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Walram Gymnasium, Menden

Am außen historischen und innen modernen Walram Gymnasium stand eine Fassadensanierung an.

Bautafel

Standort Walramstr. 5, 58706 Menden

Bauherr Stadt Menden (ZGM) Bauunterhaltung

Planung Stadtverwaltung Menden, Abteilung Hochbau

Farbentwurf Brillux Farbstudio Münster

Ausführung Karl-Heinz Liefländer, Menden und Reinhard Trautmann Malerbetrieb, Menden

  • <p>Die einzelnen Erweiterungen, die sich durch unterschiedliche Fensterformate abzeichnen, sind deutlich mittels der unterschiedlichen Fassadenfarbigkeit ablesbar. (Fassade Altbau: 21.09.15, Absetzelemente Altbau, Lisenen, Faschen, Laibungen: 03.03.09, Fassade Mittelgebäude: 12.09.06, Faschen Mittelgebäude: 03.03.12)</p>

    Die einzelnen Erweiterungen, die sich durch unterschiedliche Fensterformate abzeichnen, sind deutlich mittels der unterschiedlichen Fassadenfarbigkeit ablesbar. (Fassade Altbau: 21.09.15, Absetzelemente Altbau, Lisenen, Faschen, Laibungen: 03.03.09, Fassade Mittelgebäude: 12.09.06, Faschen Mittelgebäude: 03.03.12)

  • <p>Farbentwurf aus dem Brillux Farbstudio in Münster</p>

    Farbentwurf aus dem Brillux Farbstudio in Münster

  • <p>Farbentwurf aus dem Brillux Farbstudio in Münster</p>

    Farbentwurf aus dem Brillux Farbstudio in Münster

  • <p>Auch rückseitig nimmt das Auge des Betrachters zwar die unterschiedlichen Fensterformate und Höhen wahr, ordnet sie aber infolge der gewählten unterschiedlichen Fassadenfarbigkeit verschiedenen Gebäuden zu. (Fassade Altbau: 21.09.15, Fassade Mittelgebäude: 12.09.06)</p>

    Auch rückseitig nimmt das Auge des Betrachters zwar die unterschiedlichen Fensterformate und Höhen wahr, ordnet sie aber infolge der gewählten unterschiedlichen Fassadenfarbigkeit verschiedenen Gebäuden zu. (Fassade Altbau: 21.09.15, Fassade Mittelgebäude: 12.09.06)

  • <p>Die Sporthalle aus jüngerer Zeit wurde bewusst farblich vom Schulgebäude abgesetzt. Hier am eingeschossigen Umkleidegebäude dominiert die Farbe des Sports – das dynamische Blau (54.09.21).</p>

    Die Sporthalle aus jüngerer Zeit wurde bewusst farblich vom Schulgebäude abgesetzt. Hier am eingeschossigen Umkleidegebäude dominiert die Farbe des Sports – das dynamische Blau (54.09.21).

Die Fassade erinnert an längst vergangene Schulszenen. Kein Wunder, dass hier so mancher an Lehrerpult, Rohrstock und die Lümmel von der letzten Bank denkt. Am außen historischen und innen modernen Walram Gymnasium stand eine Fassadensanierung an. Wie sollte man herangehen? Denkmalpflegerische Befunde lagen nicht vor. Das Objekt wurde über Jahrzehnte immer wieder erweitert. Die Erweiterungen waren architektonisch wahrnehmbar. Sollte man sie negieren oder herausarbeiten? Wie geht man gestalterisch mit der Turnhalle um? Welche Schätze birgt wohl das Innere?

Man wollte sich beim ältesten Baukörper vor allem am „Original“, d.h. an der damaligen Architektur- und Formensprache orientieren. Das Gebäude sollte die ihm gebührende Gestaltung und Farbigkeit erhalten. Dazu gehörte auch, dass die vorhandenen und die Fassade bestimmenden Gliederungselemente deutlich als „wertvoll“ und „beachtenswert“ herausgearbeitet wurden. Schließlich verbirgt sich hinter der Giebelfassade das wohl wertvollste Innenleben der Schule: die historische Aula, die jahrzehntelang ungenutzt und in einem desolaten Zustand war. Auch sie wurde im Rahmen der Sanierung farblich neu gefasst.

Deutlich erkennbar ist, dass das Objekt immer wieder erweitert wurde. Die Erweiterungen waren architektonisch wahrnehmbar. Sie wurden - auch als Dokument der Schulgeschichte - nicht mittels eines einfarbigen Fassadenanstrichs negiert. Ganz im Gegenteil: Sie wurden mittels unterschiedlicher Fassadenfarbigkeiten deutlich herausgearbeitet. Das Auge des Betrachters nimmt nicht mehr unterschiedliche Fensterformate und Höhen wahr, sondern ein sich durch Einzelhauscharakter auszeichnendes Gebäudeensemble.

Die wesentlich jüngere Turnhalle wurde bewusst modern und in starken Farben gestaltet, die Dynamik ausdrücken. Herrscht an der Schule der Hell-dunkel-Kontrast vor, so dominiert an der Turnhalle der Kalt-warm-Kontrast.

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