freisitzen.

  • <p>Die Fassade wurde mit einem 30 cm dicken Wärmedamm-Verbundsystem verstärkt und energetisch auf den neusten Stand gebracht.</p>

    Die Fassade wurde mit einem 30 cm dicken Wärmedamm-Verbundsystem verstärkt und energetisch auf den neusten Stand gebracht.

  • <p>Es wurden Rundungen für fünf verschiedene Kurventypen genau nach Aufmaß aus den Wärmedämm-Platten ausgefräst.</p>

    Es wurden Rundungen für fünf verschiedene Kurventypen genau nach Aufmaß aus den Wärmedämm-Platten ausgefräst.

  • <p>Ein breiter Fensterstreifen am Treppenhaus unterstreicht die moderne Optik des Hochhauses.</p>

    Ein breiter Fensterstreifen am Treppenhaus unterstreicht die moderne Optik des Hochhauses.

  • <p>Der Eingangsbereich wurde dem Wellenkonzept angepasst und gibt dem neunstockigen Gebäude eine skulpturale Note.</p>

    Der Eingangsbereich wurde dem Wellenkonzept angepasst und gibt dem neunstockigen Gebäude eine skulpturale Note.

  • <p>Die neuen, asymmetrischen Balkone sind thermisch entkoppelt und prägen die organische neue Gebäudekontur.</p>

    Die neuen, asymmetrischen Balkone sind thermisch entkoppelt und prägen die organische neue Gebäudekontur.

  • <p>Einige Brüstungen wurden mit Lochblechen verkleidet, die andere Balkonvariante wurde vollständig armiert und geputzt.</p>

    Einige Brüstungen wurden mit Lochblechen verkleidet, die andere Balkonvariante wurde vollständig armiert und geputzt.

  • <p>Der Wechsel zwischen hellem und dunklem Anstrich lässt die Freisitze noch mehr in den Vordergrund treten.</p>

    Der Wechsel zwischen hellem und dunklem Anstrich lässt die Freisitze noch mehr in den Vordergrund treten.

  • <p>Durch optische Zurückhaltung mit einer dezenten Fassadengestaltung gliedert sich das markante Hochhaus gelungen in die Nachbarschaft ein.</p>

    Durch optische Zurückhaltung mit einer dezenten Fassadengestaltung gliedert sich das markante Hochhaus gelungen in die Nachbarschaft ein.

  • <p>Ohne Ecken und mit dem neuen Wellenkonzept macht das Wohngebäude einen harmonischen Eindruck.</p>

    Ohne Ecken und mit dem neuen Wellenkonzept macht das Wohngebäude einen harmonischen Eindruck.

„Warm anziehen und schick machen!“, lautete die Idee der Architekten für die Modernisierung und Neugestaltung eines Laubenganghauses in der Hamburger Oberaltenallee. Der vormals kantige Baukörper zeigt sich jetzt in auffallend organischer und fließender Form. Eine aufwendige Metamorphose, die energetisch und optisch gelang – mit einem unverwechselbar expressiven Konzept und WDVS-Spezialanfertigungen von Brillux.

Auf den ersten Blick vermutet man, dass dieses Wohngebäude ein weiterer Neubau in der Hansestadt ist, der Architektur mit Kreisformen buchstabiert – und dabei ein aktuelles Motiv aufgreift, das sich in jüngeren Gestaltungen wie der beiden viel beachteten Bürogebäude „Hamburger Welle“ in Hohenfelde und „Berliner Bogen“ in Hammerbrook schon manifestiert hat. Die formale Assoziation stimmt, doch ein Neubau ist die Oberaltenallee 72 nicht. Ihr zeitgemäßes und markantes Äußeres verdankt sie einer technisch und gestalterisch ausgereiften Modernisierung, bei der in vielerlei Hinsicht Neuland betreten wurde.

Unter dem Projektnamen „metamorph“ entwickelte KBNK das Konzept für die energetische und optische Modernisierung des Wohnhauses. Das Laubenganghaus war 1965 zeittypisch mit scharfkantigen Konturen, auskragenden Balkonen und einem dominanten Treppenhausturm errichtet worden. Nun sollte das Gebäude mit seinen 54 Wohnungen ein markantes, eigenständiges Äußeres und eine neue, hohe Wohnqualität im Inneren erhalten. Beides gelang eindrucksvoll.

Der hohe Primärenergiebedarf konnte um 80 Prozent gesenkt werden. Wesentliche Maßnahmen dabei waren die Umstellung von Heizöl auf Fernwärme, ein hydraulischer Abgleich der Heizungsanlage, eine Lüftungsanlage für kontrollierte Be- und Entlüftung mit Wärmerückgewinnung, leistungsfähige Fensterverglasungen und natürlich die Anbringung einer außenseitigen wärmedämmenden Hülle. Das Besondere daran: KBNK Architekten nutzten das Brillux Wärmedämm-Verbundsystem nicht nur funktional, sondern setzten es als zentrales Gestaltungsmittel der Gebäude-Metamorphose ein.

Das expressive Gesamtkonzept der Fassadengestaltung mit seinem weichen Fluss fußt im Wesentlichen auf den neuen organischen Balkon-Fertigbauteilen und den frisch angebrachten Wärmedämm-Modulen von Brillux, die dem Gebäude die neue Kontur geben. Das Konzept „metamorph“ lebt von dem kreativen Ansatz, die eckigen Gebäudekonturen organisch zu entwickeln, und bedient sich dabei der Wärmedämmung als Gestaltungsmittel. Standard-Dämmplatten kamen daher nicht infrage.

Für das Hamburger Modernisierungsprojekt schuf Brillux eine maßgeschneiderte Lösung: Technische Berater von Brillux entwickelten zunächst einen Verlegeplan, nach dem die gerundeten WDVS-Module montiert werden konnten, ohne Kreuzfugen zu bilden. Dann wurden die Rundungen für fünf verschiedene Kurventypen, die im Bauvorhaben gefordert wurden, genau nach Aufmaß aus den Platten ausgefräst – so passgenau, dass sie auf der Baustelle auf den rund 2.500 Quadratmetern der Außenwand ohne weiteren Zuschnitt nur noch im Baukastensystem montiert werden mussten. Dabei war die Sonderanfertigung nur ein Teil der intensiven Kooperation. Im Vorfeld hatten die Brillux Berater die Details mit den Architekten und dem Bauherrn minutiös geplant.

Vor Baubeginn wurde also alles getan, um die fließende neue Optik des Gebäudes auch genauso flüssig umsetzen zu können. Deshalb legten Bauherr und Planer auch viel Wert auf zuverlässige Baustellen-Logistikleistungen, die Brillux mit verlässlicher Just-in-time-Belieferung der jeweils benötigten WDVS-Kurventypen gewährleistete und auf die Lieferung der anderen neuen Elemente, der Balkon-Fertigbauteile, abstimmte.

Der Schlussanstrich wurde zusätzlich mit Protect, einem zuverlässigen Filmschutz gegen Algen- und Schimmelbefall ausgerüstet, um die Oberfläche auf lange Sicht so ansehnlich und ausdrucksstark wie jetzt zu erhalten.

Das Spiel aus hellen Putz- und Glasflächen, verbunden mit der schwungvollen Gebäudekontur, gibt dem 45 Jahre alten Bau eine hochwertige, offene und moderne Ausstrahlung, die mit bester Energiebilanz gekoppelt ist.

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