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Herderhof, Freiburg

Vom unwirtlichen Hof zum feudalen Foyer.

Bautafel

Standort Tennenbacher Str. 4, 79106 Freiburg

Bauherr Vermögen und Bau Baden-Württemberg & Universitätsbauamt Freiburg

Planung Böwer Eith Murken Architekten Freiburg

Ausführung Dieter Kaupp GmbH & Schramberg-Sulgen

  • <p>Der südliche Hof grenzt an den vom Verlag Herder genutzten Gebäudeteil.</p>

    Der südliche Hof grenzt an den vom Verlag Herder genutzten Gebäudeteil.

  • <p>Energetisch gesehen wurde aus einem zergliederten Gebäude ein kompakter Baukörper. So konnten die alten Fenster zum Hof mit Einscheibenverglasung und Sprossenunterteilung erhalten bleiben.</p>

    Energetisch gesehen wurde aus einem zergliederten Gebäude ein kompakter Baukörper. So konnten die alten Fenster zum Hof mit Einscheibenverglasung und Sprossenunterteilung erhalten bleiben.

  • <p>Vier sich gegenseitig aussteifende „Baumstützen“ tragen auf einem kuppelförmigen Stahlträgerrost hochtransparente, wärmedämmende Luftkissen.</p>

    Vier sich gegenseitig aussteifende „Baumstützen“ tragen auf einem kuppelförmigen Stahlträgerrost hochtransparente, wärmedämmende Luftkissen.

  • <p>Im Winter ist es im Hof niemals kälter als 10 °C. Vier 16 m² großen Öffnungen sorgen für Temperaturausgleich. Im Sommer öffnen sie sich automatisch in der Nacht, damit kalte Luft in den Hof gelangt.</p>

    Im Winter ist es im Hof niemals kälter als 10 °C. Vier 16 m² großen Öffnungen sorgen für Temperaturausgleich. Im Sommer öffnen sie sich automatisch in der Nacht, damit kalte Luft in den Hof gelangt.

  • <p>Das Dach des Foyers besteht aus hochtransparenten, wärmedämmenden Luftkissen aus ETFE-Folie. Diese Folien vergilben nicht, sind aufgrund der sehr glatten Oberfläche selbstreinigend und haben nahezu kein Eigengewicht.</p>

    Das Dach des Foyers besteht aus hochtransparenten, wärmedämmenden Luftkissen aus ETFE-Folie. Diese Folien vergilben nicht, sind aufgrund der sehr glatten Oberfläche selbstreinigend und haben nahezu kein Eigengewicht.

  • <p>Seit dem Jahr 2000 wird die ehemalige Druckerei des Verlagsgebäudes Herder Stück für Stück saniert.</p>

    Seit dem Jahr 2000 wird die ehemalige Druckerei des Verlagsgebäudes Herder Stück für Stück saniert.

Der Fakultät fehlte ein Eingangsbereich, der Orientierung bietet, denn der repräsentative Teil des Gebäudes wird nach wie vor vom Verlag Herder genutzt. Dieser grenzt an den südlichen Teil des Hofes. Der nördlich angrenzende Flügel und der nördliche Hof werden von der Fakultät für Forst- und Umweltwissenschaften und der Archäologischen Sammlungen genutzt.

Die Überdachung des nördlichen Hofes reduziert die Außenfläche des Gebäudes erheblich. Energetisch gesehen wurde aus einem zergliederten Gebäude ein kompakter Baukörper. Im Winter ist es im Hof niemals kälter als 10 °C. So konnten die alten Fenster zum Hof mit Einscheibenverglasung und Sprossenunterteilung erhalten bleiben.

Der Außenraum wurde zum Innenraum, und diese Aufwertung sollte durch die Farbgebung unterstrichen werden. Somit wurden die bereits zuvor gestrichenen Sandsteineinfassungen der Fenster hellgrau gestrichen, die übrige Fassade zwei Farbtöne heller. Für die Fassaden wurde die Silikat-Fassadenfarbe 1804 von Brillux verwendet, da sich diese mit dem Untergrund verkieselt und zudem über eine gute Feuchtigkeitsregulierung verfügt.

Eine Überdachung für den trapezförmigen Hof zu finden, war keine leichte Aufgabe. Vier sich gegenseitig aussteifende „Baumstützen“ tragen nun auf einem kuppelförmigen Stahlträgerrost hochtransparente, wärmedämmende Luftkissen aus ETFE-Folie. Diese Folien vergilben nicht, sind aufgrund der sehr glatten Oberfläche selbstreinigend und haben nahezu kein Eigengewicht. Vier 16 m² große Öffnungen sorgen für Temperaturausgleich. Im Sommer öffnen sie sich automatisch in der Nacht, damit kalte Luft in den Hof gelangt und das umliegende Mauerwerk auskühlt. Wird es am Tag wieder warm, kühlt das Mauerwerk die Luft, sodass die Raumtemperatur angenehm bleibt. So entsteht eine Phasenverschiebung, die die Auswirkungen von Aufheizen und Abkühlen verringert.

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