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Leuphana Universität Lüneburg

Neue Denkwege entdecken.

Bautafel

Standort Universitätsallee 1, 21335 Lüneburg

Bauherr Leuphana Universität, Lüneburg

Planung Studio Daniel Libeskind, New York

Ausführung R+S Raum und Schrift GmbH, Chemnitz

  • <p> Das neue Universitätsgebäude setzt durch seine freie Architektur einen Kontrapunkt zu dem alten Kasernengebäude</p>

    Das neue Universitätsgebäude setzt durch seine freie Architektur einen Kontrapunkt zu dem alten Kasernengebäude

  • <p>Die Titanverzinkung der Fassade ist ein Gestaltungsmaterial.</p>

    Die Titanverzinkung der Fassade ist ein Gestaltungsmaterial.

  • <p>Punktgenaue Akzente im Rotton RAL 3013 dienen der besseren Orientierung.</p>

    Punktgenaue Akzente im Rotton RAL 3013 dienen der besseren Orientierung.

  • <p>Die Wände mit den eingeschnittenen Diagonalen erscheinen leicht golden schimmernd. </p>

    Die Wände mit den eingeschnittenen Diagonalen erscheinen leicht golden schimmernd.

  • <p>Jeder Raum ist anders, jeder Blick ist reizvoll.</p>

    Jeder Raum ist anders, jeder Blick ist reizvoll.

  • <p>Ein Blick nach oben lohnt sich, auch hier wird die freie Architektur von Libeskind deutlich.</p>

    Ein Blick nach oben lohnt sich, auch hier wird die freie Architektur von Libeskind deutlich.

2007 führte die Leuphana Universität in Niedersachsen das deutschlandweit erste Konzept des fachübergreifenden angloamerikanischen College-Systems ein. Nun wurde das auf dieser Idee fußende Zentralgebäude der Hochschule eröffnet. Man könnte sagen, das Zentralgebäude der Leuphana Universität sei die gebaute Umsetzung des inhaltlichen Konzeptes der Hochschule: Neue Perspektiven finden, Neugierde wecken, forschen, entdecken und vernetzen – zu all dem möchte die Universität ihre Studierenden anregen. Und genau das wollte auch Stararchitekt Daniel Libeskind mit seinem dekonstruktivistischen, nahezu ohne 90°-Winkel geplanten Bau bewirken: die Hochschule als Ort, der Menschen zusammenbringt, um Gewohntes zu überdenken, Dinge zu hinterfragen und gemeinsam neue Wege zu finden. Zudem sollte der futuristische Bau mit seiner freien Architektur einen Kontrapunkt zu der militärischen Architektur der ehemaligen Kasernengebäude setzen, in denen die übrigen Hochschulräumlichkeiten untergebracht sind.

Die gewählte Architektursprache stammt eindeutig aus der Feder Libeskinds: Kippende Wände, trapezförmige, asymmetrische Treppenuntersichten und Fensteröffnungen sowie nicht zuletzt die Titanzinkverkleidung der Fassade erinnern auf den ersten Blick stark an das Jüdische Museum in Berlin oder das Royal Ontario Museum in Toronto. Und doch sind diese typischen Gestaltungsmittel auch in diesem Projekt genau auf den Ort und vor allen Dingen die unterschiedlichen Funktionen des Baus abgestimmt.

Betreten wird das Gebäude über eine ausladende Geste – vielfach in der Presse als Haifischmaul bezeichnet –, durch die die Besucher in das großzügige Foyer gelangen. Bei der Farbgestaltung spielt in dem gesamten Gebäude der Rotton RAL 3013 eine wesentliche Rolle. Bereits im Foyer fällt er dem Betrachter sofort als Begrenzung des Auditoriums ins Auge. Aber auch in allen anderen Etagen begleitet der kräftige Farbton Besucher und Nutzer durch das Haus und dient ihnen zur Orientierung. Und auch in Bezug auf die Farbigkeit ergeben sich immer wieder neue Perspektiven und Wirkungen: Mal tut sich eine große farbige Fläche auf, die beispielsweise in einem schmalen Flur so stark strahlt, dass sie den gesamten Raum in leicht rotes Licht zu setzen scheint, mal erscheint sie nur als kleiner Farbtupfer, da nur ein Stück einer roten Wand durch einen Durchgang sichtbar wird, wodurch punktgenaue Akzente gesetzt werden.

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