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Digitales Architekturforum Basel: 19. Mai 2022 von 16:00 bis 19:00 Uhr Meisterwerke in Basel – Stifter der Nachhaltigkeit

Titelfoto: ©Architour

Basel gilt als Kulturhauptstadt der Schweiz und ist geprägt vom Kontrast zwischen Tradition und Moderne – neben zahlreichen historischen Bauwerken finden sich hier zeitgenössische Werke namhafter Architekten. Die prosperierende Stadt macht vor allem mit architektonischen Meisterwerken auf sich aufmerksam, die zu Stiftern der Nachhaltigkeit werden. Nirgendwo sonst findet man außerdem so viele Bauwerke von Herzog & de Meuron. Jaques Herzog und Pierre de Meuron zählen zu den Stararchitekten der heutigen Zeit und haben das Erscheinungsbild von Basel maßgeblich geprägt.

  • ©ARCHiTOUR

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Basel, die drittgrößte Stadt der Schweiz im Dreiländereck, hat eine Besonderheit: Sie ist international und schweizerisch zugleich. Logistik und Forschung prägen die wirtschaftliche Entwicklung und damit auch die Architektur. Nebst der Pharmaindustrie am Rhein bildet die Bahn die zweite Ader der Stadt, die im neunzehnten Jahrhundert zum Halbkanton herangewachsen ist. Und sie wächst weiter.

Parallel zur intensiven Diskussionsbereitschaft der Neunzigerjahre schafft das lokale Büro von Herzog & de Meuron (HdM) zur Jahrtausendwende hin den internationalen Durchbruch. Sie gewinnen Preise, die manchen Schweizer erblassen lassen, bleiben ihrer starken Verbundenheit zur Heimatstadt jedoch treu. Es entstehen hier fortan ebenso viele Wahrzeichen, als wäre Basel London, Hamburg oder Peking.

 

Welchen Einfluss die Architekten auf die städtebauliche Entwicklung der Stadt nehmen, kann am Beispiel Dreispitz erklärt werden. Die Vision, die sie 2002 entwickelt haben, sah auf dem Industrie- und Gewerbegebiet im Süden der Stadt auf 50 Hektar Wohnraum ohne Gewerbeverdrängung vor. 2003 setzten die Architekten mit dem Schaulager eine erste Landmarke.

  • ©Roche

    ©Roche

Die Industrie vertraut ebenso auf den Standort Basel, und nach dem Campus Novartis will auch die Roche-Gruppe ihren Hauptsitz am Rhein verdichten.

Herzog & de Meuron stellen gemäß einem Masterplan 2016 das erste von mehreren Hochhäusern fertig, in denen künftig über 7.000 Büro- und Laborarbeitsplätze zusammengefasst werden sollen.

  • ©Adriano A. Biondo

    ©Adriano A. Biondo

  • ©Robert Hösl

    ©Robert Hösl

  • ©Robert Hösl

    ©Robert Hösl

Das Meret Oppenheim Hochhaus, kurz MOH, setzt auf Mobilität.

Wie schon sein Nachbar, die Seniorenresidenz Südpark, die HdM 2012 auf die Südseite der Gleise an die Bahnhofspasserelle von Cruz y Ortiz andockten, hat auch das MOH den Vorteil des direkten Bahnanschlusses. Wieder ist es die Höhe, die eine Landmarke setzt: Aus 85 Metern können die Bewohner der obersten Wohnungen nun seit drei Jahren auf die Stadt blicken. Sonneneinstrahlung und Aussicht werden mit beweglichen Elementen in der Fassade gesteuert.

Die Eigenart der Materialisierung ist zum Markenzeichen der Architekten geworden – und polarisiert. Wir befinden uns auf der Rückseite des Bahnhofs, ein Areal, welches die SBB, die Schweizerischen Bundesbahnen, als Bauherrin mit ihren Plänen aufzuwerten und damit Quartiere zusammenzubringen vermag.

  • ©HdM

    ©HdM

  • ©HdM

    ©HdM

Im aktuellen Projekt für das Bürogebäude HORTUS von Herzog & de Meuron, bei dem ZPF Structure AG wichtige Bereiche der Ingenieurarbeit übernimmt,  ist die Nachhaltigkeit die treibende Kraft für den Entwurf. In einem ehemaligen Gewerbegebiet an der Grenze zu Frankreich ist das BaseLink entstanden, ein globaler Standort für innovative Unternehmen aus dem Life-Science-Bereich. Hier soll der Bau eine moderne, kommunikative und flexible Arbeitswelt für eine neue Generation von Technologiefirmen mit ökologischem Bewusstsein schaffen. Der Einsatz erneuerbarer Materialien wie Holz und Lehm wird vom Bauherrn, die Senn Resources AG, unterstützt, die das Projekt der Kreislaufwirtschaft verpflichtet sieht.

  • ©Zsigmond Toth

    ©Zsigmond Toth

  • ©Zsigmond Toth

    ©Zsigmond Toth

Ehemalige Mitarbeiter aus dem Büro von Herzog & de Meuron, das in Basel über 400 Leute beschäftigt, nehmen insbesondere diesen leidenschaftlichen Umgang mit einer Palette von Baumaterial mit.

Wie der junge Philipp Schaefle, der nach sechs Jahren bei HdM sein eigenes Büro Studio Noun zusammen mit Hendrik Steinigeweg in Zürich gegründet hat. Besonderes Augenmerk legt er auf Interessengebiete wie das Bauen in sensiblen Landschaftsgebieten, das Planen mit digitalen Werkzeugen und Fragen zeitgemäßer Arbeitsplatzgestaltung. Die Auszeichnung des Holzbaupreises Prix Lignum 21 erhielt das Büro für das Regal «001».

Referenten

Claudia Frigo Mallien, dipl. Architektin ETH

Claudia Frigo Mallien:
geboren in Baden (Schweiz), Architekturstudium in Zürich an der Eidgenössischen
Technischen Hochschule ETHZ. Bürotätigkeit in Basel im Bereich Spitalplanung
und in Planungs- und Beratungsbüro in Zürich. 7 Jahre Assistentin an der ETHZ für
Entwurf & Konstruktion bei Prof. Arthur Rüegg, Durchführung der Studienreisen für
Studenten. Sie schreibt im Magazin der Schweizerischen Baudokumentation über
Architekturprojekte. Seit 2008 arbeitet sie als Architektin in Baden bei Schoop De
Santis Architekten AG und ist seither Partnerin bei ARCHiTOUR. Für Guiding
Architects war sie 2016 zwei Jahre im Vorstand. In Baden ist sie für die
Grünliberale Partei im Einwohnerrat.
Sprachen Führungen > Deutsch, Englisch, Italienisch, Französisch

 

 ©ARCHiTOUR

Philipp Schaefle, Mitbegründer des STUDIO NOUN

Philipp Schaefle von STUDIO NOUN
STUDIO NOUN wurde 2019 von Henrik Steinweg und Philipp Schaefle gegründet.
Sie planen und bauen mit hohem Anspruch an die gestalterische und kulturelle
Qualität. Lebensräume prägen die Entfaltung des Einzelnen und die Interaktion der
Menschen untereinander nachhaltig. Sie beschäftigen sich mit Lebensräumen in
allen Facetten, mit der Dauer und Qualität ihrer Nutzung, sowie der
Ressourcengerechtigkeit und Nachhaltigkeit der Entstehung und des Unterhalts.
Ausgangs- und Zielpunkt ist der Mensch.
Von der Idee bis zur Umsetzung arbeitet das junge Büro in Szenarien und
Hypothesen. Mit Konzepten und Prototypen identifizieren sie sich für und mit ihren
Kunden die Herausforderungen und entwickeln innovative Visionen. Durch offene,
direkte Kommunikation und interdisziplinäre Zusammenarbeit, erarbeiten sie sich
Strategien, um diese Visionen zu realisieren.

 

©Zsigmond Toth

Tobias Huber, dipl. Bauingenieur

Tobias Huber (*1978) absolvierte das Studium des Bauingenieurwesens an der Universität Stuttgart und diplomierte 2005 am Institut für Leichtbau Entwerfen und Konstruieren ILEK bei Prof. Dr. Werner Sobek.  

Nach erfolgreichen Stationen als Projektingenieur und Projektleiter bei der Dr. Deuring + Oehninger AG in Winterthur sowie als Associate bei der Knippers Helbig GmbH in Stuttgart wechselte er 2016 zu ZPF Ingenieure. Seit 2019 ist er Partner und gehört seit 2021 der erweiterten Geschäftsleitung an. Tobias Huber ist unter anderem zuständig für Tragwerksentwurf und Ökologie und betreut Wettbewerbe und Studien. Aktuell leitet er das Projekt Hortus in Allschwil, mit dem ein neuer Standard für Nachhaltigkeit gesetzt wird. 

Seit 2019 unterrichtet Tobias Huber als Dozent für Tragkonstruktion am Institut Architektur der Fachhochschule Nordwestschweiz FHNW. 

 

© Julian Salinas

Die Moderation und Organisation erfolgt durch die Architektin Claudia Neeser von guiding architects munich.

Christian Märki (SBB Immobilien AG, Master Gesamtprojektleiter Ausführung MOH) wird diese Veranstaltung ebenfalls als Referent begleiten.

Zertifizierung

Die Veranstaltung ist bei den unten stehenden Architektenkammern als Fortbildungsveranstaltung anerkannt worden:

  • Die Architektenkammer Baden-Württemberg hat die Veranstaltung mit 2 Stunden anerkannt.
  • Die Architektenkammer Berlin haben wir angefragt.
  • Die Architektenkammer Brandenburg hat die Veranstaltung anerkannt.
  • Die Architektenkammer Bremen hat die Veranstaltung mit 2 Unterrichtseinheiten anerkannt.
  • Die Architektenkammer Hessen hat die Veranstaltung mit 3 Fortbildungspunkten anerkannt.
  • Die Architektenkammer Mecklenburg-Vorpommern hat die Veranstaltung mit 3 Fortbildungspunkten anerkannt.
  • Die Architektenkammer Niedersachsen hat die Veranstaltung mit 3 Fortbildungsstunden anerkannt.
  • Die Architektenkammer Nordrhein-Westfalen hat die Veranstaltung nicht anerkannt.
  • Die Architektenkammer Rheinland-Pfalz haben wir angefragt.
  • Die Architektenkammer des Saarlandes haben wir angefragt.
  • Die Architektenkammer Sachsen hat die Veranstaltung anerkannt.
  • Die Architektenkammer Schleswig-Holstein hat die Veranstaltung mit 4 Unterrichtseinheiten anerkannt.
  • Die Architektenkammer Thüringen haben wir angefragt.

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