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Gemeindezentrum der Evangelischen Kirchengemeinde, Düsseldorf-Mitte

Symbiose von Alt und Neu.

Bautafel

Standort Collenbachstraße 10, 40476 Düsseldorf

Bauherr Evangelische Kirchengemeinde, Düsseldorf

Planung thelenarchitketen GbR, Düsseldorf

Ausführung Hetzel GmbH & Co. KG, Essen E. Westerfeld GmbH & Co. KG, Düsseldorf

  • <p>Die großen Fensteröffnungen bieten Einblick in das neu entstandene Eingangsfoyer.</p>

    Die großen Fensteröffnungen bieten Einblick in das neu entstandene Eingangsfoyer.

  • <p>Ein Neuanfang für das denkmalgeschützte Gemeindezentrum.</p>

    Ein Neuanfang für das denkmalgeschützte Gemeindezentrum.

  • <p>Jede Farbe hat ihre Relevanz und markiert einen Funktionsbereich.</p>

    Jede Farbe hat ihre Relevanz und markiert einen Funktionsbereich.

  • <p>Viele Dinge konnten im Sinne des Denkmalschutzes erhalten werden.</p>

    Viele Dinge konnten im Sinne des Denkmalschutzes erhalten werden.

  • <p>Die restaurierten goldenen Hänge- und Wandleuchten im Collenbachsaal wurden mit drei großen, modernen LED-Ringpendelleuchten ergänzt.</p>

    Die restaurierten goldenen Hänge- und Wandleuchten im Collenbachsaal wurden mit drei großen, modernen LED-Ringpendelleuchten ergänzt.

  • <p>Viele historische Elemente wie die Treppengeländer konnten erhalten werden.</p>

    Viele historische Elemente wie die Treppengeländer konnten erhalten werden.

  • <p>Das Gemeindezentrum wurde mit Farben, Licht und Materialien neu inszeniert.</p>

    Das Gemeindezentrum wurde mit Farben, Licht und Materialien neu inszeniert.

  • <p>Mit Blick auf den Denkmalschutz und unter Berücksichtigung des vorhandenen Bestands erfolgte die Auswahl der Farben und Materialien.</p>

    Mit Blick auf den Denkmalschutz und unter Berücksichtigung des vorhandenen Bestands erfolgte die Auswahl der Farben und Materialien.

Man nehme ein prächtiges Blau, kombiniere es mit der Farbenlehre von Le Corbusier aus dem Jahr 1931 und ordne diese unterschiedlichen Nutzungsbereichen zu. Für das denkmalgeschützte Gemeindezentrum der Ev. Kirchengemeinde Düsseldorf-Mitte erarbeitete das Düsseldorfer Architekturbüro thelenarchitekten GbR einen Entwurf, der konsequent auf Offenheit und Transparenz setzt. Materialität und Farbigkeit, die in enger Zusammenarbeit mit der Denkmalbehörde abgestimmt wurden, spielen dabei eine zentrale Rolle.

Ein aus den 1930er-Jahren stammen der Gebäudebestand, der funktional wie wirtschaftlich nicht mehr den heutigen Standards entsprach und auch dem Angebot, das die Gemeinde den Menschen bieten will, nicht mehr gerecht wurde, bildete die Ausgangssituation. Ziel des ausgeschriebenen Wettbewerbs, die Räumlichkeiten durch behutsame Umbauarbeiten und unter Berücksichtigung des Denkmalschutzes attraktiver und in ihrer Funktion für die vielen Aktivitäten besser nutzbar zu machen. Um einen positiven Akzent für den gesamten Stadtteil zu setzen, sollte der Standort durch Umgestaltung, Sanierung und Erweiterungsmaßnahmen nachhaltig aufgewertet werden.

Mit einem neuen, transparent und offen gestalteten Eingangsbauwerk an der Collenbachstraße erzielten thelenarchitekten für die Ev. Kirchengemeinde Düsseldorf-Mitte eine signifikante Präsen im Stadtraum. Vom neuen Haupteingang aus sind alle Gemeinderäume und der Jugendkeller barrierefrei über einen behindertengerechten Aufzug zu erreichen. Ebenfalls im Erdgeschoss – und damit auch bei Außenveranstaltungen in bester Erreichbarkeit – wurden die WC-Anlagen positioniert. Durch eine große Glasfassade bleibt der bestehende zweigeschossige, denkmalgeschützte Baukörper weiterhin sichtbar. Mit ihrer Materialität stellt die Natursteinfassade des Neubaus einerseits eine optische Verbindung zur neoromanischen Kreuzkirche her, zugleich schafft sie einen Kontrast zu den weißen Putzfassaden des Gemeindezentrums.

Mit Blick auf den Denkmalschutz und unter Berücksichtigung des vorhandenen Bestands erfolgte die Auswahl der Farben und Materialien. Dies galt vor allem im Innenbereich. Viele historische Elemente wie Holztüren, Treppengeländer oder die goldenen Hänge- und Wandleuchten im Collenbachsaal konnten erhalten werden. Sie wurden mit Farben, Licht und Materialien neu inszeniert. Die restaurierte Saalbeleuchtung wurde mit drei großen, modernen LED-Ringpendelleuchten ergänzt. Erhalten und nur in Teilbereichen ergänzt wurde auch der bestehende sandsteinfarbene Natursteinbelag in den Foyerzonen.

Bei der Entwicklung des Farbkonzeptes stützten thelenarchitekten sich unter anderem auf das prächtige, ursprüngliche Blau aus den 1930er-Jahren, das sie unter zahllosen Farbanstrichen auf den Türen des großen Collenbachsaals entdeckten. Im Erdgeschoss bedienten sich die Architekten der Farbklaviatur von Le Corbusier von 1931 und gestalteten die Foyerzonen in verschiedenen Farbtönen, um deren Zuordnung zu den einzelnen Nutzungsbereichen dezent zu unterscheiden. Die weiß geschlämmten Putzfassaden stellen zusammen mit den neukonstruierten historischen Fensterteilungen den Bezug zum ursprünglichen Zustand des von 1929 bis 1930 nach Plänen von Heinrich Rosskotten und Karl Wach erbauten Gemeindehauses wieder her.

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