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Theater, Gütersloh

Ein neues Haus der schönen Kunst

Bautafel

Standort Barkeystraße, 33330 Gütersloh

Bauherr Stadt Gütersloh

Planung PFP Architekten BDA, Hamburg

Ausführung Hensdiek GmbH, Gütersloh

  • Die Eingangshalle ist dank der Fensterfront lichtdurchflutet.

    Die Eingangshalle ist dank der Fensterfront lichtdurchflutet.

  • Ein Blick über die Brüstung zeigt die vielen architektonischen Feinheiten.

    Ein Blick über die Brüstung zeigt die vielen architektonischen Feinheiten.

  • Die Skylobby – schwarze Ledersessel setzen Akzente im alles umgebenden Weiß.

    Die Skylobby – schwarze Ledersessel setzen Akzente im alles umgebenden Weiß.

  • Beeindruckende Aussicht im Inneren der großen, gewundenen Treppe.

    Beeindruckende Aussicht im Inneren der großen, gewundenen Treppe.

  • Ein Blick zwischen Glasfassade und Wendeltreppe.

    Ein Blick zwischen Glasfassade und Wendeltreppe.

  • Gradlinigkeit und das weiße Farbkonzept machen jeden Gang zum Hingucker – der angestrahlte Boden lässt den Gang glänzen.

    Gradlinigkeit und das weiße Farbkonzept machen jeden Gang zum Hingucker – der angestrahlte Boden lässt den Gang glänzen.

  • Der Kontrast zwischen matten Wänden und glänzendem Grund betont beide Elemente gleichermaßen.

    Der Kontrast zwischen matten Wänden und glänzendem Grund betont beide Elemente gleichermaßen.

  • Das Treppengeländer ist ein dunkler Akzent im sonst so reinen Weiß.

    Das Treppengeländer ist ein dunkler Akzent im sonst so reinen Weiß.

  • Die imposante Wendeltreppe prägt das Erscheinungsbild im Innenraum.

    Die imposante Wendeltreppe prägt das Erscheinungsbild im Innenraum.

  • Der Bodenbelag harmoniert gut mit den weißen Wänden und gibt dem Garderobenbereich eine wärmere Atmosphäre.

    Der Bodenbelag harmoniert gut mit den weißen Wänden und gibt dem Garderobenbereich eine wärmere Atmosphäre.

  • Ein starker Kontrast im Theatersaal.

    Ein starker Kontrast im Theatersaal.

  • Die roten Sitze heben sich stark aus dem sonst dunkel gestalteten Theatersaal hervor.

    Die roten Sitze heben sich stark aus dem sonst dunkel gestalteten Theatersaal hervor.

  • Die Südfassade ermöglicht bei Nacht den Einblick ins Innere.

    Die Südfassade ermöglicht bei Nacht den Einblick ins Innere.

Wer denkt, dass ein schlankes Budget zwangsweise zu einem mageren Resultat führen muss, der irrt sich. Jedenfalls in Bezug auf den Neubau des Theaters in Gütersloh. Der Architekt Prof. Jörg Friedrich entwickelte ein vertikales Theater, in dem auf kleinster Grundfläche die Hauptfunktionen übereinander angeordnet wurden.

Als weißer Würfel erhebt sich das Gebäude aus dem benachbarten Stadtraum gleich neben der Stadthalle aus den 70er-Jahren und dem historischen Wasserturm. Die kompakte, kubische Form des Gebäudes wird durch zwei auskragende Volumen durchbrochen, die die Hinter- und Studiobühne beherbergen. Drei der Fassaden zeigen sich verschlossen und werden nur durch wenige schmale Fensterschlitze strukturiert. Die Südfassade dagegen ist komplett verglast und gewährt den ersehnten Einblick in das Theaterfoyer. Tagsüber fällt viel Licht ins Innere, nachts werden die Blicke ins imposante Innere gelenkt, wobei die vertikale Schichtung besonders deutlich wird.

Ein Blickfang ist der Tresen der Garderobe. Weiß und von innen beleuchtet, erstreckt er sich fast durch den gesamten Eingangsbereich. Über eine keilförmige Treppenskulptur, deren schwarz mattierte Wangen das alles umgebende Weiß ein erstes Mal durchbrechen, erreicht der Gast die Saalebene, die einen Zugang zum Parkett des großen Theatersaals bietet. Von hier schwingt sich die weiße Wendeltreppe empor, neben dem frei auskragenden Theatersaal das prägnanteste Element im gesamten Foyer. Der Theatersaal als Herz des Theaters empfängt den Besucher in seinem Inneren überraschend mit Schwärze. Kontraste schaffen die mit weinrotem Stoff bezogenen Sessel.

Vom dritten Geschoss aus erreicht man die Studiobühne, eine ebenfalls ganz in Schwarz gehaltene „Black Box“, die zum Proben oder als Experimentierbühne genutzt werden kann. Die Studiobühne verfügt dazu über ein separates Treppenhaus und kann unabhängig vom Geschehen im Großen Saal genutzt werden. Die vierte Ebene erschließt die Technikbereiche und Garderoben der Künstler. In diesen Nebenbereichen findet man zahlreiche Farb- und Materialkontraste in Form grauer Sichtbetonwände, grasgrüner Böden und orangefarbener Türen anstelle der vorherrschend weißen Eleganz der öffentlichen Bereiche.

Ganz oben, im fünften Geschoss, führt die Wendeltreppe in die Skylobby. Hier oben empfängt die Bar den Besucher mit Lounge und Dachterrasse. Aussparungen geben unerwartete Blickwinkel frei, lassen Licht hinein oder setzen durch Beleuchtung nächtliche Akzente. Von hier oben kann der Gast den Blick über die Dächer der Stadt schweifen lassen.

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