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28. April 2015 Nachmittagsarchitektur in Augsburg

  • Moritzkirche

    Moritzkirche

Pünktlich um 15:00 Uhr trafen sich die Teilnehmer an der ehemaligen Stiftskirche St. Moritz im Herzen Augsburgs. Dort wurden sie vom Brillux Gebiets- verkaufsleiter Patrick Jilge und Architekturguide Dipl.-Ing. Architekt Roman Adrianowytsch begrüßt.

Der vergangenes Jahr vom Stadtplanungsamt Augsburg veranstaltete erste Online-Dialog zu der Frage, in welche Richtung sich die Stadt ku?nftig entwickeln soll, generierte 547 Vorschläge und 328 Kommentare – ein deutliches Zeichen einer engagierten Stadtgesellschaft voller Ideen.

Das zeigt sich auch in der qualitätvollen Entwicklung der Stadt: Die Teilnehmer an der Nachmittagsarchitektur lernten sowohl in der Innenstadt als auch auf dem Universitätscampus herausragende Bau- und Umbauprojekte der letzten Jahre kennen.

Nach einem kurzen Überblick über das nachmittägliche Exkursionsprogramm nahmen die Architekten und Planer die Moritzkirche in Augenschein. Im Jahr 1019 als Kollegiatstift vom Augsburger Bischof Brun, einem Bruder Kaiser Heinrichs II., gegründet, wurde die ursprünglich romanische Basilika im 15. Jahrhundert nach einem Brand im gotischen Stil neu erbaut.

Im 18. Jahrhundert verwandelte Johann Jakob Herkommer die Kirche in den schönsten barocken Sakralbau Augsburgs. Die Bombennacht im Februar 1944, in der St. Moritz bis auf die Außenmauern fast völlig zerstört wurde, setzte dieser Pracht ein Ende. Für den Wiederaufbau wurde Dominikus Böhm beauftragt, einer der bedeutendsten Vertreter sakraler Architektur im 20. Jahrhundert. Er schuf einen klar strukturierten Entwurf, der leider durch zahlreiche Veränderungen in den vergangenen Jahrzehnten verloren ging.

Zudem hinterließen Luftverschmutzung und Ruß ihre Spuren. Die vorerst letzte Neugestaltung durch John Pawson hat der Stadt nun einen beeindruckenden sakralen Raum aus Licht beschert: Die Besucher werden durch das weit geöffnete Portal in das makellos weiße Mittelschiff hineingezogen, einen perfekt zugeschnittenen Tiefenraum aus dunklen Sitzbänken und hellen Wänden, Decken und Böden.

Es folgte ein Spaziergang durch die Stadt zum Königsplatz, zur Besichtigung des Haltestellendreiecks. Durch die Neugestaltung und Erweiterung des Haltestellendreiecks ist eine verkehrliche Neuordnung und städtebauliche Aufwertung des Königsplatzes gelungen. Der nachts leuchtende, gläserne Pavillon mit weit auskragendem Dach signalisiert die Bedeutung des Nahverkehrs für die Stadt. Gleichzeitig erhält das Zentrum mit dem neuen Kö-Park einen grünen Erlebnisraum.

Die nächste Station der Nachmittagsarchitektur war der Universitätscampus. Ein flacher Baukörper für die Fächer Kunst und Musik bildet den Abschluss des Universitätscampus nach Norden. Das große, zweigeschossige Quadrat wird geprägt durch seine differenzierte Dachlandschaft und durch drei eingeschnittene Innenhöfe, die sich auf unterschiedlichen Höhenniveaus befinden und den Kontakt mit der Umgebung aufnehmen.

Der bestehende Baukörper des Institutsgebäudes erhielt 2015 bereits die schon im Wettbewerbsentwurf konzipierte Erweiterung, in deren Rahmen das Quadrat zum Rechteck wächst und die außen- und innenräumliche Vielfalt des bestehenden Baukörpers nochmals gesteigert wird.

Zum abschließenden Get-together ging es dann ins Restaurant nunó im staatlichen Textil- und Industriemuseum. Bei einem guten Glas Wein und köstlichen Leckereien tauschten die Teilnehmer ihre Eindrücke aus und führten anregende Gespräche.

  • Haltestellendreieck Königsplatz

    Haltestellendreieck Königsplatz

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