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Hochzeitshaus, Eschwege

Nach 70 Jahren erhielt das Hochzeitshaus sein ursprüngliches Erscheinungsbild zurück.

Bautafel

Standort Stadtverwaltung Hinter dem Berg, 37296 Eschwege

Bauherr Stadtverwaltung Eschwege

Planung Stadtbauamt Eschwege

Farbentwurf Brillux Farbstudio Münster

Ausführung Hesse Bau GmbH Eschwege

  • <p>Nach der Fassadensanierung vermittelt das Gebäude im Zusammenspiel zwischen hellen Putz und den farblich aufgewerteten Gliederungselementen wieder den herrschaftlichen Eindruck eines Profanbaues des 16. Jh., der dem historischen Original entspricht.</p>

    Nach der Fassadensanierung vermittelt das Gebäude im Zusammenspiel zwischen hellen Putz und den farblich aufgewerteten Gliederungselementen wieder den herrschaftlichen Eindruck eines Profanbaues des 16. Jh., der dem historischen Original entspricht.

  • <p>In den 30er Jahren wurde im Zuge des damals herrschenden Schönheitsideals der Putz abgenommen. Dies führte im Laufe der Jahre zu erheblichen bautechnischen Schäden, die Sandsteinfassade war in großen Teilen geschädigt.</p>

    In den 30er Jahren wurde im Zuge des damals herrschenden Schönheitsideals der Putz abgenommen. Dies führte im Laufe der Jahre zu erheblichen bautechnischen Schäden, die Sandsteinfassade war in großen Teilen geschädigt.

  • <p>Nach intensiver Beschäftigung mit der Baugeschichte und restauratorischen Untersuchungen entschied man sich für einen Verputz, um so dem Gebäude wieder sein ursprüngliches Renaissanceaussehen zu verleihen.</p>

    Nach intensiver Beschäftigung mit der Baugeschichte und restauratorischen Untersuchungen entschied man sich für einen Verputz, um so dem Gebäude wieder sein ursprüngliches Renaissanceaussehen zu verleihen.

  • <p>Für die Fassade wurde ein sehr heller, leicht beigefarbener Farbton gewählt (09.06.03), der einer späteren Bauepoche zugeordnete Renaissanceturm setzt sich durch einen etwas cremigeren Beigeton dezent von der Fassade ab (09.09.06).</p>

    Für die Fassade wurde ein sehr heller, leicht beigefarbener Farbton gewählt (09.06.03), der einer späteren Bauepoche zugeordnete Renaissanceturm setzt sich durch einen etwas cremigeren Beigeton dezent von der Fassade ab (09.09.06).

  • <p>Durch das Brillux Farbstudio wurden auf Grundlage der Befundanalyse verschiedenste Interpretationen der Farbfassung der Fenstergewände, der Tür- und Torfarbigkeit sowie des später vorgebauten Renaissancegiebels erarbeitet.</p>

    Durch das Brillux Farbstudio wurden auf Grundlage der Befundanalyse verschiedenste Interpretationen der Farbfassung der Fenstergewände, der Tür- und Torfarbigkeit sowie des später vorgebauten Renaissancegiebels erarbeitet.

  • <p>Für die Eckbossen und Fenstereinfassungen wurde ein leicht blaugrüner Grauton (09.06.12) gewählt, der an eine Steinfarbigkeit erinnert. Vor Ort wurde dieser Farbton nachträglich noch etwas mit dem Blauton (63.03.21) der seitlichen Ritzer abgemischt.</p>

    Für die Eckbossen und Fenstereinfassungen wurde ein leicht blaugrüner Grauton (09.06.12) gewählt, der an eine Steinfarbigkeit erinnert. Vor Ort wurde dieser Farbton nachträglich noch etwas mit dem Blauton (63.03.21) der seitlichen Ritzer abgemischt.

  • <p>Für reizvolle Akzente sorgen die innerhalb der Fenstergewände (09.06.12) tieferliegenden Profilierungen und Abphasungen, die in einem zu Violett tendierenden Rotton (30.12.24) gefasst sind. Die Fenstergewände wurden zur Fassadenfläche hin zusätzlich mit einem Begleitstrich/Ritzer im Farbton 63.03.18 abgesetzt.</p>

    Für reizvolle Akzente sorgen die innerhalb der Fenstergewände (09.06.12) tieferliegenden Profilierungen und Abphasungen, die in einem zu Violett tendierenden Rotton (30.12.24) gefasst sind. Die Fenstergewände wurden zur Fassadenfläche hin zusätzlich mit einem Begleitstrich/Ritzer im Farbton 63.03.18 abgesetzt.

Das 1578 vermutlich an der Stelle eines alten fränkischen Königshofes errichtete Gebäude, diente sowohl für Hochzeitsfeiern als auch als Treffpunkt der Gilden und Zünfte. Laut Unterlagen des Stadtarchivs war es mindestens bis 1911 vollständig verputzt. In den 30er- Jahren wurde auch hier – wie an vielen einst verputzten Burgen und Schlössern - im Zuge des damals herrschenden Schönheitsideals der Putz abgenommen. Dies führte im Laufe der Jahre zu erheblichen bautechnischen Schäden; die Sandsteinfassade war in großen Teilen geschädigt.

Durch das Brillux Farbstudio wurden auf Grundlage der Befundanalyse verschiedenste Interpretationen der Farbfassung der Fenstergewände- mal mit, mal ohne umlaufenden Begleitstrich- der Tür- und Torfarbigkeit sowie später vorgebauten Renaissancegiebels erarbeitet, die die Entscheidungsfindung für die aktuelle Farbgestaltung lieferten.

Nach der Fassadensanierung vermittelt das Gebäude im Zusammenspiel zwischen hellem Putz und den farblich aufgewerteten Gliederungselementen wieder den herrschaftlichen Eindruck eines Profanbaus des 16. Jahrhunderts, der dem historischen Original entspricht. Zudem wurden durch den Verputz die bautechnischen Mängel beseitigt, die auf lange Sicht mit einem hohen Sanierungs- und Erhaltungsaufwand verbunden gewesen wären.

Über dieses Objekt wurde in der Fachzeitschrift ausbau+fassade berichtet: Artikel ansehen (PDF)

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