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HVB-Tower, München

LEED-Platin nach 35 Jahren.

Bautafel

Standort Arabellastraße 12, 81925 München

Bauherr HVZ GmbH & Co. Objekte KG, München

Planung Architekten Henn GmbH, München

Ausführung Xervon Oberflächentechnik GmbH, Köln Hirsch GmbH, München

  • <p>Durch das gläserne Pultdach tritt Tageslicht in das Foyer. </p>

    Durch das gläserne Pultdach tritt Tageslicht in das Foyer.

  • <p>Das neue Foyer im Erschließungsbauwerk: ein über zwei Geschosse aufstrebender, futuristisch in unterschiedliche Neigungen und Winkel aufgefalteter Raum.</p>

    Das neue Foyer im Erschließungsbauwerk: ein über zwei Geschosse aufstrebender, futuristisch in unterschiedliche Neigungen und Winkel aufgefalteter Raum.

  • <p>Wartezone im Haupteingangsbereich des Foyers. </p>

    Wartezone im Haupteingangsbereich des Foyers.

  • <p>Waschraum auf der Vorstandsetage. </p>

    Waschraum auf der Vorstandsetage.

  • <p>Die Aufzüge des HVB-Towers sind in einer der Röhren. </p>

    Die Aufzüge des HVB-Towers sind in einer der Röhren.

  • <p>Schon die Architekten des ursprünglichen Entwurfs hatten flexible Grundrisse geplant.</p>

    Schon die Architekten des ursprünglichen Entwurfs hatten flexible Grundrisse geplant.

  • <p>Als das erste Gebäude Münchens mit einer Höhe von mehr als 100 Metern ist der HVB-Tower noch heute ein Wahrzeichen der Stadt. </p>

    Als das erste Gebäude Münchens mit einer Höhe von mehr als 100 Metern ist der HVB-Tower noch heute ein Wahrzeichen der Stadt.

  • <p>Die energetisch sanierte Fassade ist der ursprünglichen zum Verwechseln ähnlich.</p>

    Die energetisch sanierte Fassade ist der ursprünglichen zum Verwechseln ähnlich.

Der denkmalgeschützte HVB-Tower, das erste Gebäude Münchens mit einer Höhe von mehr als 100 Metern, wurde drei Jahre lang energetisch saniert. Während die neue Fassade der ursprünglichen zum Verwechseln ähnlich sehen musste, konnte der Innenraum eine Neuinterpretation erfahren.Die energetische Sanierung der einschaligen Ursprungsfassade des HVB-Towers ist das Resultat eines Dialogs. So wurde die Entwicklung eines funktional und bauphysikalisch zeitgemäßen Konzepts für eine heute zweischalige Fassade möglich, der man ihre Neuerungen keineswegs ansieht. Denn dies war die Bedingung der Denkmalschutzbehörde. Neben der Fassadensanierung ging es auch um die komplette nachhaltige Erneuerung der Gebäudetechnik, die heute auf einer Geothermie-Anlage und Regenwassernutzung basiert, um die Ertüchtigung des Brandschutzes sowie um die Umsetzung eines modernen Bürokonzepts. Der Innenraum war von denkmalpflegerischen Vorgaben befreit, denn diverse vorausgegangene Umbauten hatten dazu geführt, dass dort kaum noch Materialien aus der Zeit der Inbetriebnahme des Wahrzeichens der bayerischen Landeshauptstadt im Jahre 1981 vorhanden waren. Nach völliger Entkernung konnte der Innenraum den Anforderungen des neuen Unternehmenssitzes der HypoVereinsbank entsprechend neu geordnet und gestaltet werden. Der Haupteingang im Erschließungsbauwerk unterhalb des Turms führt in das Foyer, das Mitarbeiter und Besucher heute als über zwei Geschosse aufstrebender, futuristisch in unterschiedliche Neigungen und Winkel aufgefalteter Raum empfängt. Der Blick wandert unversehens nach oben zu dem dreieckigen gläsernen Pultdach, das den dadurch sichtbaren 114 Meter hohen HVB-Tower in den Fokus rückt und die polygonalen mattweißen, kantigen Mineralwerkstoffflächen des Foyers von Tageslicht beleuchten lässt. Zu den dunklen Stunden des Tages erfahren diese eine Kunstlichtbeleuchtung.

Die Büroflächen, die heute statt Klimatisierung einen Frischlufteintrag erhalten, erstrecken sich im Turm oberhalb des Erschließungsbauwerks über die Etagen fünf bis fünfundzwanzig. Schon die Ursprungsarchitekten hatten nach Vorgaben des Bauherrn flexible Grundrisse für unterschiedlichste Büroorganisationsformen geschaffen und für hohe Tageslichteinträge gesorgt. Somit war es möglich, auch die neu zu gestaltenden Flächen flexibel zu halten. Der Open Space gliedert sich in diverse Bereiche, die sich in jedem Regelgeschoss des HVB-Towers an jeweils gleicher Stelle finden.

Mit der vollenergetischen Sanierung des HVB-Towers wurde der LEED-Platinum-Status angestrebt. Daher musste auch die Bauökologie die hohen Anforderungen der Nachhaltigkeitszertifizierung erfüllen. Regionalität, Recyclinganteile sowie die Einhaltung von Grenzwerten für Formaldehyde und flüchtige organische Verbindungen waren die Parameter, an denen die auszuwählenden Materialien schon in den frühen Planungsphasen zu messen waren. Mit einer Deklaration aller vorgesehenen Materialien wurde die ausschließliche Verwendung von Produkten gewährleistet, welche die strengen Anforderungen erfüllen. Das Konzept ist aufgegangen. 2016 verlieh das US Green Building Council dem HVB-Tower 35 Jahre nach seiner Erbauung das LEED-Zertifikat in Platin. Dazu haben neben den gigantischen Sanierungsmaßnahmen letztlich auch eher unscheinbare Produkte wie Beschichtungsmaterialien beigetragen.

Verwendete Produkte