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Quartier der Generationen, Meinerzhagen

Visuelle Barrierefreiheit.

Bautafel

Standort Genkeler Straße 24, 58540 Meinerzhagen

Bauherr APD Ambulante Pflegedienste Gelsenkirchen GmbH, Gelsenkirchen

Planung IBC Ingenieure, Dortmund

Farbentwurf Brillux Farbstudio Ruhrgebiet

Ausführung Torsten Kuczenski Malerbetrieb, Gelsenkirchen

  • <p>Wohnlich, lichtdurchflutet und mit Zitaten aus vergangenen Zeiten: der Eingangsbereich zu den drei Demenz-Wohngruppen.</p>

    Wohnlich, lichtdurchflutet und mit Zitaten aus vergangenen Zeiten: der Eingangsbereich zu den drei Demenz-Wohngruppen.

  • <p>Der Aufbau des Gebäudes erinnert bis heute an die ehemalige Gemeinschatshauptschule.</p>

    Der Aufbau des Gebäudes erinnert bis heute an die ehemalige Gemeinschatshauptschule.

  • <p>Die rund 60 Quadratmeter große Wohnküche, macht ein gemeinschaftliches, nah am Alltag orientiertes Leben für die demenziell erkrankten Menschen möglich.</p>

    Die rund 60 Quadratmeter große Wohnküche, macht ein gemeinschaftliches, nah am Alltag orientiertes Leben für die demenziell erkrankten Menschen möglich.

  • <p>Die warmen Farbtöne schaffen Heimat für die älteren Menschen – und haben Funktion: Mit starken Kontrasten wird visuelle Barrierefreiheit und Orientierung hergestellt. So unterstützt das Farbkonzept die Sicherheit und Selbstständigkeit der Bewohner.</p>

    Die warmen Farbtöne schaffen Heimat für die älteren Menschen – und haben Funktion: Mit starken Kontrasten wird visuelle Barrierefreiheit und Orientierung hergestellt. So unterstützt das Farbkonzept die Sicherheit und Selbstständigkeit der Bewohner.

  • <p>Die weißen Türblätter und -zargen erhielten eine umlaufende Akzentuierung in der Etagenfarbe. Durch diese starken Kontraste werden die Türen besser erkennbar.</p>

    Die weißen Türblätter und -zargen erhielten eine umlaufende Akzentuierung in der Etagenfarbe. Durch diese starken Kontraste werden die Türen besser erkennbar.

  • <p>Optimale Entscheidungsgrundlage für den Träger: Der Farbentwurf für alle drei Geschosse (hier: das Erdgeschoss) und den Eingangsbereich wurde vom Brillux Farbstudio in 3D visualisiert.</p>

    Optimale Entscheidungsgrundlage für den Träger: Der Farbentwurf für alle drei Geschosse (hier: das Erdgeschoss) und den Eingangsbereich wurde vom Brillux Farbstudio in 3D visualisiert.

  • <p>Alle Möblierungen – unter anderem die überall anzutreffenden Ohrensessel – werden Ton in Ton zur Etagenleitfarbe gehalten.</p>

    Alle Möblierungen – unter anderem die überall anzutreffenden Ohrensessel – werden Ton in Ton zur Etagenleitfarbe gehalten.

  • <p>Rund 6.000 Quadratmetern Nutzfläche stehen dem Quartier der Generationen in der ehemaligen Gesamthauptschule zur Verfügung.</p>

    Rund 6.000 Quadratmetern Nutzfläche stehen dem Quartier der Generationen in der ehemaligen Gesamthauptschule zur Verfügung.

  • <p>Die Bewohner blicken auf einen öffentlich zugänglichen Nachbarschaftspark mit Sinnesgarten.</p>

    Die Bewohner blicken auf einen öffentlich zugänglichen Nachbarschaftspark mit Sinnesgarten.

Der markante, liebevoll renovierte Uhrenturm steht noch. Die historische Max-und-Moritz-Wetterfahne dreht sich weiterhin im Wind. Die Kubatur des großen Komplexes aus den 1950er-Jahren mit seinen 6.000 Quadratmetern Nutzfläche ist nach wie vor ablesbar. Und doch macht heute in der ehemaligen Städtischen Gemeinschaftshauptschule in Meinerzhagen etwas ganz anderes Schule. Hier ist im April 2018 ein Vorzeigewohnprojekt des Trägers Ambulante Pflegedienste Gelsenkirchen (APD) neu bezogen worden, das über die Stadtgrenzen hinaus für Aufsehen sorgt.

 

Das „Quartier der Generationen“, ein Wohnprojekt über die Altersgrenzen hinweg, besteht  aus 1- bis 4- Zimmerwohnungen, in bezahlbarer, überdurchschnittlicher Wohnqualität. Die ehemalige Hauptschule beherbergt heute auch ein Wohngemeinschaftshaus für 24 demenziell erkrankte Menschen, die besonders von dem lebendigen Quartier profitieren.

Die drei Demenz-Wohngemeinschaften sind auf drei Stockwerken untergebracht. Jeweils acht Bewohnerzimmer – allesamt 27 Quadratmeter große Einzelzimmer mit Duschbädern – werden über großzügige Flure mit Sitzgelegenheiten erschlossen. Herzstück jeder WG ist der Gemeinschaftsraum und die große Wohnküche. Das Raumangebot macht ein gemeinschaftliches, nah am Alltag orientiertes Leben für die demenziell erkrankten Menschen möglich. Dies alleine war jedoch nicht ausreichend, es sollte ein Raumkonzept her, das einerseits die wohnliche Atmosphäre steigert und andererseits die körperlichen und geistigen Defizite der Bewohner  berücksichtigt und auffangen sollte.

 

Für die Innenraumgestaltung des Wohngemeinschaftshauses holte die APD einen Einrichter für Möbel und Wohntextilien sowie das Brillux Farbstudio parallel mit ins Boot. In enger Zusammenarbeit entstand das Farbkonzept im Leitmotiv „Natur“.

 

Alle drei Leitfarbtöne für die drei Geschosse – die aus Gründen der besseren Orientierung und der Ästhetik natürlich unterschiedlich sind – wurden daraus abgeleitet. Die erste Etagenfarbe, ein warmes Grün für die Erdgeschoss-Wohngruppe, bezieht sich zudem auf die Nuancen des Natursteinbodens im Eingangsbereich. Im Obergeschoss strahlt ein erdiges Gelb, das Dachgeschoss zeigt sich in sanftem Rot. Die Farben selbst wurden nur für abgesetzte Wandbereiche eingesetzt und ansonsten ein gebrochenes Weiß dazu kombiniert. Alle Möblierungen – unter anderem die überall anzutreffenden Ohrensessel – werden Ton in Ton zur Etagenleitfarbe gehalten.

 

Wandgestaltung und Einrichtung spielen in Meinerzhagen durch die Farbwahl zusammen und strahlen enorme Harmonie  aus. Und doch erfüllen die Farbfelder auch eine wichtige Funktion. In Senioreneinrichtungen ist die Mehrheit der Bewohner von Seheinschränkungen durch Augenerkrankungen betroffen. Eine bewusst darauf abgestellte Farbgestaltung, zusammen mit einer hervorragenden Beleuchtung wie in Meinerzhagen, erhöht die visuelle Barrierefreiheit für Seheingeschränkte.

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