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Oper, Stettin

Phönix aus der Asche.

Bautafel

Standort Korsarzy 34, 70-953 Szczecin (Stettin), Polen

Bauherr Opera na Zamku w Szczecinie, Szczecin (Stettin), Polen

Planung MXL4, Szczecin (Stettin), Polen

Ausführung Konsart Sp. z o.o., Szczecin (Stettin) Polen / P.B. CALBUD Sp. z o.o., Szczecin (Stettin), Polen

  • <p>Das Deckengewölbe steht im Kontrast zu dem Hochglanz-Boden und den modernen Möbeln.</p>

    Das Deckengewölbe steht im Kontrast zu dem Hochglanz-Boden und den modernen Möbeln.

  • <p>Das Foyer ist offen und hell gestaltet worden.</p>

    Das Foyer ist offen und hell gestaltet worden.

  • <p>Der Architekt Tomasz Maksymiuk setzte in erster Linie auf schlichte, aber elegante Elemente.</p>

    Der Architekt Tomasz Maksymiuk setzte in erster Linie auf schlichte, aber elegante Elemente.

  • <p>Moderne Leuchten und Möbel ergänzen den Raumeindruck.</p>

    Moderne Leuchten und Möbel ergänzen den Raumeindruck.

  • <p>Die historischen Decken geben dem Gebäude seinen Charakter.</p>

    Die historischen Decken geben dem Gebäude seinen Charakter.

  • <p>Der Aufführungssaal mit seinen 594 Sitzplätzen ist das Herzstück der Oper.</p>

    Der Aufführungssaal mit seinen 594 Sitzplätzen ist das Herzstück der Oper.

  • <p>Mit Seitenwänden aus freigelegtem Ziegelmauerwerk erinnert der Saal subtil an Bauten der Industriekultur in vergleichbarer Nutzung.</p>

    Mit Seitenwänden aus freigelegtem Ziegelmauerwerk erinnert der Saal subtil an Bauten der Industriekultur in vergleichbarer Nutzung.

  • <p>Die Möbel ergänzen das schlichte und elegante Gesamtbild.</p>

    Die Möbel ergänzen das schlichte und elegante Gesamtbild.

  • <p>Phönix aus der Asche.</p>

    Phönix aus der Asche.

  • <p>Ein das Stadtbild prägendes Gebäude.</p>

    Ein das Stadtbild prägendes Gebäude.

Wie ein Phönix stieg Stettin aus seiner Asche auf. Die Stadt wurde nach dem Krieg sehr schnell wieder aufgebaut. Das geschah jedoch nicht historisierend wie in manchen bundesdeutschen Städten, sondern in sozialistisch geprägter Bauweise – also vor allem modern und autogerecht.

Die wenigen verbliebenen Schlüsselbauten der Oderstadt rekonstruierte man zwar äußerlich, der städtebauliche Kontext ist aber bis heute irritierend. So steht etwa der mittelalterliche Dom, ursprünglich ein Bau in Backsteinoptik, heute inmitten einer tristen Plattenbausiedlung. Die Situation hat Vorstadtcharakter mit einer etwas zu großen Kirche.

Vor diesem Hintergrund gewann das Stettiner Architekturbüro MXL4 im Jahre 2009 den Wettbewerb zur Sanierung und Neugestaltung des bestehenden Opernhauses. Architekt Tomasz Maksymiuk und seine Mitarbeiter analysierten zunächst den vorgefundenen Bestand und entwickelten ein Konzept, das die historischen Reste nicht rekonstruierend ergänzt, sondern die Relikte inszeniert und diese mit erkennbar neuen Elementen kontrastiert. So stieß man im Kellergeschoss auf unverhältnismäßig große Natursteine, mit denen die meterdicken Fundamentmauern in ihrem Inneren verfüllt waren. Diese besseren Flusswacker inszenierten die Architekten als Spolien in neugeschaffenen Wanddurchbrüchen, die nun aus weißen Putzflächen herausragen. In den Fluren und Foyers zeigten die Architekten bewusst die tiefen Fensterlaibungen und die abgerundeten, teilweise windschief erscheinenden Wände. Diese Raumvolumina kontrastierten sie mit eingehängten Treppen, mit modernen Geländern und mit runden LED-Pendelleuchten, die in beliebiger Farbgebung zum Strahlen gebracht werden können. Herzstück ist der große Opernsaal für 594 Zuschauer. Diese finden Platz in einem gestuften Parkettbereich und auf einem langgestreckten Oberrang, dessen schmale Flanken – ausschließlich hintereinander angeordnete Einzelsitze – sich fast bis zur Bühne ziehen. Mit Seitenwänden aus freigelegtem Ziegelmauerwerk erinnert der Saal subtil an Bauten der Industriekultur in vergleichbarer Nutzung.

 

 

 

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