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18. Oktober 2018 Nachmittagsarchitektur in Passau

Drei Flüsse aus drei Himmelsrichtungen – aus dem Westen die Donau, dem Süden der Inn und dem Norden die Ilz – machen die Stadt am Dreiflüsseeck zu einer besonderen Schönheit und einem ausgesprochenen Touristenmagneten.

Die Lage der Stadt bringt aber auch große Herausforderungen in Bezug auf den Hochwasserschutz und die Bewahrung der wertvollen historischen Bausubstanz mit sich. Naheliegend also, dass insbesondere Bauten, die in den letzten Jahren vorbildlich saniert und instandgesetzt wurden, auf dem Programm stehen.

Die Nachmittagsarchitektur Passau vermittelt unter fachkundiger Führung aber nicht nur die Besonderheiten beispielhafter Sanierungen im Altstadtbereich, sondern darüber hinaus die aktuellen Entwicklungen des Campusareals mit zahlreichen Neubauten.

Die Stationen der Tour

Das "Grüne Haus", unmittelbar an der Innpromenade gelegen, wurde bei dem Jahrtausendhochwasser 2013 in Passau – der zweitschlimmsten Flutkatastrophe in der Geschichte der Stadt – weitgehend zerstört. Der nach den Plänen von Koller Singhof Architekten entstandene Hochwasser-Ersatzneubau aus grünem Infraleichtbeton mit Cortenstahl-Fenstern fügt sich mit seinen subtilen Gestaltungsdetails heute wieder ganz selbstverständlich in die Uferbebauung ein.

Auch die Sanierung des unter Denkmalschutz stehenden Gebäudes im Altstadtkern von Passau ist durch einen sensiblen Umgang mit der Bausubstanz gekennzeichnet. Wo früher Hans Carossa arbeitete, sind hinter der vorbildlich sanierten Barock-Fassade zeitgemäße Wohnungen und Arbeitsräume entstanden.

Nach einem Spaziergang am Inn steht der Campus der 1978 eröffneten Universität Passau auf dem Programm. Idyllisch am Inn gelegen, lädt er auch nach dem Studienalltag zum Verweilen ein. Die zeitgenössische Architektur spiegelt das hohe Ansehen als akademische Adresse in Bezug auf exzellente Forschung sowie hervorragende Studienbedingungen. Beispielhaft dafür steht unter anderem die Universitätsbibliothek, die aktuell von ARC Architekten den neuen Anforderungen baulich angepasst wird.

Der Sommerkeller wird zu Recht auch Glaspalast genannt: Mit einem wunderbaren Ausblick auf die Passauer Altstadt und die Veste Oberhaus war er ein beliebtes Ausflugsziel. Nach zwischenzeitlichem Leerstand konnte das denkmalgeschützte Gebäude durch eine aufwendige Sanierung einer neuen Nutzung zugeführt werden. Vier Wohnungen wurden erhalten, der 300 qm große Saal wird heute als großzügiges Fotostudio genutzt.

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