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Alte Gebäudehülle, neu modelliert

Ein moderner Anblick, der nicht nur Herzen wärmt. 

 

Die Familie von Ronny Prohaska wohnt bereits seit fünf Generationen im selben Haus. Wie ein betagtes, schlichtes Gebäude durch eine Wärmedämmung, einen besonderen Putz und eine sachliche Farbgestaltung ein ganz neues, modernes Gesicht zeigen kann? Ein Blick nach Brehme in Thüringen.

Die eigenen vier Wände schöner und besser machen – das entwickelt sich für immer mehr Menschen zur echten Leidenschaft. Ronny Prohaska, Inhaber eines kleinen Malerbetriebs in der 1.200-Seelen-Gemeinde Brehme in der thüringischen Region Eichsfeld, gehört unbedingt zu diesen Gestaltungsliebhabern dazu: "Ich tüftle gern und es langweilt mich schon, wenn ich über Weihnachten eine Woche untätig herumsitzen muss", sagt der 46-Jährige.
Seit er 2005 in das Haus auf der Haupstraße 60 einheiratete, das der Urgroßvater seiner Frau in den 1930er-Jahren erbaut hatte, konnte er seine Tüftelbegeisterung auch privat ausleben.

 

Nachdem er innen auf 200 Quadratmetern alles nach seinen Vorstellungen für die Familie mit zwei Söhnen umgebaut hatte, nahm er die Fassade in Angriff: Konnte sich aus dem schlichten, sehr schmalen, aber 16 Meter langen Haus ein ganz eigener Charme herausarbeiten, er sich modern betonen ließ? Der Tüftler in Ronny Prohaska war einmal mehr geweckt.

Drei Dimensionen für den neuen Look

Die Fassade wurde von den Vorgängergenerationen jeweils zeitgemäß gut in Schuss gehalten. Rein baulich war also kein echter Notstand am Haus zu erkennen – rein gestalterisch für Ronny Prohaska jedoch schon. "Ich persönlich mag Gelb an der Fassade nicht", sagt der Farbfachmann. "Es zieht Fliegen an und wirkt bei vollflächigem Anstrich für meinen Geschmack etwas zu betulich und langweilig." Außerdem störte sich sein Gestalterauge daran, dass der Sockel gegenüber der Fassadenfläche vorsprang – und nicht anders herum. Deshalb entschied sich der 46-Jährige, die Gebäudehülle in drei Dimensionen neu und sachlich modern zu modellieren. Seine Mittel: eine Wärmedämmung, ein besonderer Putz und eine gliedernde Farbgestaltung.

Nach der Neugestaltung: Die Gebäudehülle erhielt durch das Zusammenspiel von Wärmedämmung, Feinputz und  Farbgestaltung ein modernes und energiesparendes Äußeres.
Die Fassade vor der Modernisierung war zwar gut in Schuss, aber wenig ausdrucksstark. Die neue Ansicht ist ein echter Hingucker.  
Farbfelder in Anthrazit fassen die Fenster zusammen, geben der Fassade Akzente und Tiefe.
Auf dem über die Gebäudeecke gesetzten dunkelgrauen Streifen werden Straßenname und Hausnummer großformatig inszeniert.
Die sechs Zentimeter dicken, besonders ökologischen und bereits vorbeschichteten Steinwolle-Dämmplatten von Brillux sind im Verbundsystem verarbeitet. 

Warm eingepackt und glatt verputzt

Zunächst erhielt das Familienheim auf 250 Quadratmetern eine wärmende Hülle. Ronny Prohaska entschied sich hier wie bei allen weiteren verwendeten Materialien für Top-Produkte. Gedämmt wurde mit Steinwolle-Dämmplatten und damit konnte auch der vorherige optische Überstand des Sockels ausgeglichen werden. Mit einem mineralischen Armierungsputz erzielte der 46-Jährige eine extrem ebene Oberfläche, die für den nächsten Gestaltungsschritt äußerst wichtig war: Statt des häufig verwendeten körnigen Kratzputz wollte der Malerprofi an seinem Privathaus unbedingt fast glatten Feinputz sehen. "Das war ganz entscheidend für meine Idee, dem Haus einen modernen Look zu geben. Glatte Flächen sind das aktuelle Designthema, wirken zudem viel größer als grob geputzte Wände und verschmutzen weniger – besonders mit den  organisch gebundenen Brillux Produkten, für die ich mich entschieden habe", betont Ronny Prohaska.

 

 

Die Farbe Weiß ist klassisch, zeitlos und doch – je nach Abtönung und in Kombination mit anderen Akzentfarbtönen – auf ganz subtile Art ausdrucksstark. Damit lässt sich toll experimentieren, auch im Innenbereich.

 

Malermeister und Bauherr Ronny Prohaska 

 

Ein spannendes Bild aus Weiß und Grau

Ein Baukörper lässt sich formen – mit neuen Dämmelementen, mit der Wirkung der Putzoberfläche und natürlich besonders augenfällig mit der abschließenden Farbgestaltung. Das Potenzial, das hierbei in der Wahl der Farbtöne und ihrer Anordnung liegt, hat Ronny Prohaska sehr dezent und sehr überlegt ausgeschöpft.

Wo es um zeitlose und stilvolle Wirkung geht, ist der Maler ein bekennender Fan von Weißtönen. Für sein eigenes Haus wählte er als Leitfarbe ein sogenanntes Umbraweiß, das durch eine minimale Rotbeimischung besonders warm leuchtet. Für visuelle Abwechslung und Tiefenwirkung setzte er anthrazitfarbene Farbfelder ein. Sie fassen die Giebelfenster im Erdgeschoss und ersten Stock zusammen. Derselbe dunkle Grauton akzentuiert auch als schmales Längsfeld die Gebäudeseiten. Auf der einen Seite fließt der dunkle Streifen sogar um die Gebäudeecke. Diese asymmetrische Betonung bietet zudem eine tolle Bühne für ein funktionales Element mit Schmuckcharakter: Ronny Prohaksa hat an dieser Stelle den Straßennamen und die Hausnummer in großen Lettern und  moderner Typografie in Weiß aufgemalt.

Wie viel Präzision und Liebe zum Detail dabei im Spiel waren, zeigt auch das neue Sockeldesign. Hier hat der Fassadengestalter das Mauer- und Fugenwerk des ursprünglichen Sandsteins teilweise saniert oder passend in einem hellen und einem anthrazitfarbenen Grauton nachgebildet. Der Look des Hauses zeigt sich jetzt zeitgemäß und bindet doch sensibel den Bestand und die Umgebung mit ein. Dass dieses gute Aussehen auch lange hält – dafür hat der 46-Jährige mit der Auswahl des Farbprodukts vorgesorgt und Silicon-Fassadenfarben genutzt, die durch eine hochwertige Rezeptur für ein langlebiges, sauberes und farbtonstabiles Erscheinungsbild einstehen.

 

 

Mit einem Fassadenanstrich alleine retuschiere ich "nur" die alte Fassadenwirkung. Setzt man die verschiedenen Plattendicken einer Wärmedämmung auch gestalterisch ein, lässt sich das Profil der Gebäudeansicht in der dritten Dimension positiv verändern.

Ronny Prohaska über außenseitige Wärmedämmung und ästhetische Gestaltungsmöglichkeiten

 

Heizkosten halbiert – Blickfangcharakter vervielfacht

Natürlich blieben die Aktivitäten des Malers am eigenen Heim im Dorf, in dem er bereits rund zwanzig Fassaden mit durchaus ungewöhnlichen Gestaltungen auf Vordermann gebracht hat, nicht unbeobachtet. Seit die Fassade im Sommer 2018 fertiggestellt worden ist, hat Brehme einen weiteren Blickfang zu bieten. "Jeder Kirchgänger kommt Sonntag an unserem Haus vorbei – und noch keiner hat gesagt, dass ihm die Gestaltung zu modern wäre", schmunzelt Ronny Prohaska.

Doch was hat die sorgfältige Fassadenmodernisierung mit Wärmedämmung den Hausbewohnern außer der Anerkennung der Mitbürger und der persönlichen Freude über das "neue alte Haus" noch gebracht? Ronny Prohaska lässt Zahlen sprechen: "Durch die verschiedenen Modernisierungen im Innen- und Außenbereich – von der Brennwerttherme über die neu eingebauten Kaminöfen bis hin zur Wärmedämmung – sparen wir jetzt 50 Prozent Heizenergie gegenüber früher ein und haben ein wunderbares Raumklima zu jeder Jahreszeit."
Also alles gut in der Hauptstraße 60 in Brehme und – ausgetüftelt? „Nein!“, lacht Ronny Prohaska. "Im Innenbereich habe ich die letzten 14 Jahre zwei mal umgebaut und habe schon weitere Ideen fürs dritte Mal."

 

 

 

Projektdaten

  • OBJEKT | STANDORT Wohnhaus | Hauptstraße, Brehme
  • BAUHERR | NUTZER Ronny Prohaska
  • AUSFÜHRENDER MALERBETRIEB Ronny Prohaska | Brehme
 

Verwendete Produkte

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