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Wichernhaus, Castrop-Rauxel

Ein althistorisches Gebäude erscheint wieder in neuem Glanz.

Bautafel

Standort Brückenweg 30, 44575 Castrop-Rauxel

Bauherr Evangelische Paulus-Kirchengemeinde, Castrop-Rauxel

Planung JWR, Castrop-Rauxel

Ausführung Helmut und Rainer Dinter GbR, Castrop-Rauxel und Wienfort GmbH, Herten

  • <p>Die Architekten von JWR legten im Rahmen der Innensanierung einen besonderen Schwerpunkt auf den Hauptsaal des Wichernhauses.</p>

    Die Architekten von JWR legten im Rahmen der Innensanierung einen besonderen Schwerpunkt auf den Hauptsaal des Wichernhauses.

  • <p>Ein Bild von den Sarnierungsarbeiten im Wichernhaus.</p>

    Ein Bild von den Sarnierungsarbeiten im Wichernhaus.

  • <p> Eine besondere Herausforderung für die Projektbeteiligten stellte die Sanierung der historischen „Rabitzdecke“ dar.</p>

    Eine besondere Herausforderung für die Projektbeteiligten stellte die Sanierung der historischen „Rabitzdecke“ dar.

  • <p>Das neu gestaltete Foyer überzeugt nun mit einer Cafeteria.</p>

    Das neu gestaltete Foyer überzeugt nun mit einer Cafeteria.

  • <p>Im Innenbereich wurde Superlux ELF 3000 verarbeitet.</p>

    Im Innenbereich wurde Superlux ELF 3000 verarbeitet.

  • <p>Der hohe Raum wirkt einladend und freundlich.</p>

    Der hohe Raum wirkt einladend und freundlich.

  • <p> Im Rahmen der Außensanierung setzten die Architekten von JWR auf signalweiße Farbtöne.</p>

    Im Rahmen der Außensanierung setzten die Architekten von JWR auf signalweiße Farbtöne.

  • <p> Der Eingangsbereich des Wichernhauses kommt sehr elegant und schlicht daher.</p>

    Der Eingangsbereich des Wichernhauses kommt sehr elegant und schlicht daher.

  • <p> Ein Blick auf die Hausfassade belegt eine Kombination aus Historismus und Moderne.</p>

    Ein Blick auf die Hausfassade belegt eine Kombination aus Historismus und Moderne.

  • <p>Auch unter der Dachrinne wurde grundlegend saniert und neu gestaltet.</p>

    Auch unter der Dachrinne wurde grundlegend saniert und neu gestaltet.

Besondere Aufgaben fordern individuelle Beschichtungslösungen: Mit einer speziellen Deckenkonstruktion stellte das Wichernhaus in Castrop-Rauxel im Zuge der Sanierung größte Herausforderungen an Architekt und Malerbetrieb. Mithilfe von Brillux wurde eine gute Lösung gefunden, um die historische „Rabitzdecke“ im großen Saal perfekt instand zu setzen und sicher gegen Rissbildungen zu schützen.

Das Wichernhaus – ein Treffpunkt der evangelischen Paulus-Kirchengemeinde in Castrop-Rauxel – wurde 1914 gebaut. Eine Renovierung war dringend erforderlich, da sich Teile des Dachs und der Rohrleitungen noch im Originalzustand befanden. 14 Monate lang wurde im Brückenweg in Castrop-Rauxel im Auftrag der Gemeinde generalsaniert. Das Gebäude erhielt neue Fenster, einen neuen Fassadenanstrich und eine komplett neue Haustechnik.

Im Untergeschoss entstand auf einer Fläche von 310 Quadrat­metern eine Tagespflegeeinrichtung für Senioren. Der Flur- und Garderoben­bereich hat größere Fenster bekommen und wurde zu einem modernen Foyer mit Café umgestaltet, das die Gemeindemitglieder mit einem angenehm hellen und freundlichen Ambiente empfängt.

Das Prunkstück des Wichernhauses, der große Saal, wurde dagegen in seinen ursprünglichen Zustand zurückversetzt. Während der untere Teil des Saales mit der Bühnenfront und den seitlichen Holzvertäfelungen stets unverändert geblieben ist, war die Originaldecke 1961 abgehängt und seither hinter einer Akustik­decke versteckt.  Diese war schnell entfernt, doch die Instandsetzung der 100 Jahre alten, 420 Quadratmeter großen, tonnenförmig gewölbten Decke war sowohl für das planende Architekturbüro JWR als auch für den ausführenden Malerbetrieb Dinter & Dinter eine mehr als kniffelige Aufgabe.

Info Rabitzdecke:
Rabitz ist die Bezeichnung für eine Drahtputzarbeit, die 1864 von dem Maurermeister Carl Rabitz entwickelt und zum Patent angemeldet wurde. Bei dieser Technik handelt es sich um eine Rundeisenkonstruktion mit Putzträger, dem Rabitzgitter, und anschließendem Putzauftrag. In Rabitztechnik lassen sich extrem gebogene, gerundete, gewölbte und freie Formen herstellen, wodurch diese Technik in der Architektur bis heute ungeahnte Möglichkeiten zur Raumgestaltung eröffnet.

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