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Architekten und Ingenieure

Nachmittagsarchitektur Köln 2026

Die Entwicklung des ehemaligen Industriehafens im rechtsrheinischen Gebiet wird nicht nur in Köln selbst, sondern auch von der internationalen Fachwelt mit Spannung beobachtet: wegen der einzigartigen Lage, der Größe des Gebietes mit knapp 40 Hektar, der Verfahrensmethodik und des Ehrgeizes, ein ökologisch ausgewogenes Quartier zu schaffen. Das Büro Cobe aus Kopenhagen hat nach einem kooperativen Werkstattprozess im Jahr 2016 den Integrierten Plan für das Areal entwickelt. Denkmalgeschützte Mühlengebäude, historische Kräne und eine Drehbrücke vom Anfang des 20. Jahrhunderts bleiben als Zeichen der Hafenvergangenheit erhalten. Der Besuch des Areals wird aufzeigen, welche Entwicklungspläne vorliegen – für die Hochbauten, für die erste Vergaben erfolgt sind, für die Verkehrswege und Brücken, die Plätze, Promenaden und Parkanlagen. Nach der Innenbesichtigung der Auermühle („Weiße Mühle“) steht ein Treffen mit einem projektleitenden Mitarbeitenden der moderne stadt GmbH auf dem Programm, zur Erläuterung und Einordnung der Gesamtplanung am Modell und als Gelegenheit für Rückfragen. Ein Spaziergang im Außenraum rundet die Erkundung ab. In Kooperation und mit freundlicher Unterstützung der moderne stadt GmbH. Wir freuen uns auf Ihre Teilnahme!

Veranstaltungs-Details

  • ZielgruppeArchitekten und Ingenieure
  • TerminDonnerstag, 9. Juli 2026, 15:00 bis 18:00 Uhr, anschl. Get-together
  • Teilnahmegebühr60,00 € zzgl. MwSt.
  • FührungIra Scheibe M. A., architektouren.koeln
  • Treffpunktmoderne stadt GmbH - Projektbüro Deutzer Hafen Köln, Siegburger Str. 108, 50679 Köln
  • Get-togetherRheinLust Köln, Alfred-Schütte-Allee 51, 51105 Köln
  • ParkmöglichkeitenDiese gibt es auf dem Mühlengelände beim Projektbüro moderne stadt GmbH
  • Wichtige Hinweise: Ab 18 Jahren, nicht barrierefrei, festes Schuhwerk erforderlich. Der zugesendete Haftungsbeschluss muss zum Veranstaltungstag unterschrieben mitgebracht werden.

Stationen

Das Planverfahren

Im Jahr 2016 fand ein kooperatives Verfahren mit Bürgerbeteiligung statt. Das Kopenhagener Büro Cobe erarbeitete im Anschluss daran mit moderne stadt GmbH, der Stadtentwicklungsgesellschaft der Stadtwerke Köln GmbH und der Stadt Köln, den Integrierten Plan für die Umwandlung des ehemaligen Industriegebiets in ein gemischtes, dichtes Stadtquartier mit Wohnen, Arbeiten, Kultur und viel Grün. Mittlerweile befindet sich das Projekt in der Realisierungsphase. Parallel zu den Infrastrukturarbeiten entstehen die Teilbebauungspläne für das Gelände, und es finden Qualifizierungsverfahren für einzelne Baufelder statt. Die eingesetzten Planwerkzeuge zielen darauf ab, zugunsten von Nachhaltigkeit und Klimaanpassung möglichst flexibel agieren zu können.

Der Deutzer Block

Mit dem "Deutzer Block" als Grundbaustein, hat Cobe die spezifische städtebauliche Typologie für das neue Viertel definiert. Die klassische Blockrandbebauung wird mit hafentypischen Gebäuden wie den Silos und den Mühlen zusammengebracht. Die Durchmischung soll aber auf typologischer Ebene nicht Halt machen. Eine Nutzungsmischung mit publikumsbezogenen Angeboten wie Gastronomie und Handel in den Erdgeschossen und in den oberen Etagen mit Wohnraum oder Büros und Dienstleistungsstätten soll für ein vielfältiges, lebendiges Quartier sorgen. Die ersten Architekturwettbewerbe zur Ausgestaltung des „Deutzer Blocks“ fanden bereits statt.

Die Auermühle

Die Mühlengebäude verraten nach außen nicht viel über ihr Innenleben, das durchaus Überraschungen bereithält. Beide wurden um 1910 in Betrieb gesetzt. Während man die Produktion in der „Weißen Mühle“ schon vor Jahrzehnten einstellte, wurde ihre Nachbarin, die „Rote Mühle“, erst 2021 geschlossen. Beim Rundgang durch die nördlich gelegene Mühle folgen wir dem Weg des Korns durch verschiedene Zeitschichten bis auf den 12. Boden mit einem 180-Grad-Blick auf die Kölner Innenstadt. Die Mühlen erinnern an die industrielle Vergangenheit des Hafens und sind somit ein wesentlicher Bestandteil des neuen Quartiers.

Infrastruktur und öffentlicher Freiraum

Im neuen Quartier sind autofreie Bereiche, wie zum Beispiel die geschützte Lindenallee und verkehrsberuhigte Straßen, vorgesehen. Zwei neue Brücken führen über das Hafenbecken, das man auf einer gut zwei Kilometer langen Promenade umrunden kann. In dem Viertel mit 3.000 Wohnungen und circa 6.900 Arbeitsplätzen entstehen drei Parks und sieben Plätze zum Aufenthalt, Spielen und Sporttreiben. Um während der langen Bauphase des Gesamtprojektes schon eine Nutzung im Hafen zu ermöglichen, sollen die Parks und Promenaden vorrangig fertiggestellt werden. Die Freiraumplanung im Überschwemmungsgebiet stellt die Planenden vor besondere Herausforderungen.

Fotos 1-2: © Brillux

Anmeldung


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