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Helene-Lange-Straße, Hamburg

Modernisiert- aber mit Herz.

Bautafel

Standort Gustav-Falke-Straße 48–70/ Helene-Lange-Straße 4–10/ Schlankreye 28, 20144 Hamburg-Eimsbüttel

Bauherr Wohnungsgenossenschaft von 1904 e.G. Hamburg

Farbentwurf Brillux Farbstudio Hamburg

Ausführung Generalunternehmer: Gebr. Bommhardt Bauunternehmung Waldkappel WDVS und Malerarbeiten: ALAS Hochbau GmbH Hamburg

  • <p>Hauptmaßnahmen der energetischen Modernisierung waren die außenseitige Dämmung der Klinkerfassade der Straßenansichten, der verputzten Hofansichten, eine Kellerdecken - und Dachdämmung und der Austausch der Türen und Fenster.</p>

    Hauptmaßnahmen der energetischen Modernisierung waren die außenseitige Dämmung der Klinkerfassade der Straßenansichten, der verputzten Hofansichten, eine Kellerdecken - und Dachdämmung und der Austausch der Türen und Fenster.

  • <p>Farbentwurf aus dem Brillux Farbstudio Hamburg.</p>

    Farbentwurf aus dem Brillux Farbstudio Hamburg.

  • <p>Sonderanfertigung: Mit ZP-Steinen wurde die charakteristische verspringende Steinlage an den Gebäudeecken rekonstruiert.</p>

    Sonderanfertigung: Mit ZP-Steinen wurde die charakteristische verspringende Steinlage an den Gebäudeecken rekonstruiert.

  • <p>Beispielhaft gedämmt mit Klinkeroptik: Die Wohnanlage von 1927 wurde jüngst mit einem WDV-System energetisch modernisiert.</p>

    Beispielhaft gedämmt mit Klinkeroptik: Die Wohnanlage von 1927 wurde jüngst mit einem WDV-System energetisch modernisiert.

  • <p>Bänder, Faschen, Gesimse und natürlich der gesamte Backstein-Look: Jedes historische Detail findet sich in der Fassade aus keramischen Belägen wieder.</p>

    Bänder, Faschen, Gesimse und natürlich der gesamte Backstein-Look: Jedes historische Detail findet sich in der Fassade aus keramischen Belägen wieder.

  • <p>Türen wurden nach historischen Vorbildern rekonstruiert und rund 700 neue, dreiflügelige Fenster mit Sprossen eingebaut.</p>

    Türen wurden nach historischen Vorbildern rekonstruiert und rund 700 neue, dreiflügelige Fenster mit Sprossen eingebaut.

  • <p>Nach historischem Vorbild rekonstruiert: Fenster und Türen verbinden heute ansprechende Optik mit den geforderten Dämmwerten.</p>

    Nach historischem Vorbild rekonstruiert: Fenster und Türen verbinden heute ansprechende Optik mit den geforderten Dämmwerten.

  • <p>Auch die Gesimsprofile und Faschen im Erdgeschoss wurden rekonstruiert.</p>

    Auch die Gesimsprofile und Faschen im Erdgeschoss wurden rekonstruiert.

  • <p>Mehr Lebensqualität: Die neue Gartenansicht des Gebäudes setzt Akzente – mit neuen Vorstellbalkonen und einer authentischen dezenten Farbigkeit.</p>

    Mehr Lebensqualität: Die neue Gartenansicht des Gebäudes setzt Akzente – mit neuen Vorstellbalkonen und einer authentischen dezenten Farbigkeit.

  • <p>Die Profile der ursprünglichen Putzfassade wurden wiederhergestellt und in sanften Nuancen betont.</p>

    Die Profile der ursprünglichen Putzfassade wurden wiederhergestellt und in sanften Nuancen betont.

Hauptmaßnahmen der energetischen Modernisierung waren die außenseitige Dämmung der Klinkerfassade der Straßenansichten, der verputzten Hofansichten, eine Kellerdecken - und Dachdämmung und der Austausch der Türen und Fenster. Die letzte Sanierung war in den 1960er-Jahren erfolgt. Die Genossenschaft, die auch viel Wert auf die Backsteinoptik in Hamburg legt, präsentierte der Stadtplanung einen Entwurf, in dem die Fassadenoptik nach dem historischen Zustand von 1927 mit allen Besonderheiten wiederhergestellt wurde. Die Bauherrin setzte dies sorgfältig und in einer Wertigkeit weit über dem Durchschnitt um.

So wurden die Türen nach historischen Vorbildern rekonstruiert und rund 700 neue, dreiflügelige Fenster mit Sprossen eingebaut, die den Stilbruch der typischen 1960er-Jahre- Fenster mit ihrer Ein-Drittel zu Zwei-Drittel-Teilung korrigierten – natürlich mit zeitgemäßen Lärmschutz und Dämmwerten.

Noch mehr Engagement investierte die Wohnungsgenossenschaft in die Gestaltung der rund 9 000 m² Fassadenfläche. Straßenseitig wurden die bestehenden rund 3 500 m² Backsteinfassade mit einem Brillux WDV-System gedämmt – einem, das sich für die anschließende Verblendung mit Klinkerriemchen besonders eignet. Ihr charakteristisches Gesicht erhielt die Gebäudehülle danach durch einige Sonderanfertigungen zurück. Für die Rekonstruktion des Klinkers entwickelte man in Zusammenarbeit mit Crinitz-Keramik eine Sondersortierung keramischer Beläge, die den Namen des Bauvorhabens erhielt: Helene-Lange-Straße.

Und: die verspringenden Steinlagen, die die an sich schlichte Fassade eindrücklich strukturieren, wurden ebenfalls mit einer bauaufsichtlich zugelassenen Spezialentwicklung rekonstruiert, den sogenannten ZP-Steinen. Hier wird die größere Stärke des unteren Steinteils durch die größere Grundfläche des Gesamtsteins aufgefangen. Im Ergebnis lastet so eine ähnliche Zugkraft auf dem Wärmedämm-Verbundsystem wie bei den standardisierten, maximal 1,5 cm starken keramischen Belägen.

Traditionell präsentieren sich Hamburger Klinkerbauten auf ihrer Gartenseite schlichter, oft als eine zurückhaltende Putzgestaltung wie in der Gustav-Falke-Straße. Auf dem Brillux WDV-System wurde hier Rausan KR K2 3516 verarbeitet und mit Silicon-Fassadenfarbe 918 in Protect-Ausrüstung beschichtet. Dieser Aufbau gewährleistet neben optimaler Wetter- und Schlagfestigkeit auch größtmöglichen Schutz gegen Schmutz und Veralgung. Ein auf drei dezenten Tönen basierendes Farbkonzept aus dem Brillux Farbstudio Hamburg arbeitet die auf der Dämmung wiederhergestellten Fassadenprofile aus Bändern und geometrischen Reliefs fein heraus. Eine unaufdringlich warme Kulisse ist so für den Hof entstanden, dessen Lebensqualität durch die Sanierung ebenfalls verbessert wurde. Neue Vorstellbalkone verbessern die Wohnqualität der Mitglieder und setzen mit ihren roten Lochblechen fröhliche Akzente. Die frisch gestalteten Mietergärten, hochwertig mit Granit eingefasst, runden das Bild ab.

Über dieses Objekt wurde in der Fachzeitschrift BundesBauBlatt berichtet: Artikel ansehen (PDF)

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