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Gymnasium, Ergolding

Farbe macht Lust auf Lernen.

Bautafel

Standort Am Sportpark 8, 84030 Ergolding

Bauherr Landkreis Landshut

Planung ARGE Behnisch Architekten Stuttgart, München, Bonn & Architekturbüro Leinhäupl + Neuber Landshut

  • <p>Die Pausenhalle mit der zentralen Treppe bietet auch Raum für Veranstaltungen.</p>

    Die Pausenhalle mit der zentralen Treppe bietet auch Raum für Veranstaltungen.

  • <p>In „lauten“ Bereichen dominieren kräftige Farben.</p>

    In „lauten“ Bereichen dominieren kräftige Farben.

  • <p>Im Gymnasium Ergolding leuchten die Farben um die Wette. Das Farbkonzept ist bis ins Detail durchdacht und trägt zu einer Atmosphäre bei, in der Lernen und Unterricht Spaß machen.</p>

    Im Gymnasium Ergolding leuchten die Farben um die Wette. Das Farbkonzept ist bis ins Detail durchdacht und trägt zu einer Atmosphäre bei, in der Lernen und Unterricht Spaß machen.

  • <p>In der Aula werden die Ankommenden von einem leuchtend gelben Linoleumboden begrüßt, der wie von selbst die Stimmung hebt.</p>

    In der Aula werden die Ankommenden von einem leuchtend gelben Linoleumboden begrüßt, der wie von selbst die Stimmung hebt.

  • <p>Die Anordnung der Räumlichkeiten basiert auf dem ganzheitlichen pädagogischen Konzept, bestehend aus gebundener und offener Ganztagsschule.</p>

    Die Anordnung der Räumlichkeiten basiert auf dem ganzheitlichen pädagogischen Konzept, bestehend aus gebundener und offener Ganztagsschule.

  • <p>Ein frisches Grün wurde im zweiten Geschoss eingesetzt.</p>

    Ein frisches Grün wurde im zweiten Geschoss eingesetzt.

  • <p>Jedes Stockwerk hat eine eigene Farbe.</p>

    Jedes Stockwerk hat eine eigene Farbe.

  • <p>Die Flure zu den Klassenräumen mit ihren großen hölzernen Fensterbänken laden zum Verweilen ein.</p>

    Die Flure zu den Klassenräumen mit ihren großen hölzernen Fensterbänken laden zum Verweilen ein.

  • <p>Lichtkuppeln und große Fensterbänder bringen viel Licht in die Räume.</p>

    Lichtkuppeln und große Fensterbänder bringen viel Licht in die Räume.

  • <p>Die hell gestaltete Sporthalle bietet ausreichend Platz für den Sportunterricht.</p>

    Die hell gestaltete Sporthalle bietet ausreichend Platz für den Sportunterricht.

  • <p>Bei diesem frei stehenden Neubau ist der gezackte Grundriss deutlich von außen ablesbar.</p>

    Bei diesem frei stehenden Neubau ist der gezackte Grundriss deutlich von außen ablesbar.

Der Neubau von ARGE Behnisch Architekten und Leinhäupl + Neuber im niederbayerischen Markt Ergolding: ein vierzügiges Gymnasium als Ganztagsschule mit Mensa, Hausaufgabenbetreuung und vielfältigem Angebot, das sich bei Lehrern und Schülern großer Beliebtheit erfreut. Der Neubau steht in einer weitgehend freien Landschaft, umgeben von Wiesen und Sportplätzen. Der Baukörper erstreckt sich auf seinem gezackten Grundriss von Nordosten nach Südwesten: Im Erdgeschoss ist das Gebäude breiter angelegt und hat verschiedene Vorbauten, nach oben staffelt sich der Baukörper zurück.

Wie sich der Neubau in die Umgebung eingliedert, ist besonders von den oberen Geschossen aus sichtbar: Die Dächer sind begrünt und verzahnen sich mit der Landschaft. Herzstück des Hauses ist die Pausenhalle: Sie bietet Raum für Veranstaltungen und für die zentrale Treppe. Von der Halle gehen auch die Flure zu den Klassenräumen ab, die sich an einigen Stellen aufweiten und mit ihren tiefen, hölzernen Fensterbänken zum Verweilen einladen. Die Anordnung der einzelnen Räume und Bereiche zueinander basiert auf dem ganzheitlichen pädagogischen Konzept, bestehend aus gebundener und offener Ganztagsschule.

Eine angenehme und effektive Lernatmosphäre wird von vielen Faktoren bestimmt: Für eine gute Luftqualität ist das Gebäude mit einem System aus manueller und automatischer Lüftung ausgestattet, ein Lichtlenksystem bringt Tageslicht von Süden über den Gang in die Klassenzimmer. Diese können so trotz Nordausrichtung und einer Raumtiefe von acht Metern an den meisten Tagen auf Kunstlicht verzichten. Unter dem Dach bringen Lichtkuppeln zusätzliches Tageslicht in die Räume. Am stärksten wird die Atmosphäre allerdings von dem durchdachten Farb- und Materialkonzept geprägt: Die Architekten entwarfen einen ruhigen Rahmen mit dem Grundmaterial Sichtbeton, für das sie in Zusammenarbeit mit Brillux nach aufwendigen Bemusterungen einen Ton fanden, der mit allen Materialien und Farben harmoniert.

Die Farbgestaltung folgt einem klaren Konzept: In "lauten" Bereichen wie Flur und Aula dominieren Farben; dort, wo Konzentration gefordert ist, sind die Farben zurückgenommen. Zudem hat jedes Stockwerk eine eigene Farbe: In der Aula werden die Ankommenden mit einem leuchtend gelben Linoleumboden begrüßt, der wie von selbst die Stimmung hebt. Große Wandflächen wurden verspachtelt und in Gelb gestrichen. Das über vier Geschosse reichende Atrium der Pausenhalle erlaubt den Blick auf die orangefarbenen Wandflächen im ersten, das frische Grün im zweiten und das eher technische Blau im dritten Geschoss. Die jeweilige Farbe findet sich auch in den Sanitärräumen wieder, wo sie Vandalismus vorbeugen soll. In den Klassenräumen herrscht mit den lasierten Sichtbetonwänden und grauem Kugelgarn als Bodenbelag eine ruhigere Atmosphäre. Lediglich Akustikelemente setzen Akzente in der Geschossfarbe.

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