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27. September 2017 Nachmittagsarchitektur in Neubrandenburg

Als drittgrößte Stadt in Mecklenburg-Vorpommern ist Neubrandenburg das Oberzentrum der Region Mecklenburgische Seenplatte. Die Entwicklung der Stadt ist seit ihrer Gründung 1248 eine ständige Geschichte von wechselseitigem Aufstieg, Blüte und Niedergang.

Neben den erhaltenen historischen Wallanlagen, Stadttoren und Baudenkmälern wie die zur Konzertkirche umgebaute Kirche St. Michael prägen auch Bauten der Wiederaufbauphase im Stile der Norddeutschen Renaissance aus den 1950er-Jahren das Stadtbild.

Ein 2015 in vierter Fortschreibung von der Stadtvertretung beschlossenes integriertes Stadtentwicklungskonzept gibt heute den Rahmen für die aktuellen und zukünftigen Entwicklungen vor. Beispielhaft dafür ist die komplette Neugestaltung des Quartiers Krämerstraße, Ringstraße und Kleine Fischerstraße, wo 120 Wohneinheiten als Miet- und Eigentumswohnungen sowie Reihenhäuser als typologisch durchmischte Neubebauung in Anlehnung an den alten Stadtgrundriss entstehen.

Die kenntnisreiche Führung mit dem Architekten Lutz Braun vermittelte Hintergründe zu den aktuellen Planungen und Bauten der "Stadt der vier Tore am Tollensee". Um 15 Uhr trafen sich alle Teilnehmer der Nachmittagsarchitektur und wurden durch Herrn Grimm, stellv. Brillux Gebietsverkaufsleiter, und Herrn Braun herzlich begrüßt. Nach einer kleinen Einführung begann die Exkursion durch Neubrandenburg. Die besichtigten Stationen werden im Folgenden noch einmal im Detail beschrieben.

Die Stationen der Tour

Der an der Nordseite des Marktplatzes befindliche Stahlskelettbau ist mit seinem 56 Meter hohen Turmhochhaus stadtbildprägendes Denkmal sozialistischer Architektur der frühen 1960er-Jahre. Das dominante Gegenstück zur Konzertkirche wurde nach den Plänen von Dr. Iris Dullin-Grund 1963–65 erbaut, 2005 gewannen die Architekten Jäger+Jäger einen Realisierungswettbewerb zum Umbau des Gebäudes. Zum 50. Jubiläum des Hauses konnte das kulturelle Veranstaltungszentrum mit vielfältigen Nutzungen neu eröffnet werden.

Das 1872 gegründete Museum gehört zu den ältesten Museen in Mecklenburg-Vorpommern und läuft seit 1990 unter dem Namen "Regionalmuseum Neubrandenburg". Zahlreiche thematische Sonderausstellungen finden sich in der St. Marienkirche, im Treptower Tor und im Franziskanerkloster und prägen somit die Museumslandschaft der Region. Die Arbeitsgemeinschaft Jastram+Buttler gewannen 1997 den 1. Preis im Wettbewerb für den Umbau des Klosters zum Museum. Seit 2013 zählt nun auch dieses älteste Gebäude der Stadt zum Regionalmuseum Neubrandenburg.

Die 1298 geweihte Kirche mit dem 90 Meter hohen Kirchturm war einst Hauptpfarrkirche der Stadt. Sie wurde im 19. Jahrhundert aufgrund von Schäden vom Hofbaumeister F.-W. Buttel im neogotischen Stil wiederhergestellt, nach der starken Zerstörung der Kirche im 2. Weltkrieg blieb diese vorerst ungenutzt.

Erst 1996 wurde dann ein europaweiter Architekturwettbewerb ausgeschrieben, den der finnische Architekt Pekka Salminen gewann. Aus dem Zusammenspiel von Alt und Neu ist nach seinen Plänen einer der schönsten Konzertsäle Deutschlands entstanden, die Heimstatt der Neubrandenburger Philharmonie.

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    HKB Haus der Kultur und Bildung; Foto: Lutz Braun

  • <p>Konzertkirche <span style="font-size:11.0pt;font-family:&quot;Arial&quot;,&quot;sans-serif&quot;; mso-fareast-font-family:Calibri;mso-fareast-theme-font:minor-latin;mso-ansi-language: DE;mso-fareast-language:EN-US;mso-bidi-language:AR-SA">–</span> St. Marienkirche: vznb.de; <i>Foto: VZN/Hinz</i></p>

    Konzertkirche St. Marienkirche: vznb.de; Foto: VZN/Hinz

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