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Mission: Illusion

Fotos: GRACO BERLIN

Dieser Artikel erschien in der MarktImpulse 3/19

Bestellen Sie die Printausgabe per E-Mail an: kontakt@brillux.de

Die Fassaden der Firma GRACO prägen mittlerweile das Gesicht von Quartieren in ganz Deutschland. Ihre Großwandkunst steigert nicht nur den Wert der Gebäude, sie bringt auch die Bewohner näher zusammen – Mieter dürfen beim Motiv schon mal mitreden.

Gigantische Fassadenbiene – Herzburg in Brandenburg

Hauptsache keine schwarzen Krabbeltiere, lautete die einhellige Meinung der Mieter. Aber doch gern etwas mit regionalem Bezug zur Flora und Fauna der Region Niederlausitz, das gab die Wohnungsbaugesellschaft den Künstlern vor.

Die Fassadenprofis entschieden sich für gigantische Schmetterlinge, Blüten und Honigbienen. Mit Präzision und Liebe zum Detail schmückten sie die Eckpartie des Wohnkomplexes binnen zwei Wochen mit riesigen Gras-, Blumen- und Insektenmotiven.

Eine Szene voller Licht, Wärme und Sonne, die bei Bewohnern und Besuchern Erinnerungen an glückliche Sommertage wachrufen soll. Durch die Umkehrung der Größenverhältnisse zwischen Betrachter und Motiv entsteht ein humorvoller Aha-Effekt.

Back to the Backstein – Hamburg-Harburg

Es ist das Unperfekte, das diese Fassade in Hamburg-Harburg so perfekt anmuten lässt. Hier wurde jeder einzelne Backstein (insgesamt 37.000) in einer etwas anderen Nuance von Hand aufgemalt. Diese winzig kleinen Brüche und Ungereimtheiten auf einer Fläche von 1.072 m² erwecken den Eindruck eines in Würde gealterten Gebäudes in bestem Zustand, das gut in die Hansestadt passt

37.000 gemalte Backsteine

Erst wenn man mit den Fingern über die Fassade streicht, offenbart sich die Illusion. Die Entwürfe dafür wurden per Zeichenbrett am Computer angefertigt und anschließend zentimetergenau vom Bildschirm auf das Gebäude übertragen.

Back to the Backstein – Hamburg-Harburg
 

Erschaffen wir die perfekte Illusion, haben wir echte Arbeit geleistet!

GRACO-Chef Christian Dabbert

 

Formschön um die Ecke gedacht – Wildau in Brandenburg

Modern bis futuristisch, so wünschte es sich die Wohnungsbaugesellschaft für die schlichte, gradlinige Neubauspitze am Ende eines Straßenzuges.

Sie war eine der Ersten in der Region, die sich überhaupt an diese 3D-Optik trauten. Das in illusionistischer Malerei auf die Fassade gebrachte Kuben-Ensemble verleiht dem Gebäude eine ganz neue, frische und zeitgemäße Dynamik, die auch die Jury des Deutschen Fassadenpreises beeindruckte. Sie zeichnete GRACO 2013 für die Fassade in Wildau mit einem Sonderpreis aus.

 

GRACO Berlin

Christian Dabbert, 44, (rechts) und Erik Mahnkopf, 43, gestalten mit der Firma GRACO seit 1997 Fassaden mit Großbildkunst. Eines ihrer Spezialgebiete ist das Erarbeiten von kreativen Ansätzen und individuellen Lösungen, wenn ein Gebäude erhalten, aber ohne teure bauliche Maßnahmen verschönert werden soll. Für die Chefs sind die Menschen, die in den Gebäuden leben, ein wichtiger Aspekt ihrer Arbeit. Aus diesem Grund nehmen sie gern Projekte an, bei denen sie die Quartiersbewohner bei der Motivwahl mit einbeziehen  können.  Ihr Team aus 30 Mitarbeitern tourt den ganzen Sommer durchs Land. Immer im Gepäck Brillux Evocryl 200 mit TSR-Formel und Protect.

www.graco-urban.de

 

 

Das höchste Bücherregal der Welt

Wie oft stand man schon vor einem Haus und hat sich gefragt: Wer lebt hier? Wofür interessieren sich die Menschen, die hier wohnen? In diesem Gebäude am Berliner Platz erfährt man zumindest, was sie gern lesen. Und das schon aus 50 Metern Entfernung.

33 m Literatur

Hier stehen "Die Blechtrommel" von Günter Grass, "Das Prinzip Hoffnung" von Ernst Bloch und "Fleckenteufel" von Heinz Strunk gemeinsam in einem haushohen Bücherregal. Die perfekte Illusion auf dem 33 Meter hohen Giebel füllt eine Fläche von 300 Quadratmetern – ein Hingucker für Schweriner und Touristen gleichermaßen.

Historisierender Plattenbau – Wittenberge in Brandenburg

Trist und farblos wirkte der DDR-Plattenbau am Marktplatz von Wittenberge. Da er gegenüber vom Kultur- und Festspielhaus liegt, war die entscheidende Frage der Stadtplaner und Eigentümer: Wie lässt sich das Gebäude aufwerten, ohne Eingriffe in die bauliche Struktur vorzunehmen?

463 m² Altbau-Utopie

Die Illusionsmalerei erweckt nun den Eindruck eines aus drei Altbauten bestehenden Ensembles. Vor allem die perspektivisch täuschend echt nachgebildeten Stuckelemente, die mit Trompe-l'OEil-Malerei umgesetzt wurden, verstärken den historisierenden Effekt.

Historisierender Plattenbau – Wittenberge in Brandenburg
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